Ein greiser alter Mann
mit schütterem weißem Haar
geht auf den letzten Abgrund zu,
ohne zurückzublicken.
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Ein greiser alter Mann
mit schütterem weißem Haar
geht auf den letzten Abgrund zu,
ohne zurückzublicken.
der nicht zu durchbrechen,
nicht zu überwinden ist,
zeigt sich unsichtbar
dem Gesicht.
mit Karotten und Lauch,
Knoblauch, Gewürzen und Zwiebeln,
daraus sollen
runde Fleischknödel
gedämpft im Siedewasser entstehen
das ganze löst sich auf
zur Fleischbrühe.
tropft unaufhörlich
vom linken Zeigefinger
in das darunter liegende
runde Klärbecken.
wohnt ein Mann
in einer anderen Stadt
er trifft auf eine Frau
die er von früher kannte
er möchte wissen, wo sie wohnt
sie ist nicht abweisend
gibt aber keine Antwort
sie entfernt sich
ihr Mann ist eifersüchtig
er bleibt im Hintergrund
in Beobachtung stehen
mit der Vorfreude auf einen ankommenden Krieg,
den sie der Ahnung nach vermuten,
mit Schusswaffen und schwerem Gerät,
als Milizen ohne Auftrag vom Staat
ein Mann nimmt zwei Sturmgewehre
als Schauobjekte in seine Hand,
er schraubt die Laufrohre weg
wie er sie zusammensetzt
weiss er nicht, welches zu welchem gehört
es sind im Abenddunkel keine Frauen zu sehen
in einer herabgekommenen Scheune
findet sich ein Teil der Meute zusammen
ein unbedeutender Anführer
sitzt auf altem Heu im Schober
er spricht von oben herab
zu Einzelnen ohne Kommando und Inhalt
behelfsmässige elektrische Einrichtungen
sind unter dem Dach zu sehen.
sinniert ein Mann,
warum er zu einem wichtigen Klassentreffen
nicht eingeladen wurde
eine Frau kommt auf ihn zu,
sie erkennt ihn
und erwähnt,
dass gerade alle Schüler
von damals
auf dem Berg
angekommen sind.
mit seinen Unteralgen
sich bei der Alma Mater
für ein Studium zu bewerben,
er weiß noch nicht für was
am frühen Morgen
will er sich einschreiben lassen,
am Förderband
zur Zulassung stehen zwei Männer,
die gerade die Papiere
eines Prüflings wegen der Farbflächen
auf seinen Papieren kritisieren
seine Papiere müssten in Farbe
und mit einem quadratförmigen Format
eingereicht werden
dazu müsse er zurück
auf die zweispurige Stadtautobahn
in ein Kopierladen, deswegen bemühen,
da er kein Auto hat
denkt er sich,
dass er das Geschäft
zu Fuß nicht erreichen kann
beide Männer laufen vom Förderband weg.
der jenseitigen Welt
sind die Wohnhäuser
in den oberen Etagen
großräumig neu und offen gestaltet
anfänglich bei der Begehung
denkt sich der Besucher,
dass die Räume noch unbewohnt sind
junge Menschen tauchen auf
es gibt keine Türen
die Mieten sind niedrig.
Liegebetten stehen in Reih und Glied
ein Mann steht und arbeitet
in einer großen, hellen Küche
ein geschäftiges Treiben beginnt.
kommt ein Mann
in die Vergangenheit
vor eine Wohnung
im Erdgeschoss
die ihm zugewiesen wurde
und die er nicht mag zurück
im Vorgarten
übt ein unbekannter Nachbar
in einem Gartenbeet
Mathematik
von Zahlen und Zeichen gehäuft
auf einem Blatt Papier
daneben geht ein anderer
durch den Blumengarten
indem die Sonnenblumen
halbhoch stehen
der Mann aus der Oberwelt
sucht die Eingangspforte
aus rotfarbigem Holz
sie liegt unter dem Vorgarten
von Büschen bewachsen versteckt
die Tür ist nicht abgeschlossen
nur mit einem Riegel bestückt
im Wohnraum steht alles
drunter und drüber
nur ein Breitleinwand-Fernseher
steht mitten in der Wohnung
auf dem Boden
niemand bewegt sich im Raum
der graue Boden ist nicht aufgewischt
er öffnet die Tür
er sucht im langen Flur davor
nach einem Besen
er ist es gewohnt,
die eigenen Räume sauber zu halten.
hinten sitzt seine Frau
in die Europäische Union
die Sicht auf den Straßen ist schlecht
der Mann wird von der Polizei angehalten
er wird aufgefordert, sechzig Euro Strafgeld zu bezahlen,
da in fremder Währung bezahlt werden soll
zudem findet er die Busse zu hoch.
Er fragt, wie er sie in seiner Währung begleichen soll
der Polizist wird unverschämt
er erwartet in der Fremdwährung fast den doppelten Betrag
das lässt sich der Lenker nicht gefallen
er gibt ihm die sechzig Banknoten in seiner Währung
der Fremde setzt sich wieder auf seinen Roller
später auf einer Kreuzung nach links,
wird er beinahe von einem roten Personenwagen
zur Weiterfahrt behindert.
wird ein Mann aufgefordert,
die brennende Kohle
in einer riesigen eisernen Pfanne
das Feuer aufrecht zu halten
die Glut ist durch das einfallende Wasser
bereits eingedämmt und
mit eigner Kraft kaum aufrecht zu erhalten.
darin die flüssige Butter für ein Zopfbrot
aus dem Mehl erhebt sich ein großer, schöner Falter.
was sie eigentlich vermitteln sollten,
kann nicht gelesen werden.
Es werden viele Mitglieder zu einem gemeinsamen Essen erwartet.
Es ist kein besonderer Tag.
Zumal die alten Leute nur für sich im Alltag sorgen müssen.
Die Zubereitung des Essens ist jeweils für sie selbst gedacht.
Im Vorrat ist für alle genug da.
Im vorbereiteten Essen tummeln sich Insekten.
Man kann ihnen nicht Herr werden.
Sogar, wenn der Speisereis gewärmt wird,
ziehen sich die Insekten in das Risotto zurück.
den Auftrag bekommen,
in die Gegend seiner Vorfahren
um dort an einem Gesangsvortrag teilzunehmen.
Er fühlt sich verpflichtet,
seine Verwandten zu besuchen,
was er auch tut.
In der Begegnung mit ihnen
kann er niemand
an ihrem Gesicht erkennen.
schaut eine Frau zurück,
sie winkt einem Mann zu,
der von allem Abschied genommen hat.
will mit einem Mann alleine sein
sie führt in eine Ecke eines Vorraums
sie möchte sich ausziehen
der Mann möchte
nicht vor anderen
mit ihr beobachtet werden
hinter einer verschlossenen Tür,
zusammen mit der Frau,
löst sie sich in einen Schattenstreifen auf.