auch wenn du nicht da bist
so, jedes Wort,
wenn es gesprochen wird,
verliert sich
in sich selbst
wenn ich mich umdrehe,
dann erhellt das Wort
sich in deinem Gesicht.
meine Texte hansgamma.blogspot.com
auch wenn du nicht da bist
so, jedes Wort,
wenn es gesprochen wird,
verliert sich
in sich selbst
wenn ich mich umdrehe,
dann erhellt das Wort
sich in deinem Gesicht.
auch wenn sich darin die eigene Seele spiegelt,
wird die Verzückung des Verehrers abgewehrt,
damit aus den Fängen befreit
zum Spott der anderen
rafft alles auf zur Reise,
mit Dingen, die man nicht mehr braucht,
in Bildern, die Erinnerung gewachsen,
heiliges Öl ausgeschüttet für nichts,
nicht ohne eigene Schuld
dem Begehren zum Besitz
gibt es keine Wiederkehr.
Wie er das Krankenzimmer verlässt,
zeigt er seinem Kumpan
dass er einen vereiterten Zeigefinger hat.
Obwohl der Arzt Feierabend hat,
nimmt er sich der Wunde des Betreuers an.
Der Kumpan wartet eine längere Zeit,
er hofft, dass alles zum Besten erledigt wird.
Es ist unmöglich, die endgültige Wahrheit in Tat, Wort und Schrift vollständig zu erfassen.
Träume sind Naturphänomene, bei denen das Bewusstsein auf dem Meer des kollektiven Unbewussten schwimmt und das Vergessene über Generationen hinweg aus dem Kern der Seele wieder auftaucht.
in einer langjährigen Beziehung
streckt die Frau
dem Mann
aus ihrer Seele
die Hand entgegen und
berührt sachte seinen linken Arm.
hat sich mit Kunst und Literatur umgeben.
Selbst Hunde und Hühner
fühlen sich bei ihr geborgen und zuhause.
Im See
er ist es noch bitter kalt.
Am Ufer zieht sie ihre grüne Jacke aus
mitsamt ihren Kleidern.
Geht sie dem Welpen nach,
der sich ins Wasser gewagt hat.
von innen
hält den Geplagten
den Verzweifelten fest.
posiert seinen muskulösen Rücken
mit Meditation und als Schriftgelehrter
will er Frauen und Männer
von seiner inneren Strahlkraft überzeugen.
in der eigenen Wohnung
wird eine Überwachung
und notfalls mit
versteckten Waffen manipuliert.
an der Wand
durch einen Vorhang verdeckt
trifft die abgeschossene Kugel
auf den Rahmen von Metall
der Vorhang fällt
ein kleines Mädchen
wurde in die Stirn getroffen
sie weint
das Blut rinnt über ihr Gesicht
der Mann
eilt herzu
nimmt das Kind in seine Arme
ruft um schnelle Hilfe
draußen vor der Tür
machen sich unbekannte Bekannte
in schwarzen Kleidern
mit weißen Kragen
für die Sonntagsmesse bereit
will ein Alter
nachträglich wieder gut machen
auf der Suche
findet der Mann
in einer Pension eine Bleibe
gleich macht er sich
mit den Kindern
des Hauses bekannt
ein Ferienkind sagt ihm:
In einem fremden Ort
habe sein Vater ein noch grösseres Landgut
da seien in der Küche
willige Mitarbeiter willkommen
dieses Angebot
scheint dem Suchenden
zu weit weg
der Alleinkoch in der Pension
hat zum Mittagessen
wenige Gäste zu erwarten
der Besucher fragt ihn,
ob er das eigene Verdorbene
in der Küche abarbeiten kann
der Koch ist nicht abgeneigt
er könne vor allem
sich um den Welpen kümmern,
der in einer Decke gehüllt
am Boden neben dem Herd steht.
versuchen in Wort und Tat
die Rivalen aus dem Weg zu räumen.
Wer unbewaffnet ist,
muss sich schutzlos
durch die Menge
von Mördern und Schlächtern
hindurch sich seiner Haut retten.
die Schale der Zwiebeln zu schälen,
bevor er sie für die Sauce verwendet.
Was ohne Geschlecht,
beides im Leib vereint,
wechselt von Hingabe,
zeugt vor allem
diejenigen, die vom Himmel fallen,
am Fenster vorbei,
gerufen,
erweckt,
entschwunden.
Farbige Tupfen auf nasser Leinwand,
dahinter eine Reise
in ein fernes Land,
doch im Verborgenen
ein Vorhang,
der sich nicht lüftet.
Das Kleinkind verharrt lange Zeit regungslos.
Das veränderte, fremdartige Handtelefon, eingehüllt in ein schwarzes Lederetui mit der eingravierten Schrift der Ehefrau, ruht auf dem schwarz gesprenkelten Marmor-Anrichtetisch in der Küche.
Ein Leinentuch mit einer fremdartigen, rot gestrickten Inschrift, die sich der Entzifferung widersetzt, hängt vor dem eigenen Gesicht.
ລົດຄັນໜຶ່ງຂັບອອກຈາກຖະໜົນລົງມາທາງຍ່າງ ແລະ ເຂົ້າມາໃກ້ຊາຍຄົນໜຶ່ງ.
Ein Auto fährt von der Straße auf den Gehsteig und nähert sich einem Mann.
Der Ehemann macht sich daran, am Bildschirm die Nacktheit von Frauen zu genießen. Seine Frau kommt zur Tür herein, und sein schlechtes Gewissen, sein Tun vor ihr zu verbergen, hält ihn davon ab.
Die Klänge wechseln das Instrument. Der Takt zerbricht zum Scherbengericht. Gedachte Götter wachsen wie Pilze ungewollt in ihrer Vielgestalt dem anderen durch sein Gesicht. Die zitternde Hand in der Tasche festgebunden. Verzagt kein Wort gegen die Anmassung im Geldbeutel, ohne Gegenmacht gefunden.
am Morgen den Haferbrei zu kochen,
im Schrank in der Küche ganz oben
In einem Plastiksack,
fein gemahlenes Haferkorn,
in eine große Kippbratpfanne,
eine Handvoll genügt,
im kochenden Wasser,
der sich in der Pfanne verbreitet,
unter dem Deckel,
zum Überlaufen beginnt
geröstete Streifen von Zwiebeln
sollen den Brei schmackhaft machen
der Brei verändert seine Masse
für eine Portion,
zum Frühstück ist dem Zuviel.
eine Institution für schwer erziehbare Kinder zu besichtigen
seine Aufgabe ist, das Konzept und das Leitbild auszukundschaften
er findet es ungewohnt,
dass er in der Kelleretage
von einem Vertreter des Hauses empfangen wird
es gibt, sagt der Zuständige, keine gedruckten Unterlagen
auf einem Zettel schreibt er ein paar Stichworte,
wie pädagogische Aufgaben im Alltag gehandhabt werden
ein Handwerker mit demselben Namen wie der Besucher
der Besucher spricht ihn an
er hofft, dass er damit einen persönlichen Eindruck
über die seltsame Einrichtung gewinnen könnte
verschwindet im Kellerraum ohne den Besucher zu beachten.
vor der Haustür,
zum Einkauf,
wird ein Mann
zurückgehalten,
der sich gewohnt ist,
sich frei zu bewegen.