wie ein Vogel
wenden,
drehen,
fallend voll Gefahr
Himmel schneidend
Türme,
Glocken fallen
hinab
ins Grab,
rufen einfachen
Menschen
nach
feiert selbst
das Himmelshaus
für Unterweisung
und Gebot,
ihre
Kinder geraubt.
wie ein Vogel
wenden,
drehen,
fallend voll Gefahr
Himmel schneidend
Türme,
Glocken fallen
hinab
ins Grab,
rufen einfachen
Menschen
nach
feiert selbst
das Himmelshaus
für Unterweisung
und Gebot,
ihre
Kinder geraubt.
schmiegen sich an
lassen Räume eröffnen
rühren Vertrautheit
nah heran
bestimmend
ohne Kainsmal
an die Stirn
warten zum Verbleib
draußen vor der Stadt
wer welche
wer welcher ist
zählt nicht
in einer sozialen Einrichtung
am Telefon erreicht ihn eine Mutter eines Sohnes
sie sagt, dass ihr Sohn krank sei
er kann sich an den Zögling nicht erinnern
und er weiß nicht,
wie er die Information
und an wen er sie weiterleiten soll
sein Stellvertreter hat die Arbeitspläne
zur Weitergabe an die Direktion fertig gestellt
er soll, sagt er ihm, seinen Namen
vorgängig auf das Formular aufsetzen
auf dem Pult liegen in Buchform Kopien
von Klientendaten
die Sachbearbeiterin gibt ihm Auskunft,
in welche Ablage unter ihrem Pult sie wohlbehalten sind
er denkt darüber nach,
bevor er das Institut verlassen wird,
ob er seine Träume der Nacht
zu Hause auf der alten Schreibmaschine tippen soll
oder mit schlechtem Gewissen
diese im Büro, die elektrisch ist, anfertigen soll
er entscheidet sich,
die Tüten mit Zucker,
eine davon ist aufgerissen,
in die Arme zu nehmen und vom Bürosessel aufzustehen
und geht durch die Wand
in sein nahes Zuhause.
er esollte allen entgegenreisen,
doch er wartet bis am Nachmittag
seine Frau kommt wütend ins Haus,
wirft ihm die Sonntagskleider aufs Bett
er fragt, ob er zur Feier ausgeladen wurde
seine Tochter kommt hinterher,
sie meint, das sei nicht der Rede wert.
bleibt ein zerrissener Ärmel
durch undurchdringbares Gebüsch.
Staunt ein Kind
über Gehversuche bei Nacht.
Bäumt sich der Mond
über die Erdenrunde.
Baumstämme im Grau
schütten Wasser
über Wälder, Wiesen und Matten.
Und doch
ein Kind ruht auf deinem Leib.
die dem Leben entkommen,
Glück gehabt,
mit gelbem Schal
am Nabel geküsst,
ein Lächeln für ein erhaschtes Mitgefühl,
nicht einem Sein allein,
aus der Vielfalt
des wirklichen Lebens,
der Mann im Kinderspiel,
aus der Einsamkeit
im Traum,
das Begehren in ein hinaus.
vom Netzwerk des kollektiven Unbewussten
erscheint ein Fahndungsbild
von einem Mann
mit langen blonden Haaren,
dessen Gesichtszüge nicht erkennbar sind.
in einem Gemüsegeschäft
und der früheren Bekanntschaft
stehen beide vor einem
anspruchslosen modernen Landschaftsbild,
der eine will dem anderen
die Sinnhaftigkeit jedes Menschen erklären,
der andere meint,
das Leben bewege sich
auf einfacheren Wegen.
was der Mensch sich so gedacht,
bis sie an den Wänden glänzen,
den anderen zum Verdacht,
still, doch gleißend rufen,
Träume den Erwachten nach
niemand soll ihre Spur entdecken,
klopft jemand an
fallen Bilder von den Wänden,
das Liebste nachempfunden,
bleibt entschwunden, ach.
Flucht in die Arme des Tages
bleibt unerfülltes Glück
des nicht Erreichbaren
Licht verblasst im Zelt
der Morgen breitet sich über Landschaften
breitet sich über Städte und Landschaften
Fremden traut niemand über den Weg
Mahnpredigten aus aller Munde
von Kindheit an
bis ins Altenheim
im Netzwerk
des kollektiven Unbewussten,
einen Text,
der unlesbar ist,
mit dem Button „Gefällt“ berührt,
gleichzeitig fallen, entfernen sich
die positiven Bestätigungen
von anderen Benutzern im Netz.
entsetzt
dem Gegenüber
mit Hass und Wut,
es zu richten,
bis auf
Knochen,
Mark und Blut.
steht ein Mann
vor einem Schalter
er glaubt
dass er zur Abreise
in den Tag
eine Rechnung
zu begleichen hat
dahinter ein Mann
der von ihm einen Schuldschein
entgegennimmt
gleichwohl eine handschriftliche Kopie erstellt
der Schuldner wirft
den seinen selbst ausgestellten Schein
in einen fast vollen schwarzen Abfallsack
ihn irritiert
dass der ausgehändigte Schuldschein
eine Marge enthält
die das angeforderte Geld bei weitem übersteigt
in Sonntagskleidung und Mantel
mit einer Krone aus Holzperlen
in das Unbewusste hinab.
Ein umstehender Mann fragt, warum er
die lächerliche Krone
und warum er nicht einfache
Werktagskleidung anhat.
Eine junge Frau tanzt nacktbusig
um ihn herum.
Sie sagt, sie sei in der Ausbildung
als Kindererzieherin unterwegs.
Der Mann sagt, dass er nichts von Pädagogik verseht,
obwohl er in der wirklichen Welt
eine Ausbildung in diesem Fach abgeschlossen
und beruflich damit unterwegs war.
Mit der Aussage wollte er unterstreichen
dass er als Erzieher nicht erfolgreich war.
Der Mann legt seine Kleidung ab.
Er wird als einfaches Mitglied
in der Gemeinschaft aufgenommen.