hinter deinen Lippen,
dem Ozean entsprungen,
auf der Zunge
deine Worte,
Bewegung
kam lange vorher,
als alles Fragen,
noch stumm.
Zeit noch nicht,
die Welt erblickte.
entsetzt
dem Gegenüber
mit Hass und Wut,
es zu richten,
bis auf
Knochen,
Mark und Blut.
steht ein Mann
vor einem Schalter
er glaubt
dass er zur Abreise
in den Tag
eine Rechnung
zu begleichen hat
dahinter ein Mann
der von ihm einen Schuldschein
entgegennimmt
gleichwohl eine handschriftliche Kopie erstellt
der Schuldner wirft
den seinen selbst ausgestellten Schein
in einen fast vollen schwarzen Abfallsack
ihn irritiert
dass der ausgehändigte Schuldschein
eine Marge enthält
die das angeforderte Geld bei weitem übersteigt
in Sonntagskleidung und Mantel
mit einer Krone aus Holzperlen
in das Unbewusste hinab.
Ein umstehender Mann fragt, warum er
die lächerliche Krone
und warum er nicht einfache
Werktagskleidung anhat.
Eine junge Frau tanzt nacktbusig
um ihn herum.
Sie sagt, sie sei in der Ausbildung
als Kindererzieherin unterwegs.
Der Mann sagt, dass er nichts von Pädagogik verseht,
obwohl er in der wirklichen Welt
eine Ausbildung in diesem Fach abgeschlossen
und beruflich damit unterwegs war.
Mit der Aussage wollte er unterstreichen
dass er als Erzieher nicht erfolgreich war.
Der Mann legt seine Kleidung ab.
Er wird als einfaches Mitglied
in der Gemeinschaft aufgenommen.
sodass alle tiefgefroren im Tiefkühler
in der Ansammlung masslos werden.
der zeitlebens an Niedergeschlagenheit leidet,
wird von einem Gegenüber
in Körpernähe behandelt,
dieser behauptet,
dass er in der Gegenübertragung
ihn von der Krankheit heilen kann.
in einem Untergeschoss,
findet eine Zeremonie
mit zwei kleinen, nackten Männern statt,
der eine kniet vor dem anderen
der Zeremonienmeister führt das Ritual
am Ende verlassen die Männer
in einer Art Prozession
hintereinander den Saal und erregen den Saal.
gegen Abend,
auf einem kleinen Balkon,
fällt dem Gast
eine wichtige Flasche
mit Inhalt
aus der Hand
in einen endlosen Abgrund.
verwandelt sich auf dem Teller
in eine braune,
unansehnliche Masse.
seit zwei Tagen in die Kinderkrippe gebracht
die ersten zwei Tage hat die Mutter bereits bezahlt
für den dritten Tag
weiß der Vater nicht,
wie er gegen Abend,
und ob er mit einem Einzahlungschein
oder mit Bargeld bezahlen soll
hinter allem besteht bei ihm der Geiz,
nicht zu viel Geld hinterlegen zu müssen,
da es bereits eingenachtet hat
will er draußen vor der Einrichtung
im Garten auf der Wiese
sein Wasser lassen,
da kommt
der Horter auf ihn zu
er fragt ihn,
ob er deswegen die Polizei rufen soll.
elektrischer Schalter aus Holz
kann trotz aller Bemühungen
nicht mehr bedient werden.
mit Sängern, die sich nicht kennen,
einer davon stimmt ein Lied an
mit dem Wortlaut, den er nur nachahmen kann.
Am Ende kritisiert der Dirigent
der erst jetzt vor dem Chor steht
dass das Anstimmen des Liedes vom gesamten Chor
in einer zu tiefen Tonlage überstimmt wurde.
Weitere Lieder sollen aus dem Repertoire
mit einer Folge von Zahlen geprobt werden.
Der eine kann im Liederbuch
die aufgerufene Nummer nicht finden.
mit hellblauen Anzug
der die Schultern
und die Arme freilässt
stellt sich im Sonnenlicht
mit ihrer blonden Haarpracht
hin vor einen Mann
wird er in einem selbst gebauten großen Haus
von der noch jungen Mutter
mit zwei Kindern
willkommen geheißen.
Der kranke Vater mit kurzen schwarzen Barthaaren und schmalen Gesicht sitzt
auf dem Schoß der Frau
was an die Pieta erinnert.
Der Mann ist dermassen von Kräften
dass er mit seiner Arbeitskraft
die Familie nicht mehr ernähren kann.
Die Räume sind verwahrlost
und heruntergekommen.
Die Kinder rufen den Gast
zum Bildermalen in das Kellergeschoss herbei.
Auf der Veranda gleicht die Landschaft
einer versandeten Wüste.
Eine Frau hat auf einem Holztisch
eine übergroße Kalbsleber ausgelegt.
Anstatt dieses Fleisch zu verarbeiten,
nimmt sie das Nierstück zur Hand.
Sie schneidet es in mundgerechte Stücke.
In einer großen metallenen Bratpfanne
legt sie gehackte Zwiebel und das Fleisch
ohne Fett brät sie das Ganze vor den Augen
der zwei Kinder.
Dann wendet sich gleich das ganze Geschehen
am Besucher vorbei.
Worte aus Büchern,
Liebesbriefen und alten Schriften
werden in einem Drahtgitter
im Garten gesammelt und kompostiert
ein Janusgesicht schwebt darüber
und wartet eine günstige Zeit ab,
das fermentierte Gewebe
an den öffentlichen Markt zu verkaufen.
Die aggressiven gesprayten Zeichen an der Hauswand schüren nur Hass gegen andere.
In einer großräumigen, fremden beleuchteten Wohnung
kommt eine Gesangsgruppe auf Besuch
der Mieter heißt sie willkommen
für die Gesangprobe scheint der Raum zu klein
sie soll nebenan in einen größeren Raum stattfinden
ein Mann, den der Mieter nicht kennt,
kommt auf ihn zu
er meint, er habe ein freundlichere Gesicht als früher
der Mieter sei später eingeladen
an der Gesangprobe
und später an der Aufführung teil zu nehmen
währenddessen putzt der Mieter
die Aluminiumkanten rund um die Mietwohnung
nach einer Weile kommt ein Mitglied des Gesangsvereins auf den Mieter zu
er macht ihn darauf aufmerksam,
dass er lange Hosen überziehen soll,
es sei soweit,
dass die Gesangprobe stattfinde
stattdessen füllt sich der Raum
mit nahen Verwandten
seine Tochter habe gerade unerwartet
ein Kind zur Welt gebracht
der Vater möchte gerne das Kind sehen,
aber es sind noch mehrere Neugeborene,
das es ihm schwer macht,
den Enkel in den Händen
der Frauen auszumachen.