Samstag, 18. Oktober 2025

Unfassbare Zeiten

 Niemand kann Zeit fassbar machen. Millionen von Menschen, vor allem Frauen und Kinder; mit der Hungersnot, bleibt vor dem Sterben, der letzte Atem stecken. Brot, Wasser und Nachbarschaft, werden durch Hass und Kriege unwiederbringlich. Der Takt, die Schritte des Todes, kommt Schritt für Schritt, auch auf Friedliebenden.

Das Erbgut

Das Erbgut von Mitochondrien kommt von der ersten Eva. Also von der Großen Mutter. Es ist nachweisbar bis heute, in jedem Menschen. Kein Mensch kann sich, bis zu ihrem Dasein zurückdenken. 

Das Kind ist mit der Struktur, von Einheit mit Seele und Körper, mit den Naturgesetzen, in allen Zellen ausgestattet. Das jemand, in das Kind, mit irgendwas hineinwirken will? Der Mensch soll das Kind beschützen, bewahren, umsorgen, bis es selbst über sein Leben die Verantwortung übernehmen will.

Würde

 Die Würde des Menschen spricht für sich selbst. Jeder Mensch muss versuchen, sich tagtäglich darin zu üben. 

Der Name

 Der Name bezieht sich auf ein Wesen selbst. Die Hände und Pfoten sind von daher unterscheidbar.

Wir

 Dem „Wir“ im Unbewussten soll sich der Mensch unterstellen. Das von der Masse geschrien, im Hintergrund von Überheblichem, verwerflicher Einbildung und dogmatischer Einflussnahme, davor soll sich der Mensch, in jederart in Acht nehmen.

Der Wartesaal

 Das Gesagte hat mit dem Ausatmen zu tun. Jeder Mensch soll prüfen, ob es in Wort und Schrift, irgendwelche Bedeutung hat. Das Fenster, der Tisch. das Licht können keine Gesten werfen. Da wo ein Werk  seinen Anfang nimmt, es kann am Amboss, am Stein, oder beim jäten im Garten beginnen. Jede Arbeit soll einem Zweck dienen. Der Wartesaal hilft, über sich selbst nachzudenken.

Das ja

 An einem Knotenpunkt 
am Bahnhof 
versucht ein Mann
den Regionalzug 
zu besteigen

sein Abonnement 
ist bereits abgelaufen
ein Schaffner rät ihm
in den Zug den er sucht
einzusteigen 
die Polizei werden dann
seine Daten aufnehmen 
daraufhin eine Fahrkarte ausreichen 

ein Zug kommt daher
als wäre er ein Linienbus 
um damit keine Beachtung 
auf das Fahrgeleise 
nehmen zu müssen

der Mann fragt ihn
ob er ihn an sein 
Reiseziel mitnehmen könne
der Fahrer erwidert 
er könne ihm nicht 
weiter helfen

der Mann will seinen Zielort 
nicht verpassen
er denkt sich 
dass er wenn er über 
Feld und Tal springt 
dass er zur Zeit ankommen wird

zwei junge Frauen
überholen ihn auf freiem Feld
hinter einer Insel von Häusern besetzt
werden sie 
von einem starken Flusslauf überrascht 
die Frauen versinken bis zur Brust
in den Fluten
der Mann findet einen trocken Weg
den er überwinden kann

ihm kommen noch weitere Flüsse 
in die Quere
bis sich die Erdoberfläche dreht
der Weg geht über beide Seiten weiter

der Mann findet sich im Elterlichen Hause wieder 
er ist aus der Traumlandschaft erwacht 
der Mann fragt die verstorbene Mutter 
ob er ein Fahrzeug ausleihen darf
damit er nicht zu spät
an den Ort der Erwachsenenbildung eintrifft

die Mutter sieht von hinten
breit und massig in ihrem flatternden 
flauschig bestickten Morgenmantel aus

die Mutter rennt ohne ihn 
mit einem Blick zu beachten
von der Treppe im Estrich hinab

in die angrenzenden noch dunklen Räume 
unter ihren wilden Haaren
ganz in grau und weiss
hört er ein kaum vernehmbares ja

Der Antrag

 Ein Mann umarmt eine Frau 
mit vollem schwarzem Haar 
er fragt sie
ob sie seine Frau werden wolle 

der Mann nimmt wahr 
dass in der Frau 
ihr starke Gefühle 
bis unter das Haupthaar aufsteigen 

die Frau ist mit einem anderen verbunden 
später sieht er die Frau
in ihrem Garten
der zur Strasse abfällt
schwarze Rosen pflücken