Samstag, 6. Juni 2026

Der Streit

 
In fremder Gestalt
mit gleichem Charakter
erscheint dem Sohn
sein verstorbener Vater.
Es beginnt ein stundenlanger Streit, 
während dessen
der Sohn seinem Vater
Ereignisse der gemeinsamen 
für den Sohn
die negativen Erfahrungen
vor seine Augen führt,
die der Vater verneint,
seine guten Absichten
gegenüber seiner Frau
und seinen Kindern hervorhebt,
seine Ehefrau, deren Würde
der Ehemann fast tagtäglich herabsetzte,
stellt sich neben dem Sohn.
Sie kommt stillschweigend hinzu.
Der Sohn hält seinem Vater
den Missbrauch an seinen Schwestern vor.
Im Streit gesellt sich eine verstorbene Schwester, 
die Vater zeitlebens verteidigte,
nun den Mut hat, 
die Vorwürfe des Bruders 
in Szene zu setzen hinzu.
Der Vater verteidigt, 
er sei sich keiner Vergehen bewusst,
er wolle eine Aussprache
um den Streit beizulegen
mit einem höheren Beamten der Kirche.
Der Sohn hat nichts dagegen,
er will sich vom Gerede
seines Vaters nicht umstimmen lassen.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen