Sonntag, 29. März 2026

Traductina

 Traductina

Sehr geehrter Herr Boff,


mit großem Interesse und innerer Bewegung habe ich Ihren Beitrag zur Menschwerdung Gottes gelesen. Ihre Gedanken zur „Vermenschlichung Gottes“ und zur unzerstörbaren Würde des Menschen als Träger des Göttlichen berühren mich tief.


In diesem Zusammenhang möchte ich – in respektvoller Auseinandersetzung mit Ihren Überlegungen – einen ergänzenden Gedanken formulieren: Seit der Menschwerdung, die aus meiner Sicht noch nicht abgeschlossen ist, ist Gott in einer Weise in jeder menschlichen Seele gegenwärtig, die zugleich tief und unnahbar bleibt. Diese Gegenwart ist nicht sichtbar, nicht greifbar und entzieht sich jeder vollständigen Aneignung. Und doch ist sie real.


Kein Mensch ist oder war Gott selbst. Aber jeder Mensch – unabhängig davon, ob er als gut oder böse erscheint – trägt Gott in sich. Diese innere Gegenwart ist nicht das Ergebnis moralischer Leistung, sondern Ausdruck einer ursprünglichen, allen gemeinsamen Wirklichkeit. Sie ist gleichsam ein verborgenes Geheimnis im Innersten des Menschen, das weder zerstört noch vollständig erkannt werden kann.


Gerade darin liegt für mich eine besondere Würde, aber auch eine große Verantwortung: den anderen Menschen immer auch als Träger dieses verborgenen Göttlichen zu sehen – selbst dort, wo es schwerfällt.


Ich danke Ihnen für Ihre inspirierenden Gedanken, die mich zu dieser Reflexion angeregt haben. Bei der Ausformulierung dieses Beitrags war mir auch ChatGPT eine hilfreiche Unterstützung.


Mit respektvollen Grüßen

Hans Gamma

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