Freitag, 6. März 2026

Antwort an: Die Trommler






Die Verdienste der rumschicken Literatur und Kunst.


Das geistige Leben eines jeden Volkes verläuft nicht abgesondert vom Leben anderer Völker. Es bildet sich als Ergebnis des Zusammenwirkens der Kulturen verschiedener Völker, dabei seine wesentlichen nationalen Traditionen und Züge bewahrend und entfaltend.

Das geistige Leben eines jeden Volkes verläuft nicht abgesondert vom Leben anderer Völker. Es bildet sich als Ergebnis des Zusammenwirkens der Kulturen verschiedener Völker, dabei seine wesentlichen nationalen Traditionen und Züge bewahrend und entfaltend.

Das kennzeichnende Merkmal der russischen Kultur war nicht nur ihr hoher Ideengehalt, sondern auch ihr kämpferischer Geist. Dies ist auch der Grund, weshalb die russische Kultur, die die führenden fortschrittlichen Ideen der Menschheit in sich aufnahm, auch selbst auf die Entwicklung dieser Ideen einen mächtigen Einfluss ausübte. Mit dem großenPuschkin beginnend, nahm dieser Einfluss immer mehr zu. Die französischen Schriftsteller Georges Sand, Alphonse Daudet, Emile Zola, Maupassant hielten Turgenjew für einen großen Meister des Wortes und lernten im gleichen Maße von ihnen. In seiner Grabrede über der sterblichen Hülle Turgenjews sprach der französische Dichter Renan: „In Turgenjew lebte eine ganze Welt. Der Stamm der Slawen, die jetzt auf den ersten Plan in die Geschichte der Völker gerückt sind, bildet eine phänomenale Erscheinung und verkörpert sich in diesem großen Künstler. Turgenjew war ein Sohn seines Vaterlandes, aber nach seiner Art und Weise zu fühlen und zu schaffen, gehörte er der ganzen Menschheit.“


Einen noch größeren Einfluss auf die Kultur der Welt übten Tolstoi und Dostojewskij aus. Der französische Schriftsteller Romain Rolland schrieb über den mächtigen Einfluss Leo Tolstois auf das geistige Leben Europas folgendes: „Es war dies wie ein in das grenzenlose Weltall geöffnetes Tor, wie eine große Offenbarung des Lebens. Noch nie war eine ähnliche Stimme in Europa ertönt.“ Großen Einfluss hatte in Europa auch Dostojewskij – „der erste Psychologe der Weltliteratur“, wie ihn der Schriftsteller Thomas Mann nannte. Tschechowsund besonders Gorkis Werke schufen in Europa eine neue Schule von Schriftstellern.


Die russische Literatur beeinflusste die Bildung der Schriftsteller anderer slawischer Völker in erheblichem Maße. Die Werke Belinskijs, Tschernischewskijs, Nekrassows und anderer russischer Schriftsteller hatten eine mächtige Einwirkung auf die slawischen Schriftsteller.


Noch tiefer und unmittelbarer war die Verbindung der russischen Kultur mit der Kultur der anderen Völker Russlands. Die herrschenden Klassen des zaristischen Russlands fürchteten die Entwicklung der russischen Kultur und hinderten ihr schöpferisches Aufblühen. Um so mehr erniedrigten und unterdrückten sie die Kultur der unterjochten Völker.

Das russische Volk schuf seine nationale Kultur, die von Achtung gegenüber der Kultur anderer Völker durchdrungen ist.


Das Wachstum des Kapitalismus in den Grenzgebieten Russlands war von der Entwicklung einer nationalen Bewegung unter den unterdrückten Völkern Russlands begleitet. Die fortschrittlichen russischen Menschen zeigten gegenüber den Anfängen und Offenbarungen der Kultur der erwachenden Nationen tiefe Sympathie. Zwischen den russischen Kulturschaffenden und den fortschrittlichen Vertretern der andren Völker Russlands wuchs und befestigte sich eine brüderliche Freundschaft.


Das ukrainische Volk hat im 19. Jahrhundert eine Reihe von bedeutenden Schriftstellern aufzuweisen, die die reiche und klangvolle ukrainische Sprache vervollkommnet und bedeutende künstlerische Werke in ukrainischer Sprache geschaffen haben. Die Schöpfer der ukrainischen Literatursprache und Gründer der ukrainischen Literatur waren die drei Schriftsteller: Kotljarewskij – der Autor von „Natalka-Poltawka“ und „Aeneida“, Kwitka-Osnowjanenko – der Verfasser der „Kleinrussischen Novellen“, und Grebinka – der Autor ukrainischer Fabeln und Gedichte, ein persönlicher Freund und Übersetzer des großenPuschkin. (Ach ja, die Ukraine- Davon will heute niemand mehr was wissen. P.R.)

Der große Volksdichter der Ukraine war Taras Grigorjewitsch Schewtschenko.


Taras Grigorjewitsch Schewtschenko 1814 bis 1861

Entnommen aus dem Buch „Das Sowjetland“, Band 1


In seiner Kindheit war er, der Sohn eines Leibeigenen, Hirte, später diente er bei einem Gutsbesitzer. Zusammen mit seinem Herrn gelangte er nach Petersburg und wurde zu einem Malermeister in die Lehre gegeben. Im Jahre 1836 wurde Schewtschenko mit den Schriftstellern Shukowskij und Grebinka bekannt, sowie mit dem berühmten Künstler Brjullow. Um dem urwüchsigen Talent das Studium zu ermöglichen, malte Brjullow ShukowskijsPorträt, verloste es in einer Lotterie und kaufte für die erhaltenen 2500 Rubel Schewtschenkofrei. Schewtschenko trat in die Akademie der Künste ein. Zur gleichen Zeit schrieb er seine ersten Gedichte. Im Jahre 1840 erschien seine erste Gedichtsammlung „Kobsarj“ („Der Kobsaspieler“). Von tiefem Hass gegenüber dem Zarismus ist Schewtschenkos Gedicht „Der Traum“ erfüllt. In dem Gedicht „Der Kaukasus“ ruft Schewtschenko die Werktätigen aller Nationen zu Aufstand gegen den Zarismus, gegen das von ihm geschaffene Völkergefängnis, wo „von dem Moldauer bis zum Finnen in allen in allen Sprachen alles schweigt.“

Im April 1847 wurde Schewtschenko wegen revolutionärer Tätigkeit verhaftet. Das Gericht fällte das Urteil: „Den Künstler Schewtschenko wegen Abfassung aufrührerischer und in höchstem Grade frecher Gedichte, da er von starker Konstitution ist, als Gemeinen dem Orenburger Korps zuzuteilen.“

Der Zar Nikolaj I. fügte diesem Urteil hinzu: „Unter strengster Aufsicht – mit dem Verbot, zu schreiben und zu malen.“

Nach zehnjähriger Verbannung wurde Schewtschenko freigelassen. Die Verbannung hatte den revolutionären Dichter nicht gebrochen. Nach wie vor rief er das ukrainische Volk zum Kampf für die Freiheit und Unabhängigkeit auf. Im Juli 1859 siedelte er nach Petersburg über, wo er sich mit dem großen russischen revolutionären Schriftsteller Tschernyschewskijbefreundete. Die Führer der russischen revolutionären Demokratie Tschernyschewskij undDobrojubow schätzen Schewtschenko als ihren Gesinnungsgenossen und Mitkämpfer hoch ein. Dobroljubow schrieb über Schewtschenko: „Er ist ein Volkspoet in vollen Sinne des Wortes…Er kam aus dem Volke, lebte mit dem Volke, und nicht nur mit den Gedanken, sondern auch durch die Umstände seines Lebens war er mit ihm stark und mit allen Fibern verbunden.“

Schewtschenko brachte den russischen Schriftstellern und Revolutionären, die um die Freiheit der Völker kämpften, größte Liebe entgegen.

In der Entwicklung des poetischen Genius von Schewtschenko spielte die große russische Kultur, der Schewtschenko mit tiefer Achtung begegnete, eine gewaltige Rolle.

Die Werke des großen Volksdichters der Ukraine, des revolutionären Demokraten Schewtschenko, gehören nicht nur dem ukrainischen Volke, sondern allen Völker der Sowjetunion. (Na ja, davon ist nichts mehr geblieben. P.R.)


In enger Verbindung mit der russischen Kultur entwickelte sich auch die bjelorussische Literatur. In der Mitte des 19. Jahrhunderts trat der bedeutende Dichter und DramaturgDunin-Marzinkewitsch hervor, der mit seinen Poemen „Gapon“, „Kupala“ und anderen den Grund zur bjelorussischen Literatursprache legte. Er war der erste Schriftsteller, der sich dem überaus reichen Schaffen des bjelorussischen Volkes zuwandte. Nach der Reform des Jahres 1861 brachte die bjelorussische Literatur einen ganzen Plejadenschwarm von neuen bedeutenden Schriftstellern hervor, mit Franzisk Boguschewitsch an der Spitze, der besonders energisch für die Entwicklung der bjelorussischen Sprache kämpfte. In Poesie und Prosa schilderten die bjelorussischen Dichter und Schriftsteller wahrheitsgetreu das schwere Leben der weißrussischen Bauernschaft und traten als Ankläger der Zustände des zaristischen Russlands auf.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts rückt der revolutionäre Dichter Janka Kupala auf den ersten Platz. Janka Kupala (dies war der literarische Name von Iwan Dominikowitsch Luzewitsch), der Sohn eines armen Bauern, wurde der Herold für die Millionenmassen des unglücklichen bjelorussischen Volkes in seinem Befreiungskampf. Zur Zeit des revolutionären Aufschwungs in den Jahren 1912 bis 1913 schreib Janka Kupala die klassischen Werke der bjelorussischen Literatur: die Gedichtbücher „Shalejka“, „Gusljar“, „Spadtschina“ und andere.


Unter der ideellen Einwirkung der russischen Kultur entfaltete sich auch das Schaffen der Schriftsteller Georgiens, Armeniens und Aserbaidschans.

Die Gründer der neuen georgischen Literatur war Ilja Tschawtschadse, ein glühender VerehrerBelinskijs, Dobroljubows und Tschernyschewskijs. Unter dem Einfluss dieser revolutionären Demokraten und Vertreter des großen russischen Volkes geißelte Tschawtschawadse in seinen Werken den degenerierten Adel und schrieb verständnisvoll über die unterdrückte Bauernschaft. Er veröffentlichte Übersetzungen der Artikel von Belinskij, Dobroljubowund anderer russischer und westeuropäischer Schriftsteller. Die Zeitschrift „Der Bote Georgiens“, die Tschawtschawadse herausgab, wurde das Zentrum der Aufklärungsbewegung unter dem georgischen Volk. Ilja Tschawtschawadse ist der Schöpfer und Klassiker der zeitgenössischen georgischen Literatursprache.

Einer der bedeutensden Schriftsteller Armeniens war Chatschatur Abowjan. Sein Roman „Die Wunden Armeniens“, aus der Geschichte des russisch-persischen Krieges, spielte in der Geschichte der nationalen Kultur Armeniens eine große Rolle und legte den Grund zu der neuen armenischen Literatursprache. Dieser Roman, der der Stimmung nach patriotisch ist, schilderte in grellen Farben die schwere Lage des armenischen Volkes unter der persischen Oberherrschaft. Abowjan schätzte die russische Kultur hoch und war ein glühender Anhänger der geistigen und politischen Annäherung an das russische Volk. Er eröffnete die erste weltliche Schule in Armenien und machte die armenische Jugend mit den besten Werken der russischen und westeuropäischen Literatur bekannt. In den 1850er bist 1860er Jahren wurde in Moskau die Zeitschrift „Das Nordlicht“ in armenischer Sprache herausgegeben, in der vorbildliche Werke der russischen Literatur abgedruckt wurden.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann der Gründer der aserbaidschanischen Literatur, Mirsa Achundow, seinen Kampf um die Entwicklung der aserbaidschanischen Sprache und schlug eine Reform des arabischen Alphabets vor. Achundow wurde in einer russischen Schule erzogen und die russische Literatur hatte einen großen und positiven Einfluss auf sein Schaffen. Achundow liebte besonders Puschkin. Er schrieb auf den Tod des russischen Dichters eine seiner besten Dichtungen. In seinen Lustspielen entlarvte er die Heuchelei und die Habgier der muselmanischen Geistlichkeit. Man nannte ihn den muselmanischen Molière. Achundow trat als erster gegen die Rechtlosigkeit der Frauen auf und kämpfte für die Aufklärung des aserbaidschanischen Volkes.


In Kasachstan waren der kasachische Dichter Abaj Kunanbajew und der demokratische Gelehrte Tschokan Walichanow glühende Anhänger der russischen Aufklärer. Kunanbajewwar der Gründer der kasachischen Literatursprache und Klassiker der kasachischen Literatur. Er hat die Werke Puschkins, Lermontows und Krylows in die kasachische Sprache übersetzt. Kunanbajew erblickte in einer tiefen und engen Verbindung mit der fortschrittlichen Kultur den sichersten Weg zur Aufklärung des kasachischen Volkes.

Ein ebensolcher überzeugter Verfechter der Freundschaft des russischen und kasachischen Volkes war Tschokan Walichanow, der sich mit Dostojewskij und anderen Schaffenden der russischen Kultur und Aufklärung der Mitte des 19. Jahrhunderts befreundete. Walichannowwar der erste kasachische Gelehrte. Seine Arbeiten über die Geschichte und Geographie der Völker Mittelasiens hatten große wissenschaftliche Bedeutung und waren von Mitgefühl für die unterdrückten Völker erfüllt.


Die kulturelle gegenseitige Beeinflussung und enge Verbindung aller Völker Russlands half die Rückständigkeit und Unwissenheit, die die zaristische Regierung aufrechterhalten suchte, zu überwinden. Die vom Zarismus unterdrückten Völker begeisterten sich an den fortschrittlichen Ideen der russischen Kultur; aus den großen Schöpfungen der russischen Schriftsteller eigneten sich die Ideale der politischen Freiheit und sozialen Gerechtigkeit an. Sie lernten, im russischen Volke ihren besten Freund und Führer im Kampfe um die nationale und soziale Befreiung zu sehen.

Besonders verstärkte sich der fortschrittliche Einfluss der russischen Kultur der anderen Völker Russlands vom Ende des 19. Jahrhunderts an, als an die Spitze der Freiheitsbewegung sämtlicher Völker Russlands das Proletariat trat, das solche Genies der Weltkultur wieLenin und Stalin hervorgebracht hat. Russland wurde das Vaterland des Leninismus– der höchsten Errungenschaft der russischen und der Weltkultur.



Entnommen aus dem Buch „Das Sowjetland“, Band 1 aus dem Jahre 1947, bearbeitet von Petra Reichel



Original-Autorin: Anna Michailowna Pankratowa


Original-Text aus dem Buch „Das Sowjetland“

Die Kultur der Völker Russlands im 19. Jahrhundert




 Die Antwort wurde mit dem System ChatGPT moderiert.


Die Würdigung der großen Leistungen der russischen Literatur und Kunst ist zweifellos berechtigt. Schriftsteller wie Alexander Puschkin, Leo Tolstoi, Fjodor Dostojewski oder Anton Tschechow haben das geistige Leben Europas und der Welt nachhaltig geprägt. Ihre Werke gehören zum gemeinsamen kulturellen Erbe der Menschheit und haben Generationen von Leserinnen und Lesern beeinflusst. Auch die Wechselwirkungen zwischen den Kulturen der Völker des damaligen Imperiums – etwa mit der ukrainischen Tradition um Taras Schewtschenko – sind ein bedeutender Teil dieser Geschichte.


Gerade deshalb erscheint es wichtig, kulturelle Leistungen klar von politischer Macht und ideologischer Instrumentalisierung zu unterscheiden. Die Bewunderung für Literatur, Kunst und geistige Leistungen darf nicht dazu führen, die politischen Realitäten zu beschönigen, unter denen viele Menschen im russischen Imperium und später in der Sowjetunion leben mussten. Das gilt insbesondere für die Zeit der sogenannten „Diktatur des Proletariats“, die sich unter der Herrschaft von Joseph Stalin zu einer autoritären Diktatur entwickelte und für viele Menschen mit Verfolgung, Unterdrückung und großem Leid verbunden war.


Ebenso wenig kann der Verweis auf kulturelle Traditionen oder historische Verdienste als Rechtfertigung für militärische Aggression dienen. Kultur steht ihrem Wesen nach für Austausch, Humanität und Verständigung zwischen Völkern. Angriffskriege und nationale Überheblichkeit widersprechen den humanistischen Idealen, die viele der großen Schriftsteller selbst vertreten haben.


Gerade Autoren wie Tolstoi oder Dostojewski haben in ihren Werken immer wieder die moralische Verantwortung des Menschen, das Leiden der Schwachen und die Suche nach Wahrheit thematisiert. Wer ihr geistiges Erbe ernst nimmt, wird deshalb auch bereit sein, Unrecht zu benennen – unabhängig davon, von welchem Staat oder welcher Macht es ausgeht.


Die Anerkennung der großen russischen Kultur sollte daher nicht politisch instrumentalisiert werden. Sie gehört – wie jede große Kultur – der gesamten Menschheit und erinnert daran, dass Freiheit, Würde und Frieden die Grundlagen eines wahrhaft humanen Zusammenlebens sind.



Das hat ja die KI wunderbar formuliert. Nichts desto trotz wird hier wiederum eine politische Ideologie vertreten. Niemand lebt im luftleeren Raum. Also kann keine Bewertung von Kultur und Geschichte ideologiefrei sein, auch kein großes Erbe der Menschheit. In diesem KI-Text erkenne ich die übliche westliche Propaganda fein verpackt.



Dieser Brief wurde mit dem System ChatGPT moderiert.


Sehr geehrter Herr „prkreuznach“,


Ihr Hinweis, dass kein Mensch und keine Bewertung von Kultur und Geschichte im luftleeren Raum entsteht, ist grundsätzlich zutreffend. Historische Deutungen und kulturelle Bewertungen stehen immer in einem gesellschaftlichen, politischen und zeitlichen Kontext. Dies gilt für jede Perspektive – unabhängig davon, ob sie im Westen, im Osten oder in anderen Teilen der Welt formuliert wird.


Gerade deshalb ist es aus wissenschaftlicher und historischer Sicht sinnvoll, zwischen kulturellen Leistungen, historischer Einordnung und politischer Instrumentalisierung zu unterscheiden. Die Würdigung der bedeutenden Beiträge der russischen Literatur – etwa durch Autoren wie Alexander Puschkin, Leo Tolstoi oder Fjodor Dostojewski – stellt keine politische Ideologie dar, sondern entspricht einem breiten internationalen Konsens der Literatur- und Kulturwissenschaft.


Ebenso gehört es zur historischen Verantwortung, politische Systeme und ihre Auswirkungen auf Menschen kritisch zu betrachten. Die Auseinandersetzung mit autoritären Herrschaftsformen und ihren Folgen ist kein Ausdruck einer bestimmten geopolitischen Propaganda, sondern Teil einer allgemein anerkannten historischen Forschung, die sich auf Quellen, Dokumente und Zeitzeugnisse stützt.


In pluralistischen Gesellschaften ist es ein grundlegendes Prinzip, dass unterschiedliche Interpretationen von Geschichte nebeneinander bestehen können. Entscheidend ist dabei jedoch, dass Kritik oder Zustimmung auf überprüfbaren historischen Tatsachen, argumentativer Nachvollziehbarkeit und gegenseitigem Respekt beruhen.


Die Anerkennung des kulturellen Erbes eines Volkes und die kritische Betrachtung politischer Entwicklungen schließen sich daher nicht aus. Im Gegenteil: Eine verantwortungsvolle historische Betrachtung versucht gerade, beide Ebenen differenziert zu würdigen.


Mit freundlichen Grüßen

Hans Gamma 

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