mit hellblauen Anzug
der die Schultern
und die Arme freilässt
stellt sich im Sonnenlicht
mit ihrer blonden Haarpracht
hin vor einen Mann
meine Texte hansgamma.blogspot.com
mit hellblauen Anzug
der die Schultern
und die Arme freilässt
stellt sich im Sonnenlicht
mit ihrer blonden Haarpracht
hin vor einen Mann
wird er in einem selbst gebauten großen Haus
von der noch jungen Mutter
mit zwei Kindern
willkommen geheißen.
Der kranke Vater mit kurzen schwarzen Barthaaren und schmalen Gesicht sitzt
auf dem Schoß der Frau
was an die Pieta erinnert.
Der Mann ist dermassen von Kräften
dass er mit seiner Arbeitskraft
die Familie nicht mehr ernähren kann.
Die Räume sind verwahrlost
und heruntergekommen.
Die Kinder rufen den Gast
zum Bildermalen in das Kellergeschoss herbei.
Auf der Veranda gleicht die Landschaft
einer versandeten Wüste.
Eine Frau hat auf einem Holztisch
eine übergroße Kalbsleber ausgelegt.
Anstatt dieses Fleisch zu verarbeiten,
nimmt sie das Nierstück zur Hand.
Sie schneidet es in mundgerechte Stücke.
In einer großen metallenen Bratpfanne
legt sie gehackte Zwiebel und das Fleisch
ohne Fett brät sie das Ganze vor den Augen
der zwei Kinder.
Dann wendet sich gleich das ganze Geschehen
am Besucher vorbei.
Worte aus Büchern,
Liebesbriefen und alten Schriften
werden in einem Drahtgitter
im Garten gesammelt und kompostiert
ein Janusgesicht schwebt darüber
und wartet eine günstige Zeit ab,
das fermentierte Gewebe
an den öffentlichen Markt zu verkaufen.
Die aggressiven gesprayten Zeichen an der Hauswand schüren nur Hass gegen andere.
In einer großräumigen, fremden beleuchteten Wohnung
kommt eine Gesangsgruppe auf Besuch
der Mieter heißt sie willkommen
für die Gesangprobe scheint der Raum zu klein
sie soll nebenan in einen größeren Raum stattfinden
ein Mann, den der Mieter nicht kennt,
kommt auf ihn zu
er meint, er habe ein freundlichere Gesicht als früher
der Mieter sei später eingeladen
an der Gesangprobe
und später an der Aufführung teil zu nehmen
währenddessen putzt der Mieter
die Aluminiumkanten rund um die Mietwohnung
nach einer Weile kommt ein Mitglied des Gesangsvereins auf den Mieter zu
er macht ihn darauf aufmerksam,
dass er lange Hosen überziehen soll,
es sei soweit,
dass die Gesangprobe stattfinde
stattdessen füllt sich der Raum
mit nahen Verwandten
seine Tochter habe gerade unerwartet
ein Kind zur Welt gebracht
der Vater möchte gerne das Kind sehen,
aber es sind noch mehrere Neugeborene,
das es ihm schwer macht,
den Enkel in den Händen
der Frauen auszumachen.
der jenseitigen Welt,
wird ein ausländischer Koch
von seinem Chef gerügt
trotz aller Bekenntnisse
und dem Koch
bleibt es unbewusst,
was er falsch gemacht hat. Es
ist nichts wieder gut zu machen
draussen vor dem Hotel
nimmt er sein Fahrrad in die Hand,
mitsamt einem Kübel,
gefüllt mit kleinen Abfällen
wie er um die Ecke biegt,
merkt er,
dass er das falsche Velo
zu sich genommen hat
er stellt beides
wieder an seinen Ort zurück
er will nicht aufgeben
geht an die Rückseite des Hotels
im Restaurant bestellt er
eine Portion Escargot
er versucht beim Patron,
eine Arbeitsbescheinigung zu bekommen.
Kollegen aus seinem Heimatland,
die am selben Tisch sitzen,
unterstützen ihn,
aber es hilft nichts.
wo eine Brücke
über den Fluss
im Bergtal führt,
hat sich ein Nachfahre
bis spät nachmittags verschlafen
seine Schwester
möchte ins Unterland zurück
sie kommt aus einer Kammer
auf die Frage,
wo die anderen sind,
sagt sie,
dass sie längst
beim Ahn
in seinem Hause
zu Besuch sind
sie hat die Aufgabe,
die Führung von
fünfundzwanzig Mitarbeitern
einzuteilen
be denen sie
bei jedem Einzelnen weiß,
wann er zur Verfügung steht
was die Zusammenarbeit
bewirken soll,
ist nicht ganz erklärbar.
lässt das nötige Tun
zur richtigen Zeit
nicht zu
sie weitet sich aus.
Drangsal
ausgestossen
bleibt der mühsame Weg
zur eigenen Bewältigung.
Zeit verbringt ihr Gesicht
im Dunkel der Nacht
den Sehnsüchtigen
bleiben die Wege
zur Frieden und Eintracht verschlossen
mit jugendlichem Eifer
versucht
ein Mann,
mit freundlichem Gesicht
in Erscheinung zu treten.
ist eingetroffen,
was das zu bedeuten hat,
bleibt offen.
Ein greiser alter Mann
mit schütterem weißem Haar
geht auf den letzten Abgrund zu,
ohne zurückzublicken.
der nicht zu durchbrechen,
nicht zu überwinden ist,
zeigt sich unsichtbar
dem Gesicht.
mit Karotten und Lauch,
Knoblauch, Gewürzen und Zwiebeln,
daraus sollen
runde Fleischknödel
gedämpft im Siedewasser entstehen
das ganze löst sich auf
zur Fleischbrühe.
tropft unaufhörlich
vom linken Zeigefinger
in das darunter liegende
runde Klärbecken.
wohnt ein Mann
in einer anderen Stadt
er trifft auf eine Frau
die er von früher kannte
er möchte wissen, wo sie wohnt
sie ist nicht abweisend
gibt aber keine Antwort
sie entfernt sich
ihr Mann ist eifersüchtig
er bleibt im Hintergrund
in Beobachtung stehen
mit der Vorfreude auf einen ankommenden Krieg,
den sie der Ahnung nach vermuten,
mit Schusswaffen und schwerem Gerät,
als Milizen ohne Auftrag vom Staat
ein Mann nimmt zwei Sturmgewehre
als Schauobjekte in seine Hand,
er schraubt die Laufrohre weg
wie er sie zusammensetzt
weiss er nicht, welches zu welchem gehört
es sind im Abenddunkel keine Frauen zu sehen
in einer herabgekommenen Scheune
findet sich ein Teil der Meute zusammen
ein unbedeutender Anführer
sitzt auf altem Heu im Schober
er spricht von oben herab
zu Einzelnen ohne Kommando und Inhalt
behelfsmässige elektrische Einrichtungen
sind unter dem Dach zu sehen.