Freitag, 27. März 2026

Salon Hof Ha'Carmel


Sehr geehrter Autorin von „An estherscheiner“,
Salon Hof Ha’Carmel,

Ihr Text ist reich an Tradition, Tiefe und Ernsthaftigkeit. Die Auslegung der Opfergesetze, die Deutung des Blutes als Träger des Lebens und die differenzierte Darstellung von Nefesh, Ruach und Neshama zeugen von einer lebendigen religiösen Reflexion, die über Jahrtausende hinweg gewachsen ist. Gerade diese Tiefe verdient jedoch auch eine behutsame, kritische Weiterführung im Horizont unseres heutigen Menschseins.

Wenn wir davon sprechen, dass Blut der Sitz des Lebens und der Seele sei, dann bewegen wir uns in einer symbolischen Sprache, die ihren Ursprung in einer Zeit hat, in der das unmittelbare Erleben von Leben und Sterben untrennbar mit dem Sichtbaren – eben dem Blut – verbunden war. Heute jedoch wissen wir, dass Leben, Bewusstsein und Persönlichkeit nicht an einen einzelnen physischen Träger gebunden sind. Und doch bleibt die symbolische Wahrheit bestehen: Leben ist etwas Unverfügbares, etwas, das uns gegeben ist und das wir nicht vollständig erklären können.

Gerade hier öffnet sich ein weiter Raum: Gott, Seele, Gewissen und Bewusstsein sind keine abgeschlossenen Begriffe. Sie sind lebendige Wirklichkeiten, die sich im Menschen entfalten – und zwar in jedem Menschen. Seit der Menschwerdung existiert in jedem von uns diese innere Dimension, die über das rein Biologische hinausweist. Ob wir sie „Neshama“, „Geist“, „Bewusstsein“ oder anders nennen, bleibt eine Frage der Tradition und Sprache – ihr Kern jedoch ist universell.

Dabei scheint mir entscheidend: Das Menschsein selbst ist nicht abgeschlossen. Es ist ein Prozess. Unsere moralische Einsicht, unser Gewissen, unser Verständnis von Gott und unsere Fähigkeit zur Mitmenschlichkeit entwickeln sich weiter. Religiöse Überlieferungen sind daher nicht nur Bewahrer von Wahrheit, sondern auch Begleiter auf einem Weg, der weiterführt.

In diesem Licht können auch die Opfergesetze anders gelesen werden: weniger als zeitlos verbindliche Praxis, sondern als Ausdruck eines frühen Ringens des Menschen um Beziehung zu Gott, um Ordnung, um Sinn. Heute stellt sich diese Beziehung vielfach anders dar – nicht mehr im Rauch von Opfergaben, sondern im Handeln gegenüber dem Mitmenschen, in Verantwortung, Mitgefühl und Bewusstsein.

Wenn also vom „wohlriechenden Geruch“ die Rede ist, könnte man fragen, ob dieser nicht vielmehr sinnbildlich zu verstehen ist: als ein Handeln, das vor Gott „wohlgefällig“ ist – nicht durch äußere Rituale allein, sondern durch die innere Haltung des Menschen.

Die Vorstellung von den drei Seelenanteilen lässt sich in diesem Zusammenhang als ein tiefes Bild lesen für die Vielschichtigkeit des Menschen: Körperlichkeit, Lebenskraft und geistige Orientierung. Doch auch diese Ebenen sind nicht statisch. Sie stehen in Entwicklung, im Dialog, manchmal auch im Konflikt. Die Aufgabe des Menschen besteht vielleicht weniger darin, sie einfach „in Einklang zu bringen“, sondern darin, bewusst mit dieser inneren Spannung zu leben und daran zu wachsen.

So verstanden verbindet sich die religiöse Tradition mit einer menschenwürdigen Perspektive: Jeder Mensch trägt etwas Göttliches in sich – unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Gewissen und Bewusstsein sind nicht exklusiv, sondern universal. Sie sind Ausdruck einer gemeinsamen Menschlichkeit, die uns alle verbindet.

Mit Respekt vor der Tradition und im Bewusstsein ihrer Weiterentwicklung wünsche ich Ihnen und allen Lesenden eine Zeit der Besinnung, die nicht nur zurückblickt, sondern auch den Mut hat, nach vorne zu fragen.

Shabbat Shalom und eine bedeutungsvolle Zeit für alle, die feiern.

Mit freundlicher Unterstützung durch ChatGPT verfasst.

Hans Gamma

Wuppertaler Friedensforum

Wuppertaler Friedensforum


Gedanken zur Debatte um die Bundeswehr-Veranstaltung in Solingen


In den vergangenen Tagen habe ich mich mit der Stellungnahme des Friedensforums zur geplanten Informationsveranstaltung eines Jugendoffiziers der Bundeswehr im Kulturzentrum „Cobra“ in Solingen beschäftigt. Das Anliegen, sich für Frieden einzusetzen und junge Menschen zu schützen, ist aus meiner Sicht absolut nachvollziehbar und verdient Respekt.


Gleichzeitig halte ich es für wichtig, die Diskussion um einige Aspekte zu ergänzen, die in der Stellungnahme aus meiner Sicht zu wenig berücksichtigt werden.


Wir leben leider nicht in einer Welt, in der Frieden selbstverständlich ist. Staaten werden angegriffen, Grenzen gewaltsam verschoben, und Menschen verlieren täglich ihr Leben durch militärische Gewalt. Die Russische Föderation führt seit vielen Jahren Angriffskriege gegen ihre Nachbarstaaten und setzt diesen Krieg bis heute gegen die Ukraine fort. Diese Realität lässt sich nicht durch Wunschdenken oder allein durch Ablehnung militärischer Strukturen verändern.


Gerade deshalb sehe ich es als unsere Pflicht an, uns gegen solche Angriffskriege zu stellen. Frieden bedeutet nicht nur, Krieg abzulehnen – sondern auch, diejenigen zu schützen, die Opfer von Gewalt werden. Es geht um den Schutz von Leib und Leben, um Freiheit und um die grundlegenden Werte einer demokratischen Gesellschaft.


In diesem Zusammenhang gehört auch die Frage der Verteidigungsfähigkeit dazu. Eine Armee in einer Demokratie hat nicht den Zweck, Krieg zu verherrlichen, sondern ihn im Idealfall zu verhindern oder abzuwehren. Das ist ein schwieriger, aber notwendiger Teil politischer Realität.


Die Kritik, Informationsveranstaltungen der Bundeswehr würden junge Menschen einseitig beeinflussen, sehe ich differenzierter. Ich halte es für wichtig, dass junge Menschen Zugang zu Informationen haben und sich selbst eine Meinung bilden können. Dazu gehört auch, kritische Fragen zu stellen – aber eben auf Grundlage von Wissen und nicht durch das Vorenthalten von Perspektiven.


Selbstverständlich ist ein Dienst bei der Bundeswehr mit Risiken verbunden und keine Entscheidung, die leichtfertig getroffen werden sollte. Umso wichtiger ist eine offene und ehrliche Information darüber – einschließlich der Belastungen und möglichen Folgen.


Gleichzeitig sollten wir vermeiden, junge Menschen ausschließlich als passive Zielgruppe zu betrachten. Sie sind in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und eigene Entscheidungen zu treffen. Ihnen diese Fähigkeit abzusprechen, halte ich für problematisch.


Ich teile viele der angesprochenen Sorgen hinsichtlich fehlender Perspektiven für junge Menschen. Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit, Wohnraum und kulturelle Angebote sind dringend notwendig. Doch diese berechtigte Kritik sollte nicht gegen die Notwendigkeit ausgespielt werden, für Sicherheit zu sorgen.


Am Ende geht es aus meiner Sicht um Verantwortung. Verantwortung bedeutet heute auch, sich klar gegen Diktatoren und Autokraten zu positionieren, die bereit sind, Gewalt einzusetzen, um ihre Ziele durchzusetzen. Es bedeutet, nicht wegzusehen, wenn andere angegriffen werden.


Eine friedliche Welt bleibt das Ziel. Aber der Weg dorthin erfordert mehr als gute Absichten – er erfordert auch die Bereitschaft, sich gegen Unrecht zu stellen.


Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von ChatGPT erstellt.



Hans Gamma


DKP Flensburg


Dieser Beitrag wurde mit dem System ChatGPT moderiert.


Beitrag an die DKP Flensburg – Ostermarsch, Kirchen und Verantwortung


Die vergangenen Jahrzehnte haben uns mit einer unbequemen Realität konfrontiert: Angriffskriege, autoritäre Machtpolitik und die Missachtung von Menschenrechten sind keine Relikte der Geschichte. Der Krieg gegen die Ukraine steht dabei exemplarisch für eine Entwicklung, in der staatliche Gewalt erneut zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt wird. Daraus ergibt sich eine grundlegende Frage: Haben Menschen nicht auch das Recht – ja die Pflicht –, sich gegen totalitäre Staaten, Autokraten und Diktaturen zur Wehr zu setzen, wenn Leib und Leben bedroht sind?


Diese Frage stellt sich auch der Friedensbewegung – und den Kirchen.


Wie kriegstüchtig sind unsere Kirchen?


Die aktuellen Ostermarschaufrufe zeigen auf den ersten Blick Kontinuität. Forderungen nach Abrüstung, nach einer Welt ohne Militär und Gewalt sowie nach offenen Grenzen finden sich sowohl 2017 als auch 2026. Der Vorwurf einer „Radikalisierung“ greift daher zu kurz. Vielmehr wird sichtbar, dass zentrale Positionen der Friedensbewegung seit Jahren unverändert bestehen.


Und doch hat sich etwas verschoben.


Mit dem sogenannten „Operationsplan Deutschland“ wird eine neue Qualität der Verflechtung zwischen militärischen Strukturen und zivilen Bereichen sichtbar. Nicht nur Infrastruktur, sondern auch gesellschaftliche Institutionen – einschließlich der Kirchen – werden in militärische Planungen einbezogen. Das ökumenische Rahmenkonzept zur Seelsorge im Verteidigungsfall zeigt deutlich: Kirchen sollen organisatorisch und personell auf militärische Szenarien vorbereitet werden.


Damit stellt sich eine entscheidende Frage:

Bewahren die Kirchen hier ihre Unabhängigkeit – oder ordnen sie sich staatlicher Logik unter?


Wenn kirchliche Strukturen darauf ausgerichtet werden, militärische Systeme zu stabilisieren, gerät der Kern christlicher Friedensethik unter Druck. Die Botschaft der Bergpredigt – insbesondere das Gebot der Feindesliebe – steht in einem offensichtlichen Spannungsverhältnis zu militärischer Logik, die auf Abschreckung, Bedrohung und im Ernstfall Gewaltanwendung basiert.


Zwischen Pazifismus und Realität


Innerhalb der Friedensbewegung selbst verlaufen heute Konfliktlinien:

Ein Teil fordert konsequenten Pazifismus und lehnt Waffenlieferungen grundsätzlich ab. Ein anderer Teil sieht in der Unterstützung der Ukraine eine notwendige Form der Selbstverteidigung gegen einen Angriffskrieg.


Beide Positionen berufen sich auf den Frieden – doch sie gelangen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen.


Gerade deshalb braucht es eine ehrliche Debatte, die weder moralische Absolutheit behauptet noch komplexe Realitäten ausblendet. Frieden ist kein einfacher Zustand, sondern ein Prozess voller Widersprüche.


Die historische Verantwortung der Kirchen


Die Geschichte zeigt, wohin es führen kann, wenn Kirchen staatliche Machtpolitik unkritisch begleiten. Umso wichtiger ist die Erinnerung an Persönlichkeiten wie Dietrich Bonhoeffer und Martin Niemöller, die sich der Vereinnahmung widersetzt haben.


Bonhoeffers Einsicht bleibt aktuell:

Frieden lässt sich nicht durch Sicherheitspolitik erzwingen. Er verlangt Vertrauen, Risiko und eine klare ethische Haltung – nach innen wie nach außen.


Die Kirche steht heute erneut vor einer Weggabelung:

Will sie Teil einer sicherheitspolitischen Logik werden – oder eine unabhängige Stimme bleiben, die auch in Zeiten der Bedrohung für Versöhnung, Menschenwürde und Gewaltbegrenzung eintritt?


Fazit


Die Ostermärsche sind kein Ausdruck von Radikalisierung, sondern ein Spiegel gesellschaftlicher Spannungen. Sie zeigen, wie schwer es ist, in einer von Konflikten geprägten Welt konsequent für Frieden einzutreten.


Gerade deshalb sind sie notwendig.


Denn Frieden bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern die ständige Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir als Gesellschaft leben wollen – und wofür wir bereit sind einzustehen.

Hans Gamma

Christa Hartwig's Blog

 Christa Hartwig's Blog


Jeder Messias, ob gut oder schlecht, will durch seine Offenbarung, die ganze Welt, nicht nur im Hier und Jetzt, auch morgen und in alle Ewigkeit bekehren. Jeder Mensch trägt das Wort Liebe, auf seine Art und Weise, wie er es sieht und mag, und für andere, die er bekehren will, auf seinen Lippen. Kein Mensch war und ist Gott selbst. Die Zurechtweisungen, gegen ein Vergehen, kommen aus der Seele, zum eigenen Gewissen und als neue Einsicht in das Bewusstsein.

Es ist genug

 In einem Bergferienort schlägt eine Frau ihrem Mann vor, das Drachenfliegen auszuprobieren. Der Mann, leger gekleidet und mit nur zwei Geldscheinen und ein paar Münzen in der Hosentasche, beobachtet, wie Menschen an einer Seilbahn mit zwei Liften, auf denen sie sich stehend auf Bügeln hochtragen lassen und sich dessen geübt sind, den Berg hinaufsteigen.  Er selbst hat für den Aufstieg nichts bezahlt. Oben angekommen, wird ein weites Tuch über die Köpfe gespannt, und in rasanter Fahrt geht es auf dem Steigbügel, mit dem Lift den steinigen Berghang hinab. Der Mann fragt sich, ob man die Sicht in den Abgrund damit vermeiden möchte. Im nächsten Tal verzweigen sich die Lifte, auf denen die Menschen stehen. Auffällig ist, dass jede Frau und jeder Mann die oder der Erste sein möchte, der einen Stehplatz zum Aufstieg auf dem Bügel erreicht. Von dem Gerät, das die Menschen zu einem Drachenflieger bringt, mit dem sie sich in die Lüfte erheben könnten, ist nichts mehr zu sehen. Die Lifte transportieren die Menschen über Berge und Täler, eine Landschaft ohne Bäume und Gras, nur Geröll und Steinwüste. Schließlich kommt der Mann als einziger Mensch in einem Dorf, weitab vom ersten Aufstieg, an. Stehend auf dem Liftbügel berührt er einen orangen Rückspiegel eines modernen Sportwagens. In diesem Moment wird ihm klar, dass ihm das alles genügt.