in der eigenen Wohnung
wird eine Überwachung
und notfalls mit
versteckten Waffen manipuliert.
meine Texte hansgamma.blogspot.com
in der eigenen Wohnung
wird eine Überwachung
und notfalls mit
versteckten Waffen manipuliert.
an der Wand
durch einen Vorhang verdeckt
trifft die abgeschossene Kugel
auf den Rahmen von Metall
der Vorhang fällt
ein kleines Mädchen
wurde in die Stirn getroffen
sie weint
das Blut rinnt über ihr Gesicht
der Mann
eilt herzu
nimmt das Kind in seine Arme
ruft um schnelle Hilfe
draußen vor der Tür
machen sich unbekannte Bekannte
in schwarzen Kleidern
mit weißen Kragen
für die Sonntagsmesse bereit
will ein Alter
nachträglich wieder gut machen
auf der Suche
findet der Mann
in einer Pension eine Bleibe
gleich macht er sich
mit den Kindern
des Hauses bekannt
ein Ferienkind sagt ihm:
In einem fremden Ort
habe sein Vater ein noch grösseres Landgut
da seien in der Küche
willige Mitarbeiter willkommen
dieses Angebot
scheint dem Suchenden
zu weit weg
der Alleinkoch in der Pension
hat zum Mittagessen
wenige Gäste zu erwarten
der Besucher fragt ihn,
ob er das eigene Verdorbene
in der Küche abarbeiten kann
der Koch ist nicht abgeneigt
er könne vor allem
sich um den Welpen kümmern,
der in einer Decke gehüllt
am Boden neben dem Herd steht.
versuchen in Wort und Tat
die Rivalen aus dem Weg zu räumen.
Wer unbewaffnet ist,
muss sich schutzlos
durch die Menge
von Mördern und Schlächtern
hindurch sich seiner Haut retten.
die Schale der Zwiebeln zu schälen,
bevor er sie für die Sauce verwendet.
Was ohne Geschlecht,
beides im Leib vereint,
wechselt von Hingabe,
zeugt vor allem
diejenigen, die vom Himmel fallen,
am Fenster vorbei,
gerufen,
erweckt,
entschwunden.
Farbige Tupfen auf nasser Leinwand,
dahinter eine Reise
in ein fernes Land,
doch im Verborgenen
ein Vorhang,
der sich nicht lüftet.
Das Kleinkind verharrt lange Zeit regungslos.
Das veränderte, fremdartige Handtelefon, eingehüllt in ein schwarzes Lederetui mit der eingravierten Schrift der Ehefrau, ruht auf dem schwarz gesprenkelten Marmor-Anrichtetisch in der Küche.
Ein Leinentuch mit einer fremdartigen, rot gestrickten Inschrift, die sich der Entzifferung widersetzt, hängt vor dem eigenen Gesicht.
ລົດຄັນໜຶ່ງຂັບອອກຈາກຖະໜົນລົງມາທາງຍ່າງ ແລະ ເຂົ້າມາໃກ້ຊາຍຄົນໜຶ່ງ.
Ein Auto fährt von der Straße auf den Gehsteig und nähert sich einem Mann.
Der Ehemann macht sich daran, am Bildschirm die Nacktheit von Frauen zu genießen. Seine Frau kommt zur Tür herein, und sein schlechtes Gewissen, sein Tun vor ihr zu verbergen, hält ihn davon ab.
Die Klänge wechseln das Instrument. Der Takt zerbricht zum Scherbengericht. Gedachte Götter wachsen wie Pilze ungewollt in ihrer Vielgestalt dem anderen durch sein Gesicht. Die zitternde Hand in der Tasche festgebunden. Verzagt kein Wort gegen die Anmassung im Geldbeutel, ohne Gegenmacht gefunden.
am Morgen den Haferbrei zu kochen,
im Schrank in der Küche ganz oben
In einem Plastiksack,
fein gemahlenes Haferkorn,
in eine große Kippbratpfanne,
eine Handvoll genügt,
im kochenden Wasser,
der sich in der Pfanne verbreitet,
unter dem Deckel,
zum Überlaufen beginnt
geröstete Streifen von Zwiebeln
sollen den Brei schmackhaft machen
der Brei verändert seine Masse
für eine Portion,
zum Frühstück ist dem Zuviel.
eine Institution für schwer erziehbare Kinder zu besichtigen
seine Aufgabe ist, das Konzept und das Leitbild auszukundschaften
er findet es ungewohnt,
dass er in der Kelleretage
von einem Vertreter des Hauses empfangen wird
es gibt, sagt der Zuständige, keine gedruckten Unterlagen
auf einem Zettel schreibt er ein paar Stichworte,
wie pädagogische Aufgaben im Alltag gehandhabt werden
ein Handwerker mit demselben Namen wie der Besucher
der Besucher spricht ihn an
er hofft, dass er damit einen persönlichen Eindruck
über die seltsame Einrichtung gewinnen könnte
verschwindet im Kellerraum ohne den Besucher zu beachten.
vor der Haustür,
zum Einkauf,
wird ein Mann
zurückgehalten,
der sich gewohnt ist,
sich frei zu bewegen.
Den alten Mercedes von seinem Freund vor längerer Zeit entwendet.
Mit schlechtem Gewissen, da der Schlüssel steckt, fährt er ihn zurück.
In einem Waldstück in der Nähe seines Hauses stellt er das Auto ab.
Seine Frau ist ihm mit einem roten Auto nachgefahren, um ihn abzuholen.
Die Parkgebühr ist vor der Rückreise noch nicht überschritten.
Beide machen noch einen Rundgang.
Der Weiler ausserhalb ist ein Ausflugsziel für Familien und Müttern mit ihren Kindern.
Darauf weist neben einem Wegweiser die Ausflügler hin.
Wie beide an den Parkplatz zurückkehren, ist das rote Auto von einem davor stehenden geparkten Auto eingeklemmt.
Dazukommt, dass der ganze Parkplatz unter dem Blätterdach von Bäumen besetzt ist.
Ein alter Bekannter kommt aus einem Waldweg an dem Paar vorbei.
Die Ehefrau begrüsst ihn, vom Ehemann nimmt er keine Notiz.
Der Freund ist bereits mit dem Mercedes und seinen Freunden weggefahren.
der anderen
sticht ins Auge,
ausgesprochen
wird es zum eigenen Verliess,
dem tatsächlichen Feind,
in jedem Gegenüber.
zuhause und in der Öffentlichkeit,
wird aufgefordert,
in Wort und Schrift
über sich selbst
die Beichte abzulegen.
Im Innern geht das Kleinkind
mit dem Rollkoffer
in der rechten Hand
mit einer Kopfwendung
nach hinten links
zum letzten Abschied
im langen Mantel
als erwachsene Frau
ihren eigenen Weg dahin.
durch eine Atombombe ausgelöst,
überfällt alles Leben zerstörend.
Menschen in Panik geraten,
davor fliehen,
um ihr Leben zu retten
einer versucht,
mit Händen und Füßen
sich unter der Erde
davor zu vergraben.