Samstag, 28. März 2026

Mittendrin

Auch jene
die aus dem Kern der Seele
zum Schicksal
ohne Zweisamkeit geboren
ihr Lebenslauf 
bleibt ganz still
und doch ist ihr Dasein
dem Leben
innen und aussen mittendrin 

Der Glanz einer Geburt

 Der Mensch wächst heran
im Leibes-Dunkel
nicht, dass der Keim
dem Nichts
im Paradies
entweichen wollte,
das werdende Kind
will, dass die Mutter
nach der Geburt 
die Welt, das Geschöpf
in Freude empfängt,

die Augen der Umstehenden glänzen.


Die Linke MM

Die Linke MM

Sehr geehrter Herr Reisinger,


vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme. Es ist wichtig und richtig, die Situation im Iran sowie das Leid der dortigen Bevölkerung klar zu benennen und sich solidarisch mit denjenigen zu zeigen, die für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte kämpfen.


Gleichzeitig möchte ich einen Punkt ergänzen, der in Ihrer Ausführung aus meiner Sicht unzureichend berücksichtigt wird: Wenn wir glaubwürdig für das Völkerrecht und die Menschenwürde eintreten wollen, müssen wir diese Maßstäbe konsequent und universell anwenden. Dazu gehört auch, die Angriffskriege der russischen Föderation – insbesondere gegen die Ukraine – klar und unmissverständlich als das zu benennen, was sie sind: schwere Verstöße gegen das Völkerrecht und massive Verletzungen der Menschenwürde.


Gerade weil Sie zu Recht betonen, dass militärische Interventionen und Machtpolitik häufig zu Leid, Instabilität und Bürgerkriegen führen, sollte diese Kritik nicht selektiv bleiben. Die Zerstörung ziviler Infrastruktur, die Vertreibung von Millionen Menschen und die systematische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung im Zuge russischer Angriffskriege stehen in direktem Widerspruch zu den Prinzipien, auf die Sie sich berufen.


Eine konsequente Friedenspolitik bedeutet, jede Form von Angriffskrieg abzulehnen – unabhängig davon, von wem er ausgeht. Nur so bleibt der Verweis auf das Völkerrecht glaubwürdig und wird nicht als politisch einseitig wahrgenommen.


Ihre Ausführungen zur Unterstützung der iranischen Bevölkerung, zu humanitären Visa sowie zur Anwendung des Weltrechtsprinzips sind wichtige und unterstützenswerte Ansätze. Ebenso teile ich die Einschätzung, dass demokratische Bewegungen nicht durch äußere militärische Gewalt „herbeigebombt“ werden können.


Umso entscheidender ist es, dass wir in der politischen Debatte hierzulande – gerade im Rahmen eines Kommunalwahlkampfes – nicht in Relativierungen verfallen. Wer internationale Konflikte bewertet, sollte dies auf Grundlage klarer, universeller Prinzipien tun: Schutz der Menschenwürde, Achtung des Völkerrechts und Ablehnung von Gewalt als Mittel der Politik.


Nur mit dieser Konsequenz können wir der Verantwortung gerecht werden, die wir als Teil einer demokratischen und vergleichsweise privilegierten Gesellschaft tragen.


Hinweis: Bei der Formulierung dieser Antwort war ChatGPT im Zusammenhang mit der Nutzung von WordPress hilfreich.


Mit freundlichen Grüßen

Hans Gamma


Paul M. Zulehner

 Paul M. Zulehner



Gegen die spirituell und weltlich Mächtigen

hat der einfache Mensch nichts zu berichten.

Der Mensch kann das Böse an sich

und in sich selbst nicht bannen.

Das Böse und das Gute

ist seit Urzeiten 

seit der Menschwerdung 

die noch im Gange ist 

in jedem Menschen ursprünglich angelegt

sodass er sich in jedem Moment

für das Bessere 

das kommen soll entscheiden

und danach handeln soll.

Es gibt den Frieden auch heute

ohne den Fingerzeig auf andere

mit Orchester Gesang mit Chorälen 

indem der Mensch beginnt

sich selbst und vor allen anderen

zur Rechenschaft ins Gewissen zu nehmen.

Jens Wernicke


Vielen Dank für Ihren nachdenklichen und vielschichtigen Beitrag. Er berührt zentrale Fragen unserer Zeit und spricht ein Spannungsfeld an, das viele Menschen – bewusst oder unbewusst – beschäftigt.


Ich stimme Ihnen darin zu, dass der Mensch nicht isoliert entsteht. Unsere Entwicklung ist zutiefst eingebettet in soziale, kulturelle und technologische Zusammenhänge, die unser Denken und Handeln prägen. Gerade in einer zunehmend vernetzten Welt ist es wichtig, sich dieser Einflüsse bewusst zu werden und sie kritisch zu reflektieren.


Gleichzeitig möchte ich eine ergänzende Perspektive einbringen: In der Seele jedes Menschen gibt es einen inneren Kern, eine Art autonome Instanz, die nicht vollständig von äußeren Kräften bestimmt wird. Dieser Kern wirkt – oft leise, aber beständig – auf das Werden und Vergehen eines Menschen ein. Er kann als Gewissen, innere Orientierung oder tiefere Intuition verstanden werden, die uns hilft, trotz aller Prägungen eine eigene Haltung zu entwickeln.


Ihre Frage nach der „wahren Quelle der Orientierung“ halte ich für besonders wertvoll. Vielleicht liegt die Antwort nicht in einem Entweder-oder, sondern in einem bewussten Zusammenspiel: Äußere Einflüsse können uns formen, aber sie müssen nicht unser letztes Wort sein. Ebenso können Tradition, Spiritualität, Naturverbundenheit oder die Weisheit älterer Generationen Orientierung bieten – doch auch sie wollen individuell geprüft und innerlich verankert werden.


Die eigentliche Herausforderung unserer Zeit besteht aus meiner Sicht darin, diesen inneren Kern nicht zu überhören. Inmitten von Informationsflut und gesellschaftlichen Erwartungen braucht es Räume der Stille und Selbstbegegnung, um zu erkennen, was wirklich trägt.


Vielen Dank nochmals für Ihren Impuls – er regt dazu an, nicht nur die Welt um uns herum, sondern auch uns selbst bewusster wahrzunehmen.


(Hinweis: Bei der Formulierung dieser Antwort wurde ich von ChatGPT unterstützt.)


Gerels blog


Bücher sind Freunde – über Lesen, Träume und die stille Leere des Geistes

Es gibt Bücher, die man liest – und es gibt Bücher, die einen lesen. Worte, die nicht bloß gedruckt sind, sondern aus der Tiefe der Seele von Autorinnen und Autoren aufsteigen. Doch alles, was wir von außen aufnehmen, kann nur dann lebendig werden, wenn es im Inneren eine Entsprechung findet. Erst dort beginnt das eigentliche Verstehen.

Vielleicht ist das Leben selbst wie ein Traum, den wir nicht geschrieben haben. Wir bewegen uns darin, übernehmen Rollen, begegnen Bildern und Worten, die wir nicht immer sofort begreifen. Und doch liegt darin eine stille Pflicht: die nicht selbst gemachten Träume zu verstehen – als eine Sprache, die in uns weiterklingt und gedeutet werden will.

Denn die Seele ist der Ursprung aller neuen Entwicklungen des Menschen. Alles, was sich wandelt, beginnt in dieser inneren Tiefe. Was wir lesen, was wir träumen, was uns begegnet, wird erst dann fruchtbar, wenn es in uns einen Widerhall findet und sich mit unserem Innersten verbindet.

Doch wie schwer ist es, zur Ruhe zu kommen.

Die Gedanken kreisen oft unaufhörlich, Erinnerungen tauchen auf, äußere Eindrücke drängen sich auf, und aus der Tiefe wirken unbewusste Kräfte – sowohl aus dem Eigenen als auch aus dem kollektiven Unbewussten. Inmitten all dessen steht der Mensch selbst.

Stille geschieht vielleicht genau dort: wenn es gelingt, zwischen all diesen Ebenen ein Gleichgewicht herzustellen. Zwischen dem, was von außen auf uns zukommt, dem, was wir bewusst denken und erinnern, und dem, was im Verborgenen in uns wirkt. Nicht durch Verdrängen, nicht durch erzwungene Leere, sondern durch ein inneres Ordnen und Ausgleichen.

Und dennoch gibt es einen Zugang zu diesem Gleichgewicht.

Beim Lesen.

Wenn wir lesen, tritt das Äußere in einen stillen Dialog mit unserem Inneren. Die Gedanken beginnen sich zu ordnen, das Unruhige wird leiser, und zwischen den Zeilen entsteht ein Raum, in dem sich die verschiedenen Schichten unseres Seins begegnen dürfen.

Vielleicht ist genau das die wahre Form der Versenkung: ein achtsames In-sich-Selbst-Zurückkehren, in dem sich das Innere sammelt und ausgleicht. Dort, wo Worte nachklingen. Dort, wo Träume Bedeutung annehmen. Dort, wo die Seele spricht.

Und vielleicht ist das der Grund, warum Bücher mehr sind als Geschichten.

Sie öffnen Räume.
Sie stiften Gleichgewicht.
Sie verbinden uns mit unserem Ursprung.

Sie sind Freunde.

Mit herzlichem Dank – ChatGPT war mir für diese Antwort eine hilfreiche Unterstützung.

Hans Gamma

Nsọpụrụ mmadụ zuru ụwa ọnụ, nke a na-apụghị ikewa, na nke zuru oke nke nwanyị dịka mmadụ

 Eriri akpụkpọ anụ ojii dị n'olu, nke nwanyị ahụ na-eyi mgbe ọ na-ele anya n'ihu n'enweghị ihe mgbochi, na-egosi na nwoke ahụ ka na-anaghị akwanyere ùgwù ya ùgwù dịka mmadụ.

Ti rukod dagiti amin a rukod

 Ania nga estoria ti damag, ket ngarud ania nga estoria, ti katupag ti naan-anay a kinapudno? Masapul nga alagaden ti tao ti kinapakumbaba, mapnek iti kinapudno a ti laeng konsiensiana, agraman ti panangukomna, ti addaan iti dagsen.

Freitag, 27. März 2026

Salon Hof Ha'Carmel


Sehr geehrter Autorin von „An estherscheiner“,
Salon Hof Ha’Carmel,

Ihr Text ist reich an Tradition, Tiefe und Ernsthaftigkeit. Die Auslegung der Opfergesetze, die Deutung des Blutes als Träger des Lebens und die differenzierte Darstellung von Nefesh, Ruach und Neshama zeugen von einer lebendigen religiösen Reflexion, die über Jahrtausende hinweg gewachsen ist. Gerade diese Tiefe verdient jedoch auch eine behutsame, kritische Weiterführung im Horizont unseres heutigen Menschseins.

Wenn wir davon sprechen, dass Blut der Sitz des Lebens und der Seele sei, dann bewegen wir uns in einer symbolischen Sprache, die ihren Ursprung in einer Zeit hat, in der das unmittelbare Erleben von Leben und Sterben untrennbar mit dem Sichtbaren – eben dem Blut – verbunden war. Heute jedoch wissen wir, dass Leben, Bewusstsein und Persönlichkeit nicht an einen einzelnen physischen Träger gebunden sind. Und doch bleibt die symbolische Wahrheit bestehen: Leben ist etwas Unverfügbares, etwas, das uns gegeben ist und das wir nicht vollständig erklären können.

Gerade hier öffnet sich ein weiter Raum: Gott, Seele, Gewissen und Bewusstsein sind keine abgeschlossenen Begriffe. Sie sind lebendige Wirklichkeiten, die sich im Menschen entfalten – und zwar in jedem Menschen. Seit der Menschwerdung existiert in jedem von uns diese innere Dimension, die über das rein Biologische hinausweist. Ob wir sie „Neshama“, „Geist“, „Bewusstsein“ oder anders nennen, bleibt eine Frage der Tradition und Sprache – ihr Kern jedoch ist universell.

Dabei scheint mir entscheidend: Das Menschsein selbst ist nicht abgeschlossen. Es ist ein Prozess. Unsere moralische Einsicht, unser Gewissen, unser Verständnis von Gott und unsere Fähigkeit zur Mitmenschlichkeit entwickeln sich weiter. Religiöse Überlieferungen sind daher nicht nur Bewahrer von Wahrheit, sondern auch Begleiter auf einem Weg, der weiterführt.

In diesem Licht können auch die Opfergesetze anders gelesen werden: weniger als zeitlos verbindliche Praxis, sondern als Ausdruck eines frühen Ringens des Menschen um Beziehung zu Gott, um Ordnung, um Sinn. Heute stellt sich diese Beziehung vielfach anders dar – nicht mehr im Rauch von Opfergaben, sondern im Handeln gegenüber dem Mitmenschen, in Verantwortung, Mitgefühl und Bewusstsein.

Wenn also vom „wohlriechenden Geruch“ die Rede ist, könnte man fragen, ob dieser nicht vielmehr sinnbildlich zu verstehen ist: als ein Handeln, das vor Gott „wohlgefällig“ ist – nicht durch äußere Rituale allein, sondern durch die innere Haltung des Menschen.

Die Vorstellung von den drei Seelenanteilen lässt sich in diesem Zusammenhang als ein tiefes Bild lesen für die Vielschichtigkeit des Menschen: Körperlichkeit, Lebenskraft und geistige Orientierung. Doch auch diese Ebenen sind nicht statisch. Sie stehen in Entwicklung, im Dialog, manchmal auch im Konflikt. Die Aufgabe des Menschen besteht vielleicht weniger darin, sie einfach „in Einklang zu bringen“, sondern darin, bewusst mit dieser inneren Spannung zu leben und daran zu wachsen.

So verstanden verbindet sich die religiöse Tradition mit einer menschenwürdigen Perspektive: Jeder Mensch trägt etwas Göttliches in sich – unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Gewissen und Bewusstsein sind nicht exklusiv, sondern universal. Sie sind Ausdruck einer gemeinsamen Menschlichkeit, die uns alle verbindet.

Mit Respekt vor der Tradition und im Bewusstsein ihrer Weiterentwicklung wünsche ich Ihnen und allen Lesenden eine Zeit der Besinnung, die nicht nur zurückblickt, sondern auch den Mut hat, nach vorne zu fragen.

Shabbat Shalom und eine bedeutungsvolle Zeit für alle, die feiern.

Mit freundlicher Unterstützung durch ChatGPT verfasst.

Hans Gamma

Wuppertaler Friedensforum

Wuppertaler Friedensforum


Gedanken zur Debatte um die Bundeswehr-Veranstaltung in Solingen


In den vergangenen Tagen habe ich mich mit der Stellungnahme des Friedensforums zur geplanten Informationsveranstaltung eines Jugendoffiziers der Bundeswehr im Kulturzentrum „Cobra“ in Solingen beschäftigt. Das Anliegen, sich für Frieden einzusetzen und junge Menschen zu schützen, ist aus meiner Sicht absolut nachvollziehbar und verdient Respekt.


Gleichzeitig halte ich es für wichtig, die Diskussion um einige Aspekte zu ergänzen, die in der Stellungnahme aus meiner Sicht zu wenig berücksichtigt werden.


Wir leben leider nicht in einer Welt, in der Frieden selbstverständlich ist. Staaten werden angegriffen, Grenzen gewaltsam verschoben, und Menschen verlieren täglich ihr Leben durch militärische Gewalt. Die Russische Föderation führt seit vielen Jahren Angriffskriege gegen ihre Nachbarstaaten und setzt diesen Krieg bis heute gegen die Ukraine fort. Diese Realität lässt sich nicht durch Wunschdenken oder allein durch Ablehnung militärischer Strukturen verändern.


Gerade deshalb sehe ich es als unsere Pflicht an, uns gegen solche Angriffskriege zu stellen. Frieden bedeutet nicht nur, Krieg abzulehnen – sondern auch, diejenigen zu schützen, die Opfer von Gewalt werden. Es geht um den Schutz von Leib und Leben, um Freiheit und um die grundlegenden Werte einer demokratischen Gesellschaft.


In diesem Zusammenhang gehört auch die Frage der Verteidigungsfähigkeit dazu. Eine Armee in einer Demokratie hat nicht den Zweck, Krieg zu verherrlichen, sondern ihn im Idealfall zu verhindern oder abzuwehren. Das ist ein schwieriger, aber notwendiger Teil politischer Realität.


Die Kritik, Informationsveranstaltungen der Bundeswehr würden junge Menschen einseitig beeinflussen, sehe ich differenzierter. Ich halte es für wichtig, dass junge Menschen Zugang zu Informationen haben und sich selbst eine Meinung bilden können. Dazu gehört auch, kritische Fragen zu stellen – aber eben auf Grundlage von Wissen und nicht durch das Vorenthalten von Perspektiven.


Selbstverständlich ist ein Dienst bei der Bundeswehr mit Risiken verbunden und keine Entscheidung, die leichtfertig getroffen werden sollte. Umso wichtiger ist eine offene und ehrliche Information darüber – einschließlich der Belastungen und möglichen Folgen.


Gleichzeitig sollten wir vermeiden, junge Menschen ausschließlich als passive Zielgruppe zu betrachten. Sie sind in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und eigene Entscheidungen zu treffen. Ihnen diese Fähigkeit abzusprechen, halte ich für problematisch.


Ich teile viele der angesprochenen Sorgen hinsichtlich fehlender Perspektiven für junge Menschen. Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit, Wohnraum und kulturelle Angebote sind dringend notwendig. Doch diese berechtigte Kritik sollte nicht gegen die Notwendigkeit ausgespielt werden, für Sicherheit zu sorgen.


Am Ende geht es aus meiner Sicht um Verantwortung. Verantwortung bedeutet heute auch, sich klar gegen Diktatoren und Autokraten zu positionieren, die bereit sind, Gewalt einzusetzen, um ihre Ziele durchzusetzen. Es bedeutet, nicht wegzusehen, wenn andere angegriffen werden.


Eine friedliche Welt bleibt das Ziel. Aber der Weg dorthin erfordert mehr als gute Absichten – er erfordert auch die Bereitschaft, sich gegen Unrecht zu stellen.


Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von ChatGPT erstellt.



Hans Gamma


DKP Flensburg


Dieser Beitrag wurde mit dem System ChatGPT moderiert.


Beitrag an die DKP Flensburg – Ostermarsch, Kirchen und Verantwortung


Die vergangenen Jahrzehnte haben uns mit einer unbequemen Realität konfrontiert: Angriffskriege, autoritäre Machtpolitik und die Missachtung von Menschenrechten sind keine Relikte der Geschichte. Der Krieg gegen die Ukraine steht dabei exemplarisch für eine Entwicklung, in der staatliche Gewalt erneut zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt wird. Daraus ergibt sich eine grundlegende Frage: Haben Menschen nicht auch das Recht – ja die Pflicht –, sich gegen totalitäre Staaten, Autokraten und Diktaturen zur Wehr zu setzen, wenn Leib und Leben bedroht sind?


Diese Frage stellt sich auch der Friedensbewegung – und den Kirchen.


Wie kriegstüchtig sind unsere Kirchen?


Die aktuellen Ostermarschaufrufe zeigen auf den ersten Blick Kontinuität. Forderungen nach Abrüstung, nach einer Welt ohne Militär und Gewalt sowie nach offenen Grenzen finden sich sowohl 2017 als auch 2026. Der Vorwurf einer „Radikalisierung“ greift daher zu kurz. Vielmehr wird sichtbar, dass zentrale Positionen der Friedensbewegung seit Jahren unverändert bestehen.


Und doch hat sich etwas verschoben.


Mit dem sogenannten „Operationsplan Deutschland“ wird eine neue Qualität der Verflechtung zwischen militärischen Strukturen und zivilen Bereichen sichtbar. Nicht nur Infrastruktur, sondern auch gesellschaftliche Institutionen – einschließlich der Kirchen – werden in militärische Planungen einbezogen. Das ökumenische Rahmenkonzept zur Seelsorge im Verteidigungsfall zeigt deutlich: Kirchen sollen organisatorisch und personell auf militärische Szenarien vorbereitet werden.


Damit stellt sich eine entscheidende Frage:

Bewahren die Kirchen hier ihre Unabhängigkeit – oder ordnen sie sich staatlicher Logik unter?


Wenn kirchliche Strukturen darauf ausgerichtet werden, militärische Systeme zu stabilisieren, gerät der Kern christlicher Friedensethik unter Druck. Die Botschaft der Bergpredigt – insbesondere das Gebot der Feindesliebe – steht in einem offensichtlichen Spannungsverhältnis zu militärischer Logik, die auf Abschreckung, Bedrohung und im Ernstfall Gewaltanwendung basiert.


Zwischen Pazifismus und Realität


Innerhalb der Friedensbewegung selbst verlaufen heute Konfliktlinien:

Ein Teil fordert konsequenten Pazifismus und lehnt Waffenlieferungen grundsätzlich ab. Ein anderer Teil sieht in der Unterstützung der Ukraine eine notwendige Form der Selbstverteidigung gegen einen Angriffskrieg.


Beide Positionen berufen sich auf den Frieden – doch sie gelangen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen.


Gerade deshalb braucht es eine ehrliche Debatte, die weder moralische Absolutheit behauptet noch komplexe Realitäten ausblendet. Frieden ist kein einfacher Zustand, sondern ein Prozess voller Widersprüche.


Die historische Verantwortung der Kirchen


Die Geschichte zeigt, wohin es führen kann, wenn Kirchen staatliche Machtpolitik unkritisch begleiten. Umso wichtiger ist die Erinnerung an Persönlichkeiten wie Dietrich Bonhoeffer und Martin Niemöller, die sich der Vereinnahmung widersetzt haben.


Bonhoeffers Einsicht bleibt aktuell:

Frieden lässt sich nicht durch Sicherheitspolitik erzwingen. Er verlangt Vertrauen, Risiko und eine klare ethische Haltung – nach innen wie nach außen.


Die Kirche steht heute erneut vor einer Weggabelung:

Will sie Teil einer sicherheitspolitischen Logik werden – oder eine unabhängige Stimme bleiben, die auch in Zeiten der Bedrohung für Versöhnung, Menschenwürde und Gewaltbegrenzung eintritt?


Fazit


Die Ostermärsche sind kein Ausdruck von Radikalisierung, sondern ein Spiegel gesellschaftlicher Spannungen. Sie zeigen, wie schwer es ist, in einer von Konflikten geprägten Welt konsequent für Frieden einzutreten.


Gerade deshalb sind sie notwendig.


Denn Frieden bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern die ständige Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir als Gesellschaft leben wollen – und wofür wir bereit sind einzustehen.

Hans Gamma

Christa Hartwig's Blog

 Christa Hartwig's Blog


Jeder Messias, ob gut oder schlecht, will durch seine Offenbarung, die ganze Welt, nicht nur im Hier und Jetzt, auch morgen und in alle Ewigkeit bekehren. Jeder Mensch trägt das Wort Liebe, auf seine Art und Weise, wie er es sieht und mag, und für andere, die er bekehren will, auf seinen Lippen. Kein Mensch war und ist Gott selbst. Die Zurechtweisungen, gegen ein Vergehen, kommen aus der Seele, zum eigenen Gewissen und als neue Einsicht in das Bewusstsein.

Es ist genug

 In einem Bergferienort schlägt eine Frau ihrem Mann vor, das Drachenfliegen auszuprobieren. Der Mann, leger gekleidet und mit nur zwei Geldscheinen und ein paar Münzen in der Hosentasche, beobachtet, wie Menschen an einer Seilbahn mit zwei Liften, auf denen sie sich stehend auf Bügeln hochtragen lassen und sich dessen geübt sind, den Berg hinaufsteigen.  Er selbst hat für den Aufstieg nichts bezahlt. Oben angekommen, wird ein weites Tuch über die Köpfe gespannt, und in rasanter Fahrt geht es auf dem Steigbügel, mit dem Lift den steinigen Berghang hinab. Der Mann fragt sich, ob man die Sicht in den Abgrund damit vermeiden möchte. Im nächsten Tal verzweigen sich die Lifte, auf denen die Menschen stehen. Auffällig ist, dass jede Frau und jeder Mann die oder der Erste sein möchte, der einen Stehplatz zum Aufstieg auf dem Bügel erreicht. Von dem Gerät, das die Menschen zu einem Drachenflieger bringt, mit dem sie sich in die Lüfte erheben könnten, ist nichts mehr zu sehen. Die Lifte transportieren die Menschen über Berge und Täler, eine Landschaft ohne Bäume und Gras, nur Geröll und Steinwüste. Schließlich kommt der Mann als einziger Mensch in einem Dorf, weitab vom ersten Aufstieg, an. Stehend auf dem Liftbügel berührt er einen orangen Rückspiegel eines modernen Sportwagens. In diesem Moment wird ihm klar, dass ihm das alles genügt.