Montag, 15. Dezember 2025

wir sind gedacht

 Wir sind von Anfang 
bis zu unserem Ende gedacht
wir wissen nicht warum
wir sind da wo wir sind
danach sind die anderen
sie werden das Geheimnis 
des Daseins
nicht aufbrechen
nicht lösen können

unvollendet

 Dem eigenen Schatten ins Gesicht sehen, um zu verstehen, dass das Schwere zur Aufgabe gehört, auch wenn es zum Besseren nicht vollendet werden kann.

Vertrauen

 Die Wut der Väter und der Mütter, das Kind blieb und auch später, gottlos gescholten, weil es dem Kern, umfasst von der Seele, sein ganzes Leben, seinen Gehorsam anvertraut.

Zeit

Zeit kann nicht ge-horchen.

ein Gewissen machen

Gott in uns, wir müssen als Frau, als Mann, vor einer Entscheidung, im Tun und Lassen, uns ein Gewissen darüber machen, was gut, was böse enden kann.

nichts wert

 Ein Habenichts

bettelt um ein

Ticket für die Bahnfahrt


eine Frau

leiht ihm das Geld


er berührt die Frau

am Arm

sucht ihre Nähe

umarmt sie 

unter ihrem 

schwarzen Mantel

weil er die Frau begehrt 


sie sagt sie habe

ein Bleibe für sich

bis zum frühen Morgen


wie er den Zug

besteigen will


nimmt eine andere Frau 

ihm die Fahrkarte 

aus seiner Hand

heute sei der neunte

des Monats 


die Fahrkarte

sei von gestern

heute nichts wert

und wirft sie weg

Unbehagen

 Das Kind

weckt mit einer

Tarantella

seine Geschwister


der Vater

versucht 

seinen Sohn

zu bändigen


sodass er Angst hat

ihn zu verletzen


weil er selbst

den Schlaf

suchen will

mitten unter uns

 Die Nachtschlafenden
wollen davon nichts wissen
sie können das Gift der Tyrannen
nicht hören
die Kanonen sind ins Flüstern geraten
es gibt bei Tag und bei Nacht
keine Grenzen 
die uns schützen sollen 
der mörderische globale Krieg
ist mitten unter uns