Die Bereitschaft zur Vereinigung
von Frau und Mann
vom Innersten gewollt
erzeugt in beiden
neues Leben,
auch wenn die Lebenskraft
längst nicht mehr das ist,
was die Jugend
beider inständig gewollt.
meine Texte hansgamma.blogspot.com
ist auf dem Weg
gegen Mittag
den Besuch in einem Paradies
für Kinder
zu beenden
ein alter Mann fragt ihn,
ob er am nächsten Tag
mit dabei sein darf
um welche Zeit,
er breit sein müsste,
den Familienvater
mit seiner Kinderschar
zu begleiten
eigentlich möchte er
nicht erst um zehn Uhr
zusammen aufbrechen
der Familienvater
kann sich für Anspruch
zugewandt respektvoll,
ohne eine Zusage zu geben,
nur wundern.
dieser fragt den Mann,
ob er das Gebiss vermisse
der Alte stutzt,
er braucht die Zahnschiene
für den Oberkiefer,
nur für die Nacht
trotzdem fragt er nach
der Junge öffnet seinen Mund,
entnimmt die Zahnschiene vom Unterkiefer.
Er selbst habe mit seinem Auto
mitten in der Innenstadt
eine Katastrophe
einen riesigen Brand
mit Schäden in Milliardenhöhe herbeigeführt.
Er werde von der inneren Ordnungsmacht gesucht
um eine langjährige Strafe abzusitzen.
Sein Gewissen kann die böse Tat nicht abstreiten,
da er nicht weiß, sie wirklich nicht begangen zu haben.
So hofft er nicht, in deren Fänge
der inneren Macht zu geraten.
an innerer Macht,
wo Augenpaare
aus fremdem,
unbekanntem Gesicht
die anderen Menschen
an Leib und Gemüt
demütigen und strafen,
daselbst das eigene Gewissen
mit dem Höllenfeuer schüren.
ausser Haus sich blind gebärdet,
dem Guten wirft sie ihre Schatten nach,
selbst ist man gefährdet.
Schwer ist’s zu fassen
ihr goldenes Kleid,
dass der Saum
das ganze Tuch
nicht Schaden nimmt
in ewiger Nacht und Pein.
soll eine Tür
eines viereckigen Tiefkühlers
geschlossen werden
der Inhalt besteht vermutlich
aus Platten aus hellem Metall,
die die Tür beim Verschieben
nicht schließen lassen
die Frau, die neben dem Mann steht,
sagt, sie könne
mit einer Raupe behilflich sein,
die an das Metall angesetzt,
den Weg zur Türschließung freisetzt.
des Naturparks
treffen sich zwei Ehepaare,
die an ihrem Wohnort
Nachbarn sind,
die sich grundsätzlich
nichts zu sagen haben
ein Paar will am Ende
der Besichtigung
das zweite Paar einladen,
mit deren Auto nach Hause
zurück zu fahren
der andere Mann
versucht auf schleichwegen
durch ein offenes Eisentor,
ihnen auszuweichen.
ein modernes Gerät entnommen
das alle persönlichen Einträge
eines anderen freigibt.
Der Finder zeigt das Ding
von da an wiederholt es Texte
aus dem Koran
und wirbt den Zuhörer
den Glauben anzunehmen.
er komme zu spät zur Arbeit
gewöhnlich ist der Chef
der Erste, der mit seiner Arbeit beginnt
in der Küche ist kein Licht,
aber die Vorbereitungen sind bereit gestellt
auf dem Herd in der Pfanne
stehen die geschnittenen Kartoffeln
zum kochen bereit.
das jugendliche Gesicht einer Frau
sie ist neunundsiebzig Jahre alt
erinnert ihn daran
dass sie aus dem gleichen Dorf stammt
wie er selbst.
Der Mann fragt die Frau
nach ihrem Namen.
Sie beantwortet seine Frage nicht.
Sie verwandelt sich
in einen drei Meter großen Mann
der den ganzen Raum füllt.
Der Körper verändert sich
mal sind die Beine kürzer
als der Oberleib
im Wechsel aller Glieder.
D'Béis vun aneren, egal ob no oder wäit ewech, spigelt sech direkt an eise Gesiichter a bis an déi déifst Verstoppte vun eisem Wiesen erëm. Doduerch verléiert de Konflikt tëscht Gut a Béis an eis selwer seng Bedeitung.
Das Böse anderer, sei es nah oder fern, spiegelt sich unmittelbar in unserem Antlitz und bis in die tiefsten Winkel unseres Wesens wider. Dadurch verliert der unlösbare Konflikt zwischen Gut und Böse in uns selbst an Bedeutung.
in einer mehrsprachigen Bildungsstätte
gleich macht er sich daran,
aus vorbereitetem Teig
ihn durchzukneten, um ein Brot zu backen
unter seinen Händen
vermischt sich der Teig
mit einem Plastikgeflecht
der Sohn kommt hinzu,
der die Fremdsprache
in kürzester Zeit gelernt hat
er packt aus dem Teig
fremdartige Fische,
die er in die Bratpfanne
zum Garen legt,
die er den angekommenen Gästen
zur Mahlzeit servieren möchte
unter den Gästen kommen Kommilitonen
in schwarzem Anzug
und schwarzem weissen steifen Hemdkragen hinzu.
Im Sozialamt bittet
ein Mann am Schalter
um ein neues Hemd
der Raum füllt sich
mit bedürftigen Menschen,
die ihrerseits ihre Bitte vortragen
ein Beamter stellt
die beantragten Dinge
vor dem Schalter
auf den Boden,
auch einen hellgrauen Stiefel,
anstatt dem Hemd,
der genau an die Füße des Mannes passt
zwischen den Dingen
findet er auch den zweiten
seine Schuhe findet er nicht wieder
es ist schon spät
in einem entfernten Stadtteil
sollte er in zehn Minuten
den vereinbarten Termin
bei einem Arzt anwesend sein
der Beamte kommt auf ihn zu
er will ihm
Indem er die Stiege
in den Untergrund hinab zeigt,
noch auf weitere wichtige Habseligkeiten aufmerksam machen
er sei in Eile,
er werde auf sein Angebot zurückkommen.
Ohne die Schuhe geht er barfuß zur Transaktion.
Mit dem Wahn,
die Last,
den schweren Stein,
damit zu scheitern,
auf der Brust,
davon zu tragen,
der eigene Schatten,
hinten auf dem Rücken,
das ganze Leben
zu ertragen,
ist Aufgabe wohl genug.