Samstag, 25. April 2026

Bat mi nying yen

 Jam moko ma dit ma julwongo ni fruit bat ubolo lake i ngute pa jadhum ma uketho bongo pa jalam ma tar.

Mudho macol ma nja

 Ler pa dyewor podho i mudho ma thuc.

FREIER MENSCH


Ich möchte klarstellen, dass es sich bei meinem Kommentar um eine persönliche These handelt. Diese lautet:

Die universelle, unteilbare und absolute Menschenwürde verpflichtet uns dazu, Menschen zu helfen, die durch den Angriffskrieg der russischen Föderation in Leid und Not geraten sind. Daraus ergibt sich für mich die grundsätzliche Legitimität von Unterstützung für die Ukraine.

Gleichzeitig halte ich es für notwendig, politische Entscheidungen – auch auf EU-Ebene – kritisch zu hinterfragen. Dazu gehören Transparenz bei Finanzierungsmodellen, die langfristigen Folgen für die Bevölkerung in den Mitgliedstaaten sowie die konkrete Ausgestaltung von Hilfspaketen.

Was ich jedoch bewusst vermeiden möchte, sind pauschale Zuschreibungen oder historisch belastete Begriffe, die mehr emotionalisieren als zur Klärung beitragen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung sollte sich an überprüfbaren Fakten orientieren und unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen.

Meine Position ist daher zweigeteilt: Hilfe für die Betroffenen des Krieges ist aus menschenrechtlicher Sicht geboten – zugleich bleibt Kritik an politischen Maßnahmen legitim, solange sie sachlich und differenziert formuliert wird.

Mit dem Hinweis, dass ChatGPT mir dabei behilflich war.

Salon Hof Ha'Carmel


Mit dem Hinweis, dass ChatGPT mir behilflich war.

Zwischen Sündenbock und Menschenwürde – Gedanken zu Wajikra, Acharei Mot–Kedoshim (Lev 16:1–20:27)

Die beiden Paraschot Acharei Mot und Kedoshim gehören zu den eindringlichsten Texten der Tora. Sie führen uns von archaischen Ritualen – dem Sündenbock für Asasel, der die Schuld des Volkes in die Wüste trägt – hin zu einem der radikalsten ethischen Gebote der Menschheitsgeschichte: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Lev 19,18)

Zwischen diesen Polen bewegen sich auch die aktuellen Reflexionen von Rav Elisha Wolfin und estherscheiner. Beide Texte sind geprägt von einer tiefen Verunsicherung angesichts einer Welt, die zunehmend von Härte, Polarisierung und sprachlicher Entgrenzung bestimmt ist. Ihre Diagnose ist klar: Wir leben in einer Zeit, in der nicht nur Taten, sondern Worte verletzen, entmenschlichen und trennen.

Doch genau hier beginnt die kritische Auseinandersetzung.

Die Tora wirkt auf den ersten Blick tatsächlich „anachronistisch“, wie Rav Wolfin schreibt. Ihre Forderungen scheinen aus einer anderen Welt zu stammen – einer Welt mit klaren moralischen Grenzen. Aber vielleicht liegt gerade darin ihre Sprengkraft: Sie ist nicht dafür da, unsere Realität zu spiegeln, sondern ihr zu widersprechen.

Die Idee des „Sündenbocks“ ist dabei von bedrückender Aktualität. Historisch wie gegenwärtig werden Menschen und ganze Gruppen zu Trägern fremder Schuld gemacht. Antisemitismus ist dafür ein besonders drastisches Beispiel – damals wie heute. Doch die Tora beschreibt diesen Mechanismus nicht, um ihn zu legitimieren, sondern um ihn sichtbar zu machen: Schuld lässt sich nicht einfach externalisieren. Der Bock verschwindet in der Wüste – aber die ethische Verantwortung bleibt beim Menschen.

Hier setzt eine menschenwürdige Perspektive an:

Menschenwürde ist nicht verhandelbar. Sie ist universell, unteilbar und absolut.

Wenn wir akzeptieren, dass – wie in einer der Thesen formuliert – „Gott sein Zelt in jedem Menschen aufgeschlagen hat“, dann wird jede Form der Entmenschlichung zu einem Angriff auf das Heilige selbst. Das gilt für offenen Hass ebenso wie für subtile Verachtung, für politische Hetze ebenso wie für alltägliche Gleichgültigkeit.

Und doch bleibt die Spannung bestehen:
Wie sollen wir den „Nächsten lieben“, wenn dieser uns ablehnt, verletzt oder gar hasst?

Hier widerspreche ich einer möglichen romantischen Lesart des Gebots. Die Tora fordert keine naive Harmonie. Sie kennt Konflikt, sie kennt Grenzen, sie kennt sogar notwendige Härte. Aber sie zieht eine klare Linie: „Du sollst nicht Rache üben noch Groll hegen.“

Das ist keine Gefühlsanweisung, sondern eine Handlungsdisziplin.

Liebe im biblischen Sinn ist kein Gefühl, sondern eine Praxis:
– im Sprechen
– im Zuhören
– im bewussten Verzicht auf Eskalation

Rav Wolfin spricht von „Zärtlichkeit“ als Gegenkraft zur Verhärtung. Das ist mehr als ein schönes Bild. Es ist eine Überlebensstrategie – individuell wie gesellschaftlich. Eine Welt, die nur auf Stärke setzt, zerstört sich selbst. Eine Welt ohne Zärtlichkeit verliert ihre Seele.

Gleichzeitig darf diese Zärtlichkeit nicht zur moralischen Selbstaufgabe führen. Wer Unrecht nicht benennt, macht sich mitschuldig. Die Herausforderung besteht darin, beides auszuhalten: Klarheit und Mitgefühl, Standhaftigkeit und Menschlichkeit.

Der Versöhnungstag, Jom Kippur, verweist genau auf diese innere Arbeit. Die eigentliche Sühne geschieht nicht durch Rituale allein, sondern durch die Bereitschaft, sich selbst zu hinterfragen. Niemand kann diese Arbeit delegieren – kein „Sündenbock“ nimmt sie uns ab.

Oder anders formuliert:

Der Versuch, besser zu werden, ist keine einmalige Entscheidung, sondern eine tägliche Aufgabe.

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft dieser Paraschot in unserer Zeit:
Nicht die Welt wird zuerst geheilt, sondern unser Umgang mit ihr.

Nach dem Tod – Acharei Mot – folgt der Ruf zur Heiligkeit – Kedoshim.
Nicht als abstraktes Ideal, sondern als konkrete Herausforderung:

Wie sprechen wir miteinander?
Wie urteilen wir?
Wie schnell verhärten wir uns?

Die Tora verlangt nichts Unmögliches.
Aber sie verlangt alles.

Shabbat Shalom.

Xatura

Xatura 



Märchen sind Zukunft

Von Dietmar Daubitz-Abend
Mensch und Bioleb, Blogger und politisch Denkender

Gesellschaftliche Entwicklungen lassen sich nicht präzise vorhersagen. Was jedoch möglich ist, sind schrittweise Verbesserungen für die Menschheit. Historisch wurden zahlreiche Modelle erprobt – eines der bekanntesten ist die soziale Marktwirtschaft, die insbesondere in Deutschland lange als stabilisierendes System galt.

Doch in Zeiten globaler Monopolisierung wirtschaftlicher Macht entstehen neue Dynamiken. Große Finanzakteure – etwa BlackRock – stehen exemplarisch für eine Entwicklung, in der wirtschaftlicher Einfluss zunehmend konzentriert wird. Diese Realität wirft grundlegende Fragen auf: Wie kann wirtschaftliche Macht demokratisch kontrolliert werden? Und wie lässt sich soziale Sicherheit unter veränderten globalen Bedingungen gewährleisten?

Die Vision: EuroSocial und ein Grundeinkommen

Eine mögliche Zukunftsvision ist die Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft hin zu einem System, das hier als „EuroSocial“ beschrieben wird. Kernelement wäre ein universelles Grundeinkommen von mindestens 2.000 Euro monatlich für alle Menschen, kombiniert mit einem solidarischen Finanzierungssystem: Alle zahlen prozentual gleich ein – ohne Obergrenze.

Diese Idee zielt auf radikale Gleichheit in der sozialen Absicherung. Pflege, Betreuung und Gesundheitsleistungen könnten damit für alle auf höchstem Niveau garantiert werden. Gleichzeitig wird vorgeschlagen, durch institutionelle Reformen – etwa regelmäßigen Austausch von Beamten und den Einsatz von KI zur Kontrolle öffentlicher Vergaben – Korruption einzudämmen.

Das ist ambitioniert. Doch es bleibt offen, wie ein solches System finanziert werden kann, ohne wirtschaftliche Leistungsanreize zu schwächen oder Kapitalflucht zu verstärken.

Technologie als Heilsversprechen – oder Risiko?

Ein zentraler Bestandteil der Vision ist „Dileb“ – eine hypothetische Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz, Quantencomputing und automatisierter Logistik. Diese Technologie soll nicht nur körperliche Arbeit ersetzen, sondern auch Standardaufgaben im Denken sowie Finanztransaktionen übernehmen.

Hier lohnt ein kritischer Blick: Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Quantencomputing entwickeln sich tatsächlich rasant. Doch die Vorstellung, dass sie Korruption vollständig eliminieren oder wirtschaftliche Prozesse neutral und gerecht steuern könnten, ist bislang spekulativ. Algorithmen spiegeln immer auch die Werte und Interessen ihrer Entwickler wider.

Die Idee, dass individuelles Eigentum an Transportmitteln überflüssig wird, knüpft an bestehende Trends wie Sharing Economy und Automatisierung an. Dennoch bleibt fraglich, ob gesellschaftliche Akzeptanz und infrastrukturelle Umsetzung in diesem Umfang realistisch sind.

Politischer Umbruch als Voraussetzung

Die Umsetzung solcher Visionen setzt laut dem Autor tiefgreifende politische Veränderungen voraus. Bestehende politische Strukturen werden als rückwärtsgewandt kritisiert – geprägt von Denkmustern vergangener Jahrzehnte.

Tatsächlich stehen politische Systeme weltweit unter Druck: Populistische Bewegungen, etwa im Kontext von MAGA, zeigen, wie stark gesellschaftliche Polarisierung zugenommen hat. Gleichzeitig wächst in Europa die Sorge vor sozialen Spannungen und ideologischen Gegenbewegungen.

Die Warnung vor möglichen autoritären Entwicklungen oder gesellschaftlichen Umbrüchen ist nicht unbegründet – sie gehört jedoch differenziert betrachtet. Historische Analogien sollten nicht vorschnell gezogen werden.

Zwischen Kapitalismus und Kommunismus

Die zugespitzte These von Hans Gamma bringt eine grundlegende Kritik auf den Punkt:

„Der Kommunismus und der Kapitalismus sind zwei paradoxe Zwillinge. Beide verkörpern mit ihrer Ideologie ein Desinteresse an der universellen, unteilbaren, absoluten Menschenwürde.“

Diese Aussage ist provokant – und bewusst vereinfachend. Beide Systeme haben historisch sowohl Fortschritt als auch Leid hervorgebracht. Entscheidend ist weniger die Ideologie selbst als ihre konkrete Umsetzung und die Frage, ob sie die Würde des Menschen tatsächlich in den Mittelpunkt stellt.

Fazit: Vision braucht Bodenhaftung

Die vorgestellten Ideen bewegen sich zwischen Zukunftsentwurf und politischem Märchen. Sie enthalten interessante Impulse – insbesondere die Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit und technologischer Verantwortung.

Gleichzeitig bleibt vieles unklar:

  • Wie realistisch ist die Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens in dieser Höhe?
  • Wer kontrolliert die kontrollierende KI?
  • Und wie lassen sich Machtkonzentrationen tatsächlich auflösen, ohne neue zu schaffen?

„Märchen sind Zukunft“ – das kann als Einladung verstanden werden, neue Wege zu denken. Doch damit aus Visionen tragfähige Konzepte werden, braucht es mehr als Hoffnung: nämlich überprüfbare Modelle, demokratische Kontrolle und gesellschaftlichen Konsens.


Hinweis: Dieser Beitrag wurde redaktionell überarbeitet und unter Nutzung von KI-gestützten Formulierungshilfen erstellt.