Sonntag, 7. Juni 2026

überfordert


Ein Ehemann

fährt das Auto

seiner Frau

die ihm fremd vorkommt

es ist dunkle Nacht

die Scheinwerfer können

kein Licht geben

weil das System gehackt wird

es fast unmöglich

den Fahrweg voraus zu sehen

seine Frau übernimmt

für ihre Zwecke

das Fahrzeug

wie sie am Steuer sitzt

wird es heller Tag

der Mann geht zu Fuss

In ein Zentrum

darin befinden sich Frauen

die sich um fremde Kinder kümmern 

der Mann wird mit Namen angesprochen 

von einer stattlichen Frau, die er nicht kennt

jemand übergibt ihm zwei Mädchen

die er neben einer Waldstraße 

betreuen soll

er ist damit nicht alleine

einige Betreuerinnen mit den Kindern

steigen Wohlgemut die Böschung hinauf

das kleiner Mädchen folgt ihnen nach

das grössere warnt ihn

vor einem Waldfahrzeug

das sich ihm nähert

sie will es zuerst nicht begreifen

danach folgt sie doch der Ermahnung 

und folgt seiner kleinen Schwester hintennach

der Mann hat die Aufgabe

in der Böschung stehende grosse Badewanne zu reinigen

mit seinen Händen kommt er beinahe nicht auf den Grund

das Wasser fliesst aus einem Hahn

er wundert sich, dass auch das warme Wasser

sich anscheinend an einem Schalter einstellen lässt

der Mann schaut auf

weil durch das Geschrei der kleineren Schwester aufgeschreckt wird

sie kann kaum Atem holen

sie rudert mit den Händen

was ihn in seiner Verantwortung um das Kind

das Kind ermuntert, still zu stehen

damit es von oben in den Abgrund fällt

seine grössere Schwester kommt langsam hintennach 

warum und was passiert ist  nicht aufzuklären. 



 

spät abends

 


Obwohl der Alte

die Reise 

in das Haus 

seiner Jugend schon oft

ohne Erfolg 

diesmal mit seiner Ehefrau

angegangen ist,

befindet er sich

in derselben Irrgarten

auf Umwegen

auf Bahnhöfen 

von Stadt zu Stadt,

die weitab 

in der Ferne,

wo es keine Zugverbindungen gibt

die Geleise der Trambahn

einer Kleinstadt,

von Gras bewachsen

steht der Mann in einer Sackgasse

ohne seine Frau

er fragt nach,

wie er sein Ziel erreichen könnte

dazu müsse er, sagt jemand,

zwei Dörfer zurückgehen,

um in Richtung seines Ziels

die Bahn zu besteigen

es ist schon spät abends.


Samstag, 6. Juni 2026

Der Saisonkoch


 Sie sprechen einige reale Probleme unserer heutigen Gesellschaft an, etwa Qualitätsmängel, Konsumzwang oder wirtschaftliche Fehlentwicklungen. Diese Kritik verdient eine ernsthafte Diskussion.

Allerdings wird Ihre Argumentation dort problematisch, wo aus berechtigter Kritik eine Idealisierung der DDR oder der Sowjetunion wird. Historische Leistungen wie Industrialisierung, Bildungserfolge oder der Beitrag zum Sieg über den Nationalsozialismus sind unbestritten. Ebenso unbestritten sind aber politische Verfolgung, Einschränkungen der Meinungsfreiheit, Überwachung und fehlende demokratische Mitbestimmung.

Die Behauptung, in der DDR habe es keine Zensur gegeben, widerspricht den Erkenntnissen von Historikern, Zeitzeugen und den zugänglichen Archiven. Ebenso wenig überzeugt die Vorstellung, Kriminalität, Korruption oder Misswirtschaft hätten im Sozialismus grundsätzlich nicht existiert.

Eine sachliche Debatte sollte weder die Probleme des Kapitalismus verharmlosen noch die Schattenseiten sozialistischer Systeme ausblenden. Wer Geschichte ernst nimmt, betrachtet beide Seiten kritisch und differenziert.

Art - Kreativ - Goeritz


Vielen Dank für das Teilen dieses Zitats von Zensho W. Kopp.

Die Betonung der unmittelbaren Erfahrung und des intuitiven Begreifens gehört zweifellos zu den zentralen Aspekten der Zen-Praxis. Zen weist darauf hin, dass Wirklichkeit nicht allein durch Begriffe, Theorien oder intellektuelle Analysen erfasst werden kann, sondern durch eigene Erfahrung, Achtsamkeit und Übung.

Gleichzeitig erscheint mir die Formulierung „anstelle intellektuellen Studiums“ erklärungsbedürftig. Historisch betrachtet haben viele bedeutende Zen-Meister sowohl intensive Praxis als auch ein gründliches Studium buddhistischer Schriften gepflegt. Intuition und Erkenntnis entstehen oft nicht im Gegensatz zum Denken, sondern können durch reflektiertes Lernen und kritische Auseinandersetzung vertieft werden.

Die Gefahr einer zu starken Gegenüberstellung von Intuition und Verstand besteht darin, dass der Eindruck entstehen könnte, Wissen und kritisches Denken seien für den spirituellen Weg nebensächlich. Dabei zeigt die Geschichte des Buddhismus, dass Weisheit (Prajñā) sowohl unmittelbare Einsicht als auch sorgfältige Reflexion umfasst.

Vielleicht liegt die eigentliche Aussage des Zen weniger in der Ablehnung des Studiums als vielmehr darin, dass theoretisches Wissen allein nicht genügt. Erfahrung ohne Reflexion kann ebenso einseitig sein wie Reflexion ohne Erfahrung.

In diesem Sinne verstehe ich Zen als Einladung, beide Dimensionen miteinander zu verbinden: die Klarheit des Denkens und die Tiefe der unmittelbaren Erfahrung.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Gamma

Gert Ewen Ungar


 Antwort an Roberto De Lapuente: Warum wir mehr Differenzierung brauchen

Lieber Roberto,

vielen Dank für die Veröffentlichung des Austauschs mit Gert Ewen Ungar. Gerade weil die politischen und gesellschaftlichen Spannungen derzeit erheblich sind, halte ich es für wichtig, unterschiedliche Sichtweisen sichtbar zu machen. Gleichzeitig sehe ich Anlass zu einigen kritischen Anmerkungen.

Zunächst erscheint mir problematisch, dass Herr Ungar seine Analyse vielfach als Ausdruck objektiver Tatsachen und historischer „Gesetzmäßigkeiten“ darstellt. Politische Entwicklungen folgen jedoch keinen Naturgesetzen. Die Behauptung, ein Krieg zwischen Deutschland und Russland sei „nicht mehr vermeidbar“, ist keine Tatsache, sondern eine politische Prognose. Sie kann begründet werden, bleibt aber eine Interpretation.

Ebenso kritisch sehe ich die wiederkehrende Darstellung, der Westen oder Deutschland verfolge das Ziel, Russland zu „vernichten“. Für eine derart weitreichende Behauptung fehlen belastbare Belege. Tatsächlich gibt es zahlreiche politische Äußerungen westlicher Regierungen, die auf die Unterstützung der Ukraine und die Schwächung russischer Angriffsfähigkeiten abzielen. Daraus jedoch eine Absicht zur Zerschlagung oder Vernichtung Russlands abzuleiten, erscheint mir als erhebliche Überdehnung.

Auch die historische Argumentation verdient eine differenziertere Betrachtung. Der Hinweis auf den NATO-Einsatz gegen Jugoslawien 1999 und die damit verbundenen völkerrechtlichen Kontroversen ist berechtigt. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass jede spätere sicherheitspolitische Entscheidung des Westens illegitim oder zwangsläufig kriegstreibend war. Geschichte erklärt Entwicklungen, sie ersetzt aber nicht die Analyse konkreter politischer Entscheidungen im jeweiligen Kontext.

Besonders nachdenklich stimmt mich die Aussage, Deutschland müsse wieder „Angst vor Vernichtung“ haben, um friedensfähig zu werden. Auch wenn dies möglicherweise nicht als direkte Drohung gemeint ist, halte ich eine solche Formulierung für gefährlich. Friedensfähigkeit sollte auf Einsicht, Dialog, Diplomatie und historischer Verantwortung beruhen – nicht auf der Vorstellung, dass erst die Angst vor Zerstörung zu vernünftigem Handeln führt.

Problematisch erscheint mir außerdem die Tendenz, abweichende Sichtweisen als bloße Propaganda oder als Ausdruck einer feindseligen Agenda zu interpretieren. Wer Frieden will, sollte gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung anerkennen, dass auch Menschen mit anderen Einschätzungen legitime Motive haben können. Eine Debatte wird nicht dadurch besser, dass man die Gegenseite moralisch diskreditiert.

Gleichzeitig wäre es falsch, die Sorgen vor einer weiteren Eskalation einfach abzutun. Die Gefahr einer Ausweitung des Krieges, die zunehmende Militarisierung Europas und die Schwäche diplomatischer Initiativen verdienen ernsthafte Aufmerksamkeit. Hier berührt Herr Ungar einen wichtigen Punkt: Die Politik sollte alles daransetzen, direkte Konfrontationen zwischen NATO-Staaten und Russland zu vermeiden und diplomatische Kanäle offen zu halten.

Mein Eindruck ist daher, dass Herr Ungar berechtigte Warnungen mit sehr weitgehenden Schlussfolgerungen verbindet. Seine Kritik an westlicher Politik enthält diskussionswürdige Aspekte. Seine Darstellung historischer und aktueller Entwicklungen bleibt jedoch vielfach einseitig und blendet Verantwortung, Interessen und Handlungen anderer Akteure weitgehend aus.

Gerade deshalb halte ich offene Debatten für wichtig. Nicht weil eine Seite bereits im Besitz der Wahrheit wäre, sondern weil komplexe Konflikte selten durch einfache Erklärungen verstanden werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Gamma

Der Streit

 
In fremder Gestalt
mit gleichem Charakter
erscheint dem Sohn
sein verstorbener Vater.
Es beginnt ein stundenlanger Streit, 
während dessen
der Sohn seinem Vater
Ereignisse der gemeinsamen 
für den Sohn
die negativen Erfahrungen
vor seine Augen führt,
die der Vater verneint,
seine guten Absichten
gegenüber seiner Frau
und seinen Kindern hervorhebt,
seine Ehefrau, deren Würde
der Ehemann fast tagtäglich herabsetzte,
stellt sich neben dem Sohn.
Sie kommt stillschweigend hinzu.
Der Sohn hält seinem Vater
den Missbrauch an seinen Schwestern vor.
Im Streit gesellt sich eine verstorbene Schwester, 
die Vater zeitlebens verteidigte,
nun den Mut hat, 
die Vorwürfe des Bruders 
in Szene zu setzen hinzu.
Der Vater verteidigt, 
er sei sich keiner Vergehen bewusst,
er wolle eine Aussprache
um den Streit beizulegen
mit einem höheren Beamten der Kirche.
Der Sohn hat nichts dagegen,
er will sich vom Gerede
seines Vaters nicht umstimmen lassen.


Freitag, 5. Juni 2026

Alexander Dilger


Sehr geehrter Herr Dilger,


die Beteiligung einzelner UNRWA-Mitarbeiter an den Verbrechen des 7. Oktober wäre selbstverständlich schwerwiegend und zu verurteilen. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass die UNRWA als Organisation insgesamt an den Angriffen beteiligt gewesen sei oder mit der Hamas gleichgesetzt werden könne.


Die von den Vereinten Nationen beauftragte unabhängige Colonna-Kommission stellte Reformbedarf und Neutralitätsprobleme fest, erklärte jedoch zugleich, dass für weitergehende Vorwürfe einer umfassenden Unterwanderung der Organisation keine entsprechenden Belege vorgelegt wurden.


Kritik an UNRWA ist legitim. Ebenso wichtig ist aber die Unterscheidung zwischen dem Fehlverhalten einzelner Personen, begründeten Verdachtsfällen und der Bewertung einer Organisation mit zehntausenden Mitarbeitern. Eine sachliche Diskussion sollte sich auf nachprüfbare Fakten stützen und pauschale Schlussfolgerungen vermeiden.


Mit freundlichen Grüßen

Hans Gamma


Alexander Dilger


 Vielen Dank für Ihren Beitrag. Die gescheiterte Wahl Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat ist zweifellos ein politischer Rückschlag und verdient eine kritische Analyse. Allerdings erscheint mir die Schlussfolgerung, dies sei vor allem ein Beleg für das Versagen der Merz-Regierung, nicht ausreichend belegt.


Die Wahlentscheidungen in der UNO werden von einer Vielzahl geopolitischer Interessen beeinflusst. Eine Niederlage kann viele Ursachen haben und lässt sich nicht ohne Weiteres auf die Beliebtheit einer Regierung oder einzelner Politiker reduzieren. Gerade bei den Vereinten Nationen spielen regionale Bündnisse, diplomatische Absprachen und globale Konfliktlinien eine erhebliche Rolle.


Ebenso überzeugt mich die Forderung nach einer Kürzung der deutschen UN-Beiträge nicht. Deutschlands Engagement in den Vereinten Nationen dient nicht primär dem Erwerb politischer Gegenleistungen, sondern der Unterstützung internationaler Zusammenarbeit, humanitärer Hilfe und friedlicher Konfliktlösungen. Über die Effizienz einzelner Programme kann und sollte man diskutieren, doch eine Wahlniederlage allein rechtfertigt keinen Rückzug aus internationaler Verantwortung.


Die eigentliche Frage sollte sein, weshalb Deutschland trotz seines Engagements nicht genügend Unterstützung gewinnen konnte und welche Lehren daraus für die künftige Außenpolitik zu ziehen sind. Eine differenzierte Ursachenanalyse erscheint mir dafür hilfreicher als pauschale Schuldzuweisungen.


Salon Hof Ha'Carmel


 Liebe Frau Scheiner,

vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag zu Paraschat Beha’alotecha. Ihre lebendige Sprache und die verständlichen Bezüge zur Gegenwart erleichtern vielen Leserinnen und Lesern den Zugang zu einem oft komplexen Text.

Dennoch möchte ich einige Gedanken respektvoll zur Diskussion stellen.

Mir scheint, dass die Darstellung der Israeliten als vorwiegend „quengelnde Kinder“ den biblischen Text etwas einseitig wiedergibt. Die Klage über das Manna erscheint aus heutiger Sicht durchaus nachvollziehbar. Menschen, die über ein Jahr in einer lebensfeindlichen Wüste unterwegs sind, verlieren nicht nur die Freude am Essen, sondern kämpfen auch mit Unsicherheit, Entwurzelung und Zukunftsängsten. Ihre Beschwerden können daher ebenso als Ausdruck menschlicher Erschöpfung verstanden werden wie als Undankbarkeit.

Auch die Aussage, Gott habe das Volk durch eine Überfütterung mit Wachteln bestraft, die eine „böse Allergie“ ausgelöst habe, erscheint mir problematisch. Im biblischen Text ist zwar von einer schweren Plage die Rede (Numeri 11,33–34), von einer Allergie spricht der Text jedoch nicht. Eine solche Formulierung wirkt eher wie eine moderne Interpretation als eine durch die Quellen belegte Aussage.

Besonders nachdenklich stimmt mich die Darstellung Mirjams. Sie wird als „schwächstes Glied der Beziehungskette“ beschrieben, während Aaron ungestraft davonkomme. Tatsächlich weist der Text selbst auf ein Ungleichgewicht hin: Beide Geschwister sprechen gegen Mose, doch nur Mirjam wird mit Aussatz geschlagen. Viele jüdische und christliche Ausleger haben sich über Jahrhunderte mit dieser Frage beschäftigt. Gerade deshalb wäre es vielleicht hilfreich, diese Schwierigkeit offen zu benennen, statt sie als selbstverständlich hinzunehmen.

Ebenso bleibt die Frage nach der „kuschitischen Frau“ des Mose bis heute Gegenstand unterschiedlicher Auslegungen. Der biblische Text gibt keine eindeutige Antwort darauf, was genau Mirjam und Aaron kritisierten. Deshalb erscheint mir Zurückhaltung bei entsprechenden Deutungen angebracht.

Besonders wertvoll finde ich hingegen den Schluss des Abschnitts: Das Volk zieht nicht weiter, bevor Mirjam wieder aufgenommen wird. Gerade in einer Zeit, in der Menschen oft schnell ausgegrenzt oder zurückgelassen werden, setzt dieser Vers ein bemerkenswertes Zeichen von Solidarität und gemeinschaftlicher Verantwortung.

Die Stärke der Tora liegt meines Erachtens oft darin, dass sie ihre großen Gestalten nicht idealisiert. Mose, Aaron und Mirjam erscheinen als Menschen mit Stärken, Schwächen, Zweifeln und Konflikten. Vielleicht lädt uns dieser Text weniger dazu ein, Schuldige zu suchen, als vielmehr dazu, über Verantwortung, Führung, Geschwisterkonflikte und den Umgang mit Kritik nachzudenken.

Vielen Dank für Ihren Beitrag und die Anregung zum weiteren Nachdenken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Gamma

ilo wil eo ālik

 Tube eo ilowaan im taier eo kar ukōte ilo juon baajkōļ, ak joñan kōto eo ej dik wōt.

An einem Fahrrad

wurde der Schlauch

und der Pneu gewechselt 

trotzdem bleibt der Luftdruck klein

अर्ध अंधेरे रै मांय

गोधूलि बेला रै मांय
मैदान री सड़क माथै
एक पैदल यात्री दांया मुड़ जावै है
मोटरसाइकिल री हेडलाइट री बदौलत
वो दुर्घटना सूं बचै है 

Im Halbdunkel

auf der Feldstrasse

biegt ein Fussgänger rechts ab

durch das Licht eines Motorrades

kann er einem Unfall ausweichen


Le páajtalilo' ku kaxtik u ts'áik tuláakal ba'al.

 juntúul máak jach yaan u páajtalil, sak u tso'otsel u poole' ku k'uchul tu chúumuk k'iin uti'al jump'éel múuch'tambal tu yo'olal u ma'alo'obtal u paal ti' jump'éel mola'ay. Le máaxo'ob ku meyajo'obo' ku páa'tiko'ob u le máako' ma' yaan u satisfecho yéetel le ba'axo'ob tu kano'ob educativas.

Ein mächtiger

weisshaariger Mann

kommt am Nachmittag

zu einer Besprechung 

über die Entwicklung

seines Kindes

in einer Institution

die Angestellten

erwarten

dass der Mann

mit den pädagogischen Massnahmen

nicht zufrieden zu stellen ist

Ароганцијата на моќта

 Волја е
на моќните
ние да не станеме свесни
дека ние сме ги предизвикале огновите на пеколот
на Земјата.

Es soll uns nicht bewusst werden

dass wir den Höllenbrand

auf der Erde verursacht haben

Donnerstag, 4. Juni 2026

Übersetzungen zum Thema Ukraine


 Vielen Dank für die Übersetzung dieses Beitrags. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist eine Realität, die nicht relativiert werden darf. Gleichzeitig sollte zwischen belegbaren Tatsachen, politischen Bewertungen und persönlichen Schlussfolgerungen unterschieden werden.


Der Text enthält neben nachvollziehbaren Beobachtungen zahlreiche pauschale Urteile über Russland, seine Geschichte und seine Gesellschaft. Solche Verallgemeinerungen erschweren aus meiner Sicht eine sachliche Analyse. Auch historische Ereignisse über Jahrhunderte hinweg zu einer durchgehenden Schuldlinie zu verbinden, erscheint problematisch.


Gerade in Kriegszeiten ist es wichtig, Informationen kritisch zu prüfen und unterschiedliche Perspektiven zuzulassen. Eine überzeugende Analyse gewinnt nicht durch schärfere Formulierungen, sondern durch Fakten, Differenzierung und intellektuelle Fairness.


sjadd72



 Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Beitrags und die Bereitstellung der genannten Dokumente.

Gerade weil die angesprochenen Themen – Geheimdiensttätigkeiten, Desinformation, internationale Beziehungen und historische Konflikte – von großer Bedeutung sind, halte ich eine besonders sorgfältige Prüfung der vorgelegten Informationen für notwendig.

Der Beitrag enthält eine Reihe schwerwiegender Behauptungen über Aktivitäten ukrainischer Geheimdienste in EU-Staaten sowie über konkrete Organisationen in Polen. Für Leserinnen und Leser wäre es hilfreich, wenn die Authentizität der angeführten Dokumente, ihre Herkunft, die Umstände ihrer Beschaffung sowie mögliche unabhängige Überprüfungen transparent dargestellt würden. Gerade im Bereich nachrichtendienstlicher Informationen besteht stets die Gefahr, dass Dokumente unvollständig, aus dem Zusammenhang gerissen oder sogar Teil konkurrierender Einflussoperationen sein können.

Ebenso erscheint es wichtig, zwischen nachgewiesenen Tatsachen, Schlussfolgerungen des Autors und politischen Bewertungen klar zu unterscheiden. Aussagen, wonach bestimmte Organisationen „Instrumente“ eines Geheimdienstes seien oder ausschließlich bestimmten ideologischen Zwecken dienten, sollten durch nachvollziehbare und überprüfbare Belege gestützt werden.

Besonders sensibel ist zudem die Erinnerung an historische Verbrechen wie das Massaker von Huta Pieniacka. Das Gedenken an die Opfer verdient Respekt und sollte nicht zur pauschalen Verurteilung heutiger Bevölkerungen oder zur politischen Instrumentalisierung aktueller Konflikte genutzt werden. Historische Aufarbeitung gelingt am besten auf Grundlage wissenschaftlicher Forschung, dokumentierter Quellen und eines respektvollen Dialogs.

Eine offene Gesellschaft lebt davon, auch unbequeme Informationen zu diskutieren. Gleichzeitig lebt sie davon, Behauptungen kritisch zu hinterfragen, Quellen sorgfältig zu prüfen und unterschiedliche Perspektiven zuzulassen. In diesem Sinne würde ich eine weiterführende Dokumentation der Quellenlage und gegebenenfalls unabhängige Bewertungen der vorgelegten Unterlagen begrüßen.

Vielen Dank für die Anregung zur Diskussion.

China verstehen


Vielen Dank für diesen ausführlichen und kenntnisreichen Beitrag. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass Sie die Grenzen der Analyse aufgrund der geheimen Abstimmung mehrfach transparent benennen und zwischen Fakten, Plausibilitäten und Spekulationen unterscheiden.


Gerade deshalb erscheint mir jedoch eine kritische Anmerkung angebracht: An mehreren Stellen entsteht der Eindruck, dass aus einer insgesamt positiven chinesisch-österreichischen Beziehungslage relativ weitreichende Schlussfolgerungen über das wahrscheinliche Abstimmungsverhalten Pekings gezogen werden. Die vorgelegten Indizien sind durchaus nachvollziehbar, sie belegen jedoch letztlich vor allem, dass China keinen offensichtlichen Grund hatte, Österreich aktiv abzulehnen. Ob daraus bereits eine aktive Unterstützung folgt, bleibt meines Erachtens deutlich unsicherer.


Besonders vorsichtig wäre ich bei der Gegenüberstellung Österreichs und Deutschlands. Die These, Österreich sei aus chinesischer Sicht der „weitaus angenehmere Kandidat“ als Deutschland, erscheint plausibel, wird im Beitrag aber teilweise stärker formuliert, als es die Quellenlage tatsächlich zulässt. China verfolgt traditionell eine langfristige und interessengeleitete Diplomatie. Dabei kann für Peking durchaus auch ein Deutschland im Sicherheitsrat von Nutzen sein, etwa als wichtiger wirtschaftlicher und politischer Akteur innerhalb Europas. Dass eine kritischere China-Politik Berlins automatisch zu einer chinesischen Präferenz für Wien geführt haben muss, lässt sich daher meines Erachtens nicht eindeutig belegen.


Zudem wäre zu berücksichtigen, dass die Wahl nicht nur durch die Haltung einzelner Großmächte bestimmt wird. Die 131 Stimmen Österreichs spiegeln vor allem eine breite Unterstützung innerhalb der Generalversammlung wider. Eine mögliche chinesische Zustimmung wäre daher nur ein Faktor unter vielen.


Interessant fand ich auch Ihre Hinweise zur geringen Resonanz auf chinesischen Social-Media-Plattformen. Allerdings erscheint mir die Schlussfolgerung, daraus lasse sich eine „funktionale Irrelevanz“ Österreichs für die chinesische Öffentlichkeit ableiten, etwas weitgehend. Das Ausbleiben von Diskussionen kann zahlreiche Ursachen haben und erlaubt nur begrenzte Rückschlüsse auf tatsächliche gesellschaftliche Wahrnehmungen.

Ich möchte ergänzen, dass eine zentrale Schwäche der Analyse darin besteht, dass aus chinesischen Verlautbarungen über gute bilaterale Beziehungen teilweise auf ein konkretes Abstimmungsverhalten geschlossen wird. In der internationalen Diplomatie sind freundliche Beziehungen jedoch oft die Regel und nicht zwangsläufig ein Indiz für eine bestimmte Stimmabgabe.

Insgesamt halte ich Ihren Beitrag für eine wertvolle Analyse, würde aber anregen, die Trennlinie zwischen belegbaren Beobachtungen und geopolitischen Interpretationen noch etwas schärfer zu ziehen. Gerade weil das Thema von Natur aus spekulative Elemente enthält, gewinnt die Argumentation aus meiner Sicht an Stärke, wenn alternative Erklärungen noch stärker gewichtet werden.

Vielen Dank für die anregende Lektüre.

ꯆꯤꯊꯤꯁꯤꯡ꯫

 ꯅꯨꯡꯇꯤꯒꯤ ꯄꯨꯟꯁꯤꯗꯥ ꯊꯋꯥꯏ ꯌꯥꯑꯣꯕꯥ꯫
ꯁꯨꯞꯅꯒꯤ꯫
ꯊꯋꯥꯏ
ꯑꯅꯀꯅꯁꯦꯟꯁꯇꯥ ꯂꯩꯕꯥ ꯃꯤꯑꯣꯏꯁꯤꯡꯗꯥ꯫
ꯊꯋꯥꯏ ꯑꯗꯨ ꯍꯧꯔꯀꯏ꯫
ꯍꯧꯔꯒꯅꯤ꯫
ꯁꯥꯡꯂꯕꯥ ꯆꯤꯊꯤ ꯏꯕꯥ꯫

Zu sehr

mit dem Alltag beschäftigt

an all den Träumen

der Nacht vorbei

fängt die Seele an

lange Briefe 

zu schreiben

Terjemahan

 Sabuah
gaek
alat bantu mandanga
bisa mambantu
menterjemahkan mimpi tu
ka dalam bahasonyo.

Ein altes Hörgerät

kann helfen

den Traum

in seiner Sprache

zu übersetzen