Montag, 29. Dezember 2025

Ins Reine kommen

 Die Menschheit muss nicht gerettet werden, was zählt, ist, allemal mit sich selbst ins Reine zu kommen.

The first will be the last.

 A man was promoted

available at any time
by anyone

自己的脸

 在自身微弱的光线下,脸庞在评判世界时显得微不足道。

Ламбарднік

 Жонка пытаецца ў мужа, ці можа ён пазычыць ёй шмат грошай. Ён гатовы пазычыць яшчэ больш. Муж не ведае, ці варта яму запісваць вексель у сумесную кнігу ўліку, ці ў іншае месца.

for a tryst

 After a party
at which a former
church member
did not drink alcohol, he sets off at night
on his bicycle
although he has nowhere to stay
on his old way home
overtaken on their bicycles
by a group of drunken people
a woman dressed in black
asks the man off the road
for a tryst

הדומיננטיות

 אישה מבוגרת
המסורה לדומיננטיות גברית
יושבת לצד הדרך
בקצה האחו
אנשים עומדים סביבה
היא רוצה לגעור בגבר
שאינו שווה לה בדיבורה

عاری از میکروب

 او باید همزن را تمیز نگه دارد تا هیچ میکروب مضری به غذا سرایت نکند.

시금치 또는 콩

 노인은 시금치를
인도식으로 요리하는 법을 알고 있다
하지만 젊은 여자의 남자친구는
더 자세히 알고 싶어한다
키 크고 젊은 남자는
여자친구 옆에서
손에 큰 자루를 들고 냉동 콩을 산다
그는 아침 일찍 식료품점에서 온다

Hiring and firing

 The employer makes it clear to the father that he is being unexpectedly dismissed without notice. The man leaves his workplace in the morning, dejected, and doesn't know how to tell his wife about the misfortune.

自雇

 每天
火车
自主运行

如同钟表般
精准
沿着轨道

Sichtweise

 Jede neue Sichtweise entspringt einem persönlichen Ereignis.

Nimm den Traum ernst.

 Die Nacht in uns hilft uns, dass wir im Licht des Tages, uns im Spiegel und die Welt um uns herum betrachten können. Der Traum, als Botschaft der Seele, ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Aufgabe ist und bleibt, seine paradoxe Sprache zu entziffern, und mit neuer Einsicht am Tag umzusetzen. Nimm den Traum ernst, das sagten schon die Altvordern, ohne bei Alma Mater jemals den Fuss auf die Treppe in ihr Haus gesetzt zu haben.

Die Welt

Die Welt als Nabelschnur zur Innenwelt, die das Dasein des Menschen, mit Nahrung, und den Geschichten der Vorwelt vermittelt. Die Geste, im Körperbild des anderen in Bewegung, sagt uns, wem wir uns zuwenden sollen, oder auch nicht. Die List der Natur, lässt uns zur Weitergabe des Lebens zueinander kommen.


Das gesellschaftliche Leben, will uns in ihren Normen und Traditionen und Sitten einschleusen, sodass wir das Unbewusste, seine Botschaften verneinen und verdrängen. Die Anatomie, der Seele, ihre Wirklichkeit, verankert im Körper wird durch äussere Dogmatik und Lehre seit der Kindheit wird dadurch von seinem Wesenskern entmündigt. Im Körperselbst, wird der Bewegungsinn des Menschen damit ausgeblendet.


Die Menschheit, jede/er ist ein Teil einer Gemeinschaft. Die Vielfalt von Sprachen, die eine natürliche Grenze, zu anderen zieht. Erziehen kann niemand den anderen, begleiten und unterstützen, dass ist in der Pädagogik und Agogik die Aufgabe. Wir werden nicht in etwas hineingeboren, was uns nicht im innersten entspricht. Klar ist, dass niemand vor der Menschwerdung gefragt wird, ob er Mensch werden will oder auch nicht. Wir atmen alle dieselbe Luft, trinken alle dasselbe Wasser, der Tyrann sowie der ganz einfache Mensch.


Das Gemeinsame beginnt in der Intimität, der Kinästhesie, KI ( Ein Handlungskonzept, das die eigene Bewegung und die des Gegenübers in den Mittelpunkt stellt, um Bewegungsabläufe zu erleichtern.) von Mutter und Kind. Denn ohne Nachahmung, Wärme und Berührung der Mensch stirbt. Jedes Frage an den anderen ist obszön, die Frage selbst kann die inneren Beweggründe eines anderen nie ganz verstehen. Jeder Erwachsene muss für sein tun und lassen, vor sich selbst rechtfertigen und dazu die Verantwortung tragen.


Die intrinsische Motivation eines Menschen, bleibt trotz aller Methoden und Analysen dem Auge des andern ein Geheimnis und verborgen. Sinnvoll ist dem Menschen eine Handlung, die ihn zwischen Innen- und Aussenwelt in einen Ausgleich bringt.


Das Bewusstsein, schwimmt auf dem Urmeer des kollektiven Unbewussten. Selbst die Sinngebung, die jeder Mensch zum Alltag zum Gebrauch hat, haben muss, damit sie/er die Aufgaben für sich und in der Umwelt bewusst bewältigen zu können, kann in der Nachahmung eines andern wichtig sein. Die Widersprüche im Dasein belieben erhalten. Kein Überich kann uns aus dem „ES“ befreien. Das ich ist Bestandteil, dass sich für eine bewusste Auseinandersetzung zwischen Wissen und Nichtwissen, als ganzer Mensch einsetzen muss.


Ordnung kann nicht erklärt werden, der Mensch muss sich dem Kosmos (Ordnung) unterstellen und daran arbeiten.

Jede/er ist für seinen Teil für seine Sinnfindung selbst verantwortlich.

Nicht jeder Konflikt kann gelöst werden, jede/er arbeite tagtäglich an seiner eigenen Problematik.


Die Sozial-(Lehre) verneint das Geworden-sein aus dem Kern des Menschen selbst.

Wir sind nicht (Welt), wir sind ein Sekunden-Bruchteil, des Lebens auf der Erde, wie lange noch, weiss niemand.


Die einzige Tatsache ist der Tod.

Die Anmache

 Eine Frau
die sich an einen Mann heranwagt
sitzt neben ihm

Knie an Knie
sodass es knistert
sie reicht ihm ein Buch
mit Lyrik in deutscher Sprache 
die er konsumiert
und Prosa in spanisch 
deren Sprache er nicht fähig ist

er darf ihr Fahrrad benutzen
mit dem er genau so gut klar kommt
wie mit dem eigenen Fahrrad
mitten in der Nacht
in Windeseile eine Strecke
durch Berg und Tal zu meistern

am Morgen trifft er die Frau wieder
er sagt ihr
dass er das Buch gelesen hat
ausser die spanischen Texte
er merkt dabei
dass er nicht in die Bande
der Frau geraten will

nicht auffindbar

Die Ehefrau
besucht den Mann
in seinem Büro
der ganze Tisch
ist vollbesetzt
von Papieren und Dokumenten

die Frau sticht
mit einer kleinen metallenen Schaufel 
in den Stapel
sie möchte ihre Dokumente
die sie auf dem Amt vorweisen muss

sie sind bedauerlicher weise 
nicht auffindbar 

Der letzte Arbeitstag

 Es dunkelt bereits
ein Arbeiter hat vor seinem Abschied 
die letzte Leistungsabrechnung
in ein Formular einzutragen  
er braucht dazu die Hilfe
eines unsichtbaren Nachfolgers

Sonntag, 28. Dezember 2025

Weltanschauungen im Widerspruch

 Alles was im Ismus endet will das Einfache im Dasein niedriger bewerten.

Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.


Alles was den Menschen, von innen her zum Tatendrang auffordert, endet in einer Arbeitsleistung. Nicht jedes Tun muss in einer Sinnfindung ihre Entsprechung haben. Die Würde des Menschen ist universell, unteilbar und absolut. Die Rechtsprechung, je nach Weltanschauung, verhindert nicht den Machtmissbrauch, nicht nur die der Tyrannen. Macht kommt von machen, dem sind natürliche, „wir sind Natur in der Natur“, Grenzen gesetzt. Wer sich über alles, erhaben fühlt, schadet sich vor allem selbst.


Es gibt keinen Unterschied, zwischen der Präambel, „Im Namen des Volkes“ und dem „Im Namen des Allmächtigen“, beides geheimnist, delegiert die gesamte Verantwortung im Dasein eines Menschen auf die Masse. Diese Prämissen, was dem Menschen damit zu glauben vorgestellt wird, hat er in allem, zu befolgen.


Gerechtigkeit gibt es, ausser dass jede/er seinem Gewissen zur Tat Folge leistet. Jede/er hat das Recht im Vollzug mit anderen, bevor er sein Urteil über andere setzt, es neu zu überdenken und danach zu handeln. Ein Nein sei ein nein, ein Ja, ein ja. Dazu braucht es die tagtägliche Auseinandersetzung mit sich und den anderen. Was heute richtig und gut war, ist morgen das Falsche. Das Gesetz im Kern, umfasst von der Seele, ist so alt wie die Menschheit selbst. In der Menschwerdung, die nicht abgeschlossen, sich noch immer im Gange befindet. Was Brauch und Sitte ist, fasst sich in Regeln und Normen, die nicht jedem in seine Berufung eingenäht sind. Nicht jede Idee, nicht jede Gesinnung, passt haargenau in die Selbstverantwortung und Lebensweise eines anderen. Die Rückbindung auf Weisheiten von altersher, können den Weg nicht versperren auf das Unbekannte, das noch nicht zur Gewissheit des Menschen geworden. Umwege, die mit Bedacht durchlaufen, können auf das Bessere, das noch nicht im Da weilt, hinweisen. Die Werkzeuge dazu sind unwichtig, sondern das unablässige Tun, zwischen allen Gegensätzen. Die eigene Schuldanerkennung und Sühneleistung, von der ist der unvollkommene Mensch sein Leben lang nicht zu befreien. Niemand muss den/die Anderen aufrütteln, jede/er hat mit seiner Schattenarbeit genug zu tun. Jeder Mensch hat eine/seine Ahnung davon, ohne in Ungeduld verfallen zu müssen, was die Not der Zeit verlangt. Der Markt und das Geld an sich, erkennen sich selbst keiner Moralen. Das Erbe, das jeder Mensch, auch ohne Besitztum verbreitet, müssen seine Nachfahren überprüfen. Die Spreu vom Weizen trennen. Der Staat, das sind wir, in der Diktatur, sowie in der Demokratie. Jeder Mensch hat seine Arbeit tagtäglich zu tun. Der Staatskapitalismus unterscheidet sich heute nicht mehr vom Kapitalismus westlicher Prägung. Beides, hat sich von der Natur und den Menschen abgewendet. Die christliche und die Sittenlehre des Sozialismus, haben den Menschen, von der Tyrannei bis heute nicht befreit. Das Problem beginnt damit, dass wir anderen, die anders denken besser wissen wollen. Macht die von aussen kommt, kann eine/er ablehnen oder nicht. Niemand kann von sich behaupten, auch als ganz einfacher Mensch, dass er bewusst, oder unbewusst Macht ausübt.

Чоловік в Овальному кабінеті

 Чоловік в Овальному кабінеті стурбований лише собою.

allemal

In allem auf dem Boden bleiben, da gibt es allemal viel zu tun.

Die Aufgabe

 Nicht das was wir bereits.“begriffen“ haben, sondern, das was noch nicht mit allen Sinnen, ans Tageslicht gebracht, das was den ganzen Menschen herausfordert, soll zu allen Dingen der Aussenwelt zur tagtäglichen Aufgabe werden.

Das kollektive Unbewsste

Gedanken und Erinnerungen kommen zu uns, nicht wir zu ihnen. Damit ist jeder Mensch, ob er will oder nicht betroffen, vor allem, von dem was nicht gut war, indem wir alle, die Unbill durch die Verdrängung, davon nichts wissen wollen. Weil wir uns ganz allgemein, als Gutmensch darstellen wollen.

Das kollektive Unbewusste bedient sich in seiner Botschaft, weder dem Mass, der Moral, den Dogmen noch der Zeit.

Klarheit

 Im Widerstreit
zwischen äusserer Gewissheit
der althergebrachten Weisheit
und dem was in jedem Menschen
neu aus dem Unbewussten
aus seinem Urgrund 
zu neuer Einsicht aufsteigt
muss jede/er für sich 
zur Klarheit kommen

Samstag, 27. Dezember 2025

Die Wunde der Menschheit

 Den eigenen Schatten kann der Mensch nicht weiter verbreiten. Der Mensch der nicht wissen was die linke Hand will und mit der rechten Hand eingreift, hat die Verpflichtung, der Verantwortung zu sich selbst und anderen verpasst. Der Mensch versucht sich mit Begriffen, die von altersher aufgebaut sind, den Finger in die Wunde der Menschheit zu legen, um sich selbst damit zu entlasten.

Die Botschaft

 Jeder Standpunkt gibt dem Menschen die Möglichkeit, sich in verschiedenartiger Weise zu bewegen, nachzudenken, eine Entscheidung zu treffen und danach eigenständig zu handeln. Das Unbewusste drängt den Menschen, dass sie/er sich in der Auseinandersetzung von Innenwelt und Aussenwelt, sich mit allen Sinnen beteiligt, sich der Wirklichkeit, von innen und außen, Tag und Nacht zu stellen. Die Botschaft im Traum der sich in einer paradoxen Mitteilung, sie/ihn auffordert, die Gepflogenheit der Menschen, an seinem Standort, der Kultur und Tradition der Aussenwelt zu durchbrechen.

Die Traumbotschaft

 Kein Dogma
kann verhindern
dass der Traum
aus dem Kern
umfasst von der Seele
des Menschen
ihn darauf hinweist
dass er eine Botschaft
an die Welt innehat
die auf eine neue Einsicht
in das Weltgeschehen hinweist

Freitag, 26. Dezember 2025

Schatten

 Der Mensch ist und bleibt unvollkommen, egal für was er sich entscheidet, egal nach welchen Prinzipien er handelt, es bleibt im Bösen wie im Guten, auch an den Vorfahren, dem Tun und Lassen, ein Schatten für die Nachfahren hängen.

An die Sachverwalter Gottes

 Gott in uns, in allem was auf der Erde ist leibt und lebt. Schon bevor es den Menschen gab und in alle Zukunft in unserem danach.

Davon will Robert Francis Prevost und seine Vorgänger, seine Gleichgesinnten, seine Gefolgsleute nichts wissen.

Astrologie

 Im zwölften Haus, im Haus des Todes, bereitet sich der Mensch, gewollt oder nicht gewollt, auf sein eigenes Ende vor.

Der Vollzug

 Das Unbewusste ist der Nährboden, aus dem der Mensch, das dafür und das dagegen, in den Vollzug nimmt.

Widerspruch

 Der Widerspruch
des Gegenübers mit einbezogen 
eröffnet den Weg
der noch nie beschritten worden

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Das Ehepaar

 Die Ehefrau
wartet auf ihren Mann
mit hellem wolligen Schal
und schwarzem Wintermantel 
vor der Abgrenzung 
ins öffentliche Bad
als wäre sie bereit
mit ihrem Man
der am Portal hereinstürmt 
zurück nach Hause zu fahren

Papier

 In einer Zimmerei
hobeln zwei Hände
die Latten aus
frisch zubereitetem Holz

indem sie die Späne 
mischen und kneten
wird daraus 
ein besonderes Papier

zu spät

 Der Vater ist
früh am Morgen
in einem Durcheinander 
sein Zwillinge 
sollten zur Schule
eine Frau der Sozialhilfe
sie selbst sieht randständig
mit einfacher Bekleidung
danach aus

stellt das Fahrrad 
an der Hauswand ab
klopft an die Haustür
sie nimmt zwei
in zwei verpackte Plastiktaschen
die nicht bestellte Mahlseiten 
für die Zwillinge heraus
die sich sogleich 
auf den Weg
zu Schule machen
sie hat noch ein drittes Paket dabei

ob er es wolle fragt sie
er nimmt es entgegen 
obwohl er sieht
das es aus Brot und Käse besteht
das er eigentlich nicht so mag

drinnen im Haus kommt ihm in den Sinn
dass er sich an der Arbeitsstelle abmelden sollte
er fühlt sich krank 
am Wandtelefon lässt er sich mit der Vorwahl
von zwei Nullen mit der Köchin verbinden
die antwortet darauf
das das einfache Essen
mit Gehackten und Teigwaren 
bereits in den Wärmeschüsseln bereit steht
und nicht mehr geändert werden darf

um sich bei der Arbeitsstelle
in einer Arbeitsgruppe abzumelden 
wird er mit fremden Einrichtungen verbunden

auch die Verbindung 
zur bevorstehenden Weiterbildung 
in die Lehranstalt zur Abmeldung ist nicht möglich

der Mann muss seinen Kopf angeschlagen haben
von dem er nichts bemerkt hat
das linke Brillenglas und das Gestell 
der neuen Brille ist zerbrochen
er weiss nicht wie er zur Zeit
ins Brillengeschäft kommen kann
um die Brille wieder in Stand zu stellen

der Mann hat den Eindruck 
dass ihm die letzte Stunde schlägt
er ist überwältigt von seinen Gedanken
ihm ist alles zu spät

Bei Tageslicht

 Mitten in der Nacht
bricht durch das Fenster
in einer Stadt Wohnung
das Tageslicht herein

der Ehemann
weil er nicht schlafen kann
macht sich am Herd 
in der Küche zu schaffen

er ist unsicher
ob er seine Frau
im Schlafzimmer wecken könnte

er schaut nach
die Frau liegt im Dunkeln
unter der Bettdecke
sie ist im Gespräch
mit jemand am Telefon

Der Palmenzweig

 Worte aus der Luft gegriffen
aus ihnen spriesst
ein heller Palmenzweig 

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Demokratischer Sozialismus

 Ich mag mich nicht in die anderen Keimzellen einkuscheln. 

Besitz

 Ich habe mich nicht zu Besitz, noch weniger die Wirklichkeit von Welt.

Die Sachverwalter

 Noch immer ist es so, dass das Kind im Schoss der Mutter zum Menschen heranwächst. Das ist keinem Mann möglich, außer die Sachverwalter des Erlösers wollen die Wirklichkeit des Lebendigen, des Seienden, Gott in uns, von jeher, seitdem es den Menschen gibt, umkehren.

Das Seiende

 Die Lehre des Seienden, genauer von den Möglichkeiten des Seienden, widerspricht, dass der/sie der Frage nachgeht, was ist und was nicht. Niemand kann danach fragen, wenn sie/er nicht in der Wirklichkeit von Welt, leibhaft ist und wirkt.

Vor dem Eindunkeln

In der Dämmerung
vor Ladenschluss 
geht ein Mann
an einem Geschäft
ohne Kaufinteresse vorbei
die Verkäuferin
gibt dem Mann
über den Ladentisch 
eine Halskette
mit grossen grauen Perlen
in seine Hand

Unrat

Fast unbemerkt
für einige Stunden
hat die Ehefrau
allen Unrat
aus den elektrischen Zuleitungen
ins Haus 
durch die Wände 
hindurch entfernt

Dienstag, 23. Dezember 2025

Der Alltag der Tyrannen

 Die tagtäglichen Gräueltaten 
sind nicht in Worte zu fassen 
jedes Jahr mehr davon
muss diesen Menschen
eine Genugtuung 
und Freude machen

gebacken

 Er ist kein Zuckerbäcker
er wird von anderen
die nicht sichtbar sind
aufgefordert 
einen Rundkuchen
mit Inhalt 
vorzubereiten

dazu wird 
von unsichtbarer Hand
dass sich eine Kruste bildet
ein weisses Triebmittel 
in den Teig gestreut

aus dem Ofen
wird das Gebackene von jemand
aufgeschnitten 
der innere Brei
der an grünen Rhabarber erinnert
den Gästen
am Tellerrand abgestreift

Montag, 22. Dezember 2025

klein machen

 Wer die paradoxe Botschaft des Traums zu verstehen versucht, wird ihn nicht klein machen.

Die Tyrannen

 bedienen sich
der eigenen Moral

Wahrheit

 Die Wahrheit liegt im Verborgenen 
durch den nächtlichen Traum
wird sie dem Träumenden 
ein stückweit offenbar

ungebetene Gäste

 Das Ehepaar 
sitzt auf der Wiese
im Vorgarten

eine Gruppe von Menschen
platzt herein
eine Bulldogge
setzt in den Bastkorb

die Besitzerin
scheucht ihn weg
der Mann lässt ihn gewähren
unter dem Nussbaum
verwandelt er sich in eine Frau
die Nüsse vom Boden aufnimmt
und sie mit den Zähnen aufbricht

der Mann passiert
den frischen Holunder
durch ein Küchensieb
anstatt ihn weiter zu verarbeiten
wirft er das ganze auf den Boden

die nicht eingeladenen Gäste
bedienen sich an Früchten
aller Art

die Frau öffnet 
indem sie einen zwielichtigen Mann
sich vom Stuhl im Garten
aufzusetzen auffordert 
eine Konservendose 

darin ist eine Anakonda eingelegt
der Mann denkt sich
dass viele Menschen helfen können
die Schlange als Mahlzeit
zu vertilgen

der Ehemann packt die Schlange
in der Sauce liegend 
am unter Ende
daran ist ein Fischschwanz
die den ungebetenen Mann erschüttert
und erschreckt

am helllichten Tag

 Der Mann ist erstaunt
dass seine Frau aufdringlich wird
ihn nackt umarmt

er möchte 
dass die Tür zur Kammer
geschlossen bleibt

beide finden sich sogleich
noch während der Nacht
am helllichten Tag
am Fluss
inmitten der Stadt
auf einem Ruheplatz
in Kleidung
auf einer Wiese wieder

Träume

 Im Gespräch
sagt einer 
Träume sind Schäume
ich lasse es mir
gut gehen

der andere
meint dazu

wenn es mir gut geht
gehorche ich dem Traum
und denke mir
ach mein Gott

Sonntag, 21. Dezember 2025

Krieg

 Zwischen den Häuserschluchten 
in der Nacht
zünden Knaben
Kerzen an
die gleich erlöschen 
beim zweiten Mal 
ist der Himmel
voll von dröhnenden Drohnen 
Raketen und Kampfflugzeugen 

Die Vernichtung

 Die Tyrannen
dieser Welt
sind sich 
nicht zu scheu

Kriege anzuzetteln 
damit sie
die universelle 
unteilbare 
absolute Menschenwürde 
vernichten können 

gefallen

 Solange ich
meinen Lügengeschichten 
nicht verfalle

den anderen 
mögen sie
zu ihren Gusten
gefallen

Das Kunstwerk

 Der Mann kommt spät abends
nach Hause
er steht vor der Holztüre
schon das zweite mal
die ihm 
bis dahin unbekannt blieb

von innen kommt ihm
seine Frau mit einem Bild
in Kleinformat entgegen
sie glaubt freudevoll
dass er das Gemälde 
erstellt hat
aber es ist nicht sein Werk
es ist das Kunstwerk
ihres Bruders

Zwei Brüder

 Nach mehr als einem halben Jahrhundert 
müssen sich zwei Brüder
der jüngere und der Ältere 
zur Nacht ein Zimmer teilen

der Ältere ist erstaunt
wie der Jüngere ihn
als Abschaum behandelt

früh am Morgen
ist der Jüngere
bereits auf den Beinen

der Ältere liegt noch im Bett
unter dem Fenster
der Jüngere kommt 
auf die Bettstatt zu
mit der Bemerkung 
sein Gestank sei widerlich

er greift mit seiner Hand
unter seinem Kinn durch
um das Fenster zu öffnen

das war nur ein Vorwand 
um damit eine Rauferei 
zu beginnen

der Ältere weiss
dass er stärker ist 
er geht der Aufforderung
nicht nach
mit kräftiger Stimme
noch im Bett liegend
fordert er seinen Bruder auf
ihm aus dem Weg zu gehen

Seife

 In der Seifensiederei
werden in einer Grube
auf einem Holzbrett
Stücke mit einem festen Faden
zurecht geschnitten

Beischlaf

 Der Beischläfer
merkt dass sich beim Gegenüber
ein zweites Gemächt
sich reckt und streckt

Die Zensur

 Die Zensur ist soweit vorgeschritten
dass auf dem Bildschirm
die Titel eines Aufsatzes
als Möglichkeit 
die eigenen Gedanken 
zu einer Niederschrift
festgesetzt und
unterstrichen sind
nichts aber auch gar nichts
anderes möglich wird

Samstag, 20. Dezember 2025

Aufgaben

Ein Besucher 
will den Vortrag
eines berühmten Mannes
im Freien verfolgen

der Besucher
hat den Eintritt 
nicht bezahlt

die Rede des Mannes
hilft ihm persönlich 
nicht weiter

er entfernt sich
zuhause warten
auf ihn Aufgaben
und Pflichten 

am Ackersaum

 Links und rechts 
neben dem Feldweg 
das gelb
von Stoppeln der Ähren 
am Ackersaum
steht vereinzelt der Weizen
dazwischen 
Mohn und Kornblumen 

Das Gesamtkunstwerk

 Eine Frau und ein Mann
arbeiten sich 
den den ganzen Tag
an einem Gesamtkunstwerk 
die Vernissage 
kommt in einem später