Sonntag, 16. November 2025

Das Wirk

 Niemand weiß, was im Wirk wirklich ist und was nicht. Die Wahrnehmung mit allen Sinnen, nach innen und außen, bleibt zur Innenschau ein unvollständiges, verzerrtes Bild.

Glaube

 Jene Glaubensrichtungen 
die durch die Altvordern
in einer Schrift 
festgehalten haben 


deren Wurzeln

durch Überlieferungen

zur Idee einer göttlichen Offenbarung 


deren Lehrsatz als unumstösslich 

und wahr gilt 

in der Gestalt einer Gesetzgebung

der Mensch 

zu wahrer Einsicht kommen soll 


die Quelle des Lebens

in jedem Menschen

ist im Kern verankert 


durch die Seele 

in der täglichen Traumbotschaft 

als Gesetz und Urteil 

jedem Menschen

zu seinem Tun und Lassen 

vermittelt wird 


mit der Nabelschnur 

zur Welt verbunden und genährt 


damit der Mensch

neben dem Wasser

des Lebens überlebt

Kein Kontakt

 Junge schlanke Männer

taumeln unter 

ihrer Haut 

im nichts herum

ihre Bewegungen

haben keine Richtung

sie nehmen

keinen Blickkontakt

zu anderen auf 

Die Bösen

 Es genügt nicht, die Bösen, die die Klimakatastrophe leugnen, an den Pranger zu stellen. Jede/r soll zur Sorgfalt an der Natur bei sich selbst begegnen.

Das Gesetz

 Das Gesetz bist Du 
umfasst von der Seele
in uns allen
der Traum Deine Botschaft 
zu neuer Einsicht 
an jede Kreatur

Du führst uns
mit allen Sinnen
nicht nur vernunftbegabt 
durch unsere kurze Zeit des Lebens

Du bist uns
bleibst uns unerkannt 
wir wissen auch in unseren dunklen Tagen
Du hast Dein Zelt 
zu jeder Zeit in uns aufgeschlagen 

im Allerheiligsten
im Kern jedes Menschen 
das ewige Licht seit jeher 
allem Leben und in uns 
tagtäglich neu entzündet 

wer ist sie

 Auf dem Weg
vor einer Anstalt
läuft eine junge Frau
einem Mann in seine Hände 

er bringt sie
in das Hallenbad
sie schwimmt rücklings 
sie sagt ihm
dass seine Eltern
abends kommen werden
ihre Kleider mitnehmen 
und sie waschen 

der Mann wird
wie im Traum
aus der Geschichte entfernt 

er denkt darüber nach
wer diese Frau wirklich ist

Unschicklich

 Da es nicht schicklich ist
einer unbekannten Frau
in schwarzer Kleidung
die auf einem Bastsessel
über der engen Gasse 
auf offener Veranda sitzt
ihr etwas Angenehmes Erfreuliches 
zu sagen und ihr zu gefallen 
spricht ein Mann 
die schöne Frau
von unten auf griechisch an
er sagt ihr mit Worten 
dass er sie innig lieb hat