Donnerstag, 5. Juni 2025

Zu Fall bringen

 Es ist nicht das Gegenüber, das uns mit unserer Anbetung der Mächtigen zu Fall bringt. Wir sind es selbst, weil wir nicht in den Spiegel der Seele schauen wollen. 

Lehrmeinungen

 Alles was von aussen an Lehrmeinungen auf den Menschen zukommt, muss von der Seele, durch die Einsicht im Traum begutachtet werden. 

ertragen

 Ich werde berührt von innen und von aussen. Ich werde geschliffen durch das was von von aussen und innen an mir nagt. Auch mit Worten kann ich die Herausforderungen des Lebens nicht bannen. Was ich nicht ändern kann, will ich ertragen. 

Die Gunst

 Die Gunst eines selbst ernannten Meisters, der wer sich ihm verpflichtet, die Freiheit in jeder Not durch den Glauben an ihn; tagtäglich, durch Rituale und Gebete, im Himmelreich, mit Gewissheit das ewige Leben erreicht. Der mag die Trübsal, das Leid und die Not vergessen, die viele Menschen auf der Erde bis heute elendiglich trifft. 

Denkanstoss

 Denkanstösse hegen die Hoffnung, dass sich im anderen dadurch etwas bewegt. Was wirklich zu ändern notwendig ist, das fängt bei uns selber an. 

Die Weigerung

 Wir weigern uns zu fallen
als könnten wir
die Natur
und gleichsam 
das eigene Sterben
die einzige Tatsache 
den Tod überlisten 

Was geschrieben steht

 Jeder, darf das was geschrieben steht, auf seine Art und Weise deuten. 

Zeugnis

 Das Nein, gegen einen Menschen, der gewählt werden will, ist ein Zeugnis, dass die Demokratie noch lebendig ist. 

Engel

 Engel sind ein unsichtbares Konstrukt, von Männern, die die Frau als solche, nicht würdigen können. 

Das Benehmen

 Wir benehmen uns als eine gewalttätige Spezies, die Klimakatastrophe, alle Scheusslichkeiten bis heute, dies alles haben wir alle verursacht. Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich ohne Schuld bin. 

Eine Niederlage

 Eine Niederlage einstecken zu können zeugt von Mut. Auch wenn andere deswegen eine hämische Freude an den Tag legen. 

Abbild

 Ein Abbild bleibt eine Kopie, die nichts mit der Wirklichkeit der Frau etwas zu tun hat. 

Das Gesagte

 Vor dem inneren Auge
zeigt sich 
das Gesicht 
eines mächtigen Politikers
was zu sagen weiss
es ist besser
dass sein Gesagtes
in der Stille vereist

Der Teppich

 Ein Gast läuft
über einen Teppich
der Wohnung
den es 
in Wirklichkeit 
nicht gibt

Gewächs

 Die Frau kostet
den Jogurt aus dem Bescher
aus ihrem wächst
ein wurmartiges Gewächs

Das Buch

Zwischen Innenwelt
der Aussenwelt 
der Innenwelt bleiben
zur Wirklichkeit von Welt
viele Fragen unbeantwortet
am Schreibtisch versucht ein Mann
über die Fernsprechanlage 
Hilfe zur Suche nach Wahrheit
zu bekommen
seine Frau steht
verständnislos hinter ihm
das Gespräch dauert lange
dazwischen gibt es
einige Pausen der Funkstille
der Mann will sich 
über den Gesprächspartner versichern
er fragt nach
ob der Kontakt noch Bestand hat
seine Antwort liegt plötzlich 
auf seiner Hand
in der Form eines Buches
mit Schriften 
von den letzten Geheimnissen
des Lebens
mit einem rot beschriebenen Einschub
aus welcher Sammlung 
das Buch und an wen es 
dem Verleih nach ausgegeben
der Titel ähnelt einer Ausgabe
aus einem gewöhnlichen Hausblatt

Der Fuhrmann

 Ein Mann wurde 
mit Ross und Wagen
vorausgeschickt
einen neuen Standplatz
zu erkunden
eine Frau mit blutigem Gesicht
kommt auf die Nachfolgenden
auf dem Waldweg hinauf
hinzu und sagt 
der Fuhrmann sei im Schlaf 
vom Weg weg abgekommen