Donnerstag, 25. Dezember 2025

zu spät

 Der Vater ist
früh am Morgen
in einem Durcheinander 
sein Zwillinge 
sollten zur Schule
eine Frau der Sozialhilfe
sie selbst sieht randständig
mit einfacher Bekleidung
danach aus

stellt das Fahrrad 
an der Hauswand ab
klopft an die Haustür
sie nimmt zwei
in zwei verpackte Plastiktaschen
die nicht bestellte Mahlseiten 
für die Zwillinge heraus
die sich sogleich 
auf den Weg
zu Schule machen
sie hat noch ein drittes Paket dabei

ob er es wolle fragt sie
er nimmt es entgegen 
obwohl er sieht
das es aus Brot und Käse besteht
das er eigentlich nicht so mag

drinnen im Haus kommt ihm in den Sinn
dass er sich an der Arbeitsstelle abmelden sollte
er fühlt sich krank 
am Wandtelefon lässt er sich mit der Vorwahl
von zwei Nullen mit der Köchin verbinden
die antwortet darauf
das das einfache Essen
mit Gehackten und Teigwaren 
bereits in den Wärmeschüsseln bereit steht
und nicht mehr geändert werden darf

um sich bei der Arbeitsstelle
in einer Arbeitsgruppe abzumelden 
wird er mit fremden Einrichtungen verbunden

auch die Verbindung 
zur bevorstehenden Weiterbildung 
in die Lehranstalt zur Abmeldung ist nicht möglich

der Mann muss seinen Kopf angeschlagen haben
von dem er nichts bemerkt hat
das linke Brillenglas und das Gestell 
der neuen Brille ist zerbrochen
er weiss nicht wie er zur Zeit
ins Brillengeschäft kommen kann
um die Brille wieder in Stand zu stellen

der Mann hat den Eindruck 
dass ihm die letzte Stunde schlägt
er ist überwältigt von seinen Gedanken
ihm ist alles zu spät

Bei Tageslicht

 Mitten in der Nacht
bricht durch das Fenster
in einer Stadt Wohnung
das Tageslicht herein

der Ehemann
weil er nicht schlafen kann
macht sich am Herd 
in der Küche zu schaffen

er ist unsicher
ob er seine Frau
im Schlafzimmer wecken könnte

er schaut nach
die Frau liegt im Dunkeln
unter der Bettdecke
sie ist im Gespräch
mit jemand am Telefon

Der Palmenzweig

 Worte aus der Luft gegriffen
aus ihnen spriesst
ein heller Palmenzweig 

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Demokratischer Sozialismus

 Ich mag mich nicht in die anderen Keimzellen einkuscheln. 

Besitz

 Ich habe mich nicht zu Besitz, noch weniger die Wirklichkeit von Welt.

Die Sachverwalter

 Noch immer ist es so, dass das Kind im Schoss der Mutter zum Menschen heranwächst. Das ist keinem Mann möglich, außer die Sachverwalter des Erlösers wollen die Wirklichkeit des Lebendigen, des Seienden, Gott in uns, von jeher, seitdem es den Menschen gibt, umkehren.

Das Seiende

 Die Lehre des Seienden, genauer von den Möglichkeiten des Seienden, widerspricht, dass der/sie der Frage nachgeht, was ist und was nicht. Niemand kann danach fragen, wenn sie/er nicht in der Wirklichkeit von Welt, leibhaft ist und wirkt.

Vor dem Eindunkeln

In der Dämmerung
vor Ladenschluss 
geht ein Mann
an einem Geschäft
ohne Kaufinteresse vorbei
die Verkäuferin
gibt dem Mann
über den Ladentisch 
eine Halskette
mit grossen grauen Perlen
in seine Hand

Unrat

Fast unbemerkt
für einige Stunden
hat die Ehefrau
allen Unrat
aus den elektrischen Zuleitungen
ins Haus 
durch die Wände 
hindurch entfernt

Dienstag, 23. Dezember 2025

Der Alltag der Tyrannen

 Die tagtäglichen Gräueltaten 
sind nicht in Worte zu fassen 
jedes Jahr mehr davon
muss diesen Menschen
eine Genugtuung 
und Freude machen

gebacken

 Er ist kein Zuckerbäcker
er wird von anderen
die nicht sichtbar sind
aufgefordert 
einen Rundkuchen
mit Inhalt 
vorzubereiten

dazu wird 
von unsichtbarer Hand
dass sich eine Kruste bildet
ein weisses Triebmittel 
in den Teig gestreut

aus dem Ofen
wird das Gebackene von jemand
aufgeschnitten 
der innere Brei
der an grünen Rhabarber erinnert
den Gästen
am Tellerrand abgestreift

Montag, 22. Dezember 2025

klein machen

 Wer die paradoxe Botschaft des Traums zu verstehen versucht, wird ihn nicht klein machen.

Die Tyrannen

 bedienen sich
der eigenen Moral

Wahrheit

 Die Wahrheit liegt im Verborgenen 
durch den nächtlichen Traum
wird sie dem Träumenden 
ein stückweit offenbar

ungebetene Gäste

 Das Ehepaar 
sitzt auf der Wiese
im Vorgarten

eine Gruppe von Menschen
platzt herein
eine Bulldogge
setzt in den Bastkorb

die Besitzerin
scheucht ihn weg
der Mann lässt ihn gewähren
unter dem Nussbaum
verwandelt er sich in eine Frau
die Nüsse vom Boden aufnimmt
und sie mit den Zähnen aufbricht

der Mann passiert
den frischen Holunder
durch ein Küchensieb
anstatt ihn weiter zu verarbeiten
wirft er das ganze auf den Boden

die nicht eingeladenen Gäste
bedienen sich an Früchten
aller Art

die Frau öffnet 
indem sie einen zwielichtigen Mann
sich vom Stuhl im Garten
aufzusetzen auffordert 
eine Konservendose 

darin ist eine Anakonda eingelegt
der Mann denkt sich
dass viele Menschen helfen können
die Schlange als Mahlzeit
zu vertilgen

der Ehemann packt die Schlange
in der Sauce liegend 
am unter Ende
daran ist ein Fischschwanz
die den ungebetenen Mann erschüttert
und erschreckt

am helllichten Tag

 Der Mann ist erstaunt
dass seine Frau aufdringlich wird
ihn nackt umarmt

er möchte 
dass die Tür zur Kammer
geschlossen bleibt

beide finden sich sogleich
noch während der Nacht
am helllichten Tag
am Fluss
inmitten der Stadt
auf einem Ruheplatz
in Kleidung
auf einer Wiese wieder

Träume

 Im Gespräch
sagt einer 
Träume sind Schäume
ich lasse es mir
gut gehen

der andere
meint dazu

wenn es mir gut geht
gehorche ich dem Traum
und denke mir
ach mein Gott

Sonntag, 21. Dezember 2025

Krieg

 Zwischen den Häuserschluchten 
in der Nacht
zünden Knaben
Kerzen an
die gleich erlöschen 
beim zweiten Mal 
ist der Himmel
voll von dröhnenden Drohnen 
Raketen und Kampfflugzeugen 

Die Vernichtung

 Die Tyrannen
dieser Welt
sind sich 
nicht zu scheu

Kriege anzuzetteln 
damit sie
die universelle 
unteilbare 
absolute Menschenwürde 
vernichten können 

gefallen

 Solange ich
meinen Lügengeschichten 
nicht verfalle

den anderen 
mögen sie
zu ihren Gusten
gefallen

Das Kunstwerk

 Der Mann kommt spät abends
nach Hause
er steht vor der Holztüre
schon das zweite mal
die ihm 
bis dahin unbekannt blieb

von innen kommt ihm
seine Frau mit einem Bild
in Kleinformat entgegen
sie glaubt freudevoll
dass er das Gemälde 
erstellt hat
aber es ist nicht sein Werk
es ist das Kunstwerk
ihres Bruders

Zwei Brüder

 Nach mehr als einem halben Jahrhundert 
müssen sich zwei Brüder
der jüngere und der Ältere 
zur Nacht ein Zimmer teilen

der Ältere ist erstaunt
wie der Jüngere ihn
als Abschaum behandelt

früh am Morgen
ist der Jüngere
bereits auf den Beinen

der Ältere liegt noch im Bett
unter dem Fenster
der Jüngere kommt 
auf die Bettstatt zu
mit der Bemerkung 
sein Gestank sei widerlich

er greift mit seiner Hand
unter seinem Kinn durch
um das Fenster zu öffnen

das war nur ein Vorwand 
um damit eine Rauferei 
zu beginnen

der Ältere weiss
dass er stärker ist 
er geht der Aufforderung
nicht nach
mit kräftiger Stimme
noch im Bett liegend
fordert er seinen Bruder auf
ihm aus dem Weg zu gehen

Seife

 In der Seifensiederei
werden in einer Grube
auf einem Holzbrett
Stücke mit einem festen Faden
zurecht geschnitten

Beischlaf

 Der Beischläfer
merkt dass sich beim Gegenüber
ein zweites Gemächt
sich reckt und streckt

Die Zensur

 Die Zensur ist soweit vorgeschritten
dass auf dem Bildschirm
die Titel eines Aufsatzes
als Möglichkeit 
die eigenen Gedanken 
zu einer Niederschrift
festgesetzt und
unterstrichen sind
nichts aber auch gar nichts
anderes möglich wird

Samstag, 20. Dezember 2025

Aufgaben

Ein Besucher 
will den Vortrag
eines berühmten Mannes
im Freien verfolgen

der Besucher
hat den Eintritt 
nicht bezahlt

die Rede des Mannes
hilft ihm persönlich 
nicht weiter

er entfernt sich
zuhause warten
auf ihn Aufgaben
und Pflichten 

am Ackersaum

 Links und rechts 
neben dem Feldweg 
das gelb
von Stoppeln der Ähren 
am Ackersaum
steht vereinzelt der Weizen
dazwischen 
Mohn und Kornblumen 

Das Gesamtkunstwerk

 Eine Frau und ein Mann
arbeiten sich 
den den ganzen Tag
an einem Gesamtkunstwerk 
die Vernissage 
kommt in einem später

ein Ereignis

 Mir war der Erlöser nie ein persönliches Ereignis.

Das Undenkbare im Wirk des Unbewussten

 An einer Lehrveranstaltung 
die Leitung bleibt unsichtbar
hat sich eine kleine Gruppe
von Frauen und Männern
zur Erweiterung in Bewegung
miteinander zusammengesetzt

am Ende des Tages
sind alle von der körperlichen
Anstrengung erschöpft
ein Mann traut sich
am Boden liegend
einen ausgestreckten Arm
eines anderen Mannes zu berühren

er möchte damit sagen
dass die Begegnungen
sich auf das Wohlbefinden 
ausgewirkt hat
er meint dass es gut wäre
wenn die Gruppe
sich zum Thema
ohne eine Leitung
in nächster Zeit
wieder zusammen finden könnte

seine Frau ist enttäuscht 
weil ihre Tochter nicht 
mit anwesend gewesen ist

am Ausgang malt sie
aus ihren Händen
mit Farbe eine Figur
an die weisse Wand
der Mann ist erstaunt
er ist sich 
von ihr sowas nicht gewohnt

er fordert seine Frau auf
das Bild an der Wand zu löschen

Freitag, 19. Dezember 2025

양동이 안에

위에서 내려다본 풍경
통 안에 떠 있는 작은 완두콩들
작은 완두콩들

 Die Ansicht

von oben

in einen Bottich

von schwimmenden

kleinen Erbsen

Sterne

 Das zwölfte Haus, seine Tore öffnen sich langsam, damit ich in den bedeutungslosen, ewigen Schlaf fallen soll. Die Sterne im Weltall gehen ihre Wege weiter. Sie kümmern sich nicht um meinen letzten Atemzug.

Abwasch

 Ich kann die Welt nicht abwaschen, auf der Reise, die noch nicht zu Ende ist. Die Welt bleibt an meiner Haut kleben, bis zum letzten Atemzug.

genug

 Ich schreibe tagtäglich, ich will mit den  letzten Worten untergehen, es ist mir genug.

سواری یک پیرمرد با گاری بچه

 پیرمرد
حتماً راضی است
او را
در یک کالسکه سفید
بزرگ شده
برای کودکان
بر روی ریل
از میان حومه شهر
می‌برند.

Der Alte

muss sich begnügen

er wird 

in einem weissen

vergrösserten 

Kinderwagen

auf Schienen 

durch die Landschaft

gefahren

Старик и море

 Старик
под чарами блондинки
с тех времен
тогда
с отсутствующей щелью между зубами
подходит к нему
она кокетлива
хочет пойти на
летний пляж
поплавать
в озере

Der Alte 

im Banne

einer blondhaarigen Frau

aus der Zeit

von damals

die Zahnlücke fehlt

kommt auf ihn zu

sie ziert sich

will an den

sommerlichen Strand

zum schwimmen

am See

来世

 在火车站
他打算回家
去探望他已故的母亲
他的行李空空如也
一位年轻女子
变成了
一位黑人女士
她说
这一天
应该等待
她认识他
一个睡觉的地方
那里无家可归的人已经排起了长队
一排排地
在一个大厅里
躺在床上休息


Am Bahnhof

mit der Absicht

nach Hause 

die verstorbene Mutter

zu besuchen

seine Taschen sind leer

eine junge Frau

verwandelt sich

in eine schwarze Dame

sie sagt

der Tag 

sei abzuwarten

sie wisse ihm 

einen Schlafplatz

wo Obdachlose

bereits in Reih

und Glied

in einer Halle

in den Betten ruhen

Die Botschaft

 Der Mensch mit seiner Haltung, seiner Weltanschauung bleibt unvollkommen. Gott in uns gibt uns die Richtschnur, im Traum, seine Botschaft durch die Seele, zu neuer Einsicht ins Gewissen.

Der Schattenwurf der Zeit

 Der Traum ist älter als die Zeit, die von außen, durch den Schattenwurf der Sonnenuhren in uns einwirkt.

Das Gericht

 Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg; auch ohne Absicht, andere davon überzeugen zu müssen. Gedanken kommen zu uns, nicht wir zu ihnen. Die Würde des Menschen ist universell, unteilbar und absolut. Niemand kann uns aus Not, Sünde und Elend befreien. Wir müssen lernend, das Schattenhafte des Menschseins, durch das ganze Leben zu ertragen.

Es gibt keine andere Welt, als die, wo jeder Mensch an seinem Platz steht und geht. 
Die selbsternannten Guten, halten bis heute, über andere das Gericht.

Der eigene Schatten.

 Der Mensch bleibt trotz aller Bemühungen zum Besseren unvollkommen. Es nützt nichts, mit einem Federstrich an der Wand die Bösen dieser Welt, an den kahlen Wänden in der Stadt, an den Pranger zu stellen, als ob der Erschaffer, der sich der Poesie verschrieben hat, keine düstere Schatten, vor anderen verborgen in sich trägt.

Gifte

 Der Teig muss
um die Umweltgifte 
auf dem Herd 
in der Pfanne abzuschirmen
unter drei verschiedenen Deckeln
ausgebacken werden

Donnerstag, 18. Dezember 2025

In Wohllust

Kein Mensch ist dazu fähig, die Seele als Bilderbuch zu entfalten, um darin seine Wünsche und seine Begierden, im Anblick eines Gegenübers in Wohllust zu befriedigen.

Die Pflicht

 Die Pflicht ist, sich an jedem Ort, für Leib und Leben, gegen die Tyrannei zur Wehr zu setzen.

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Die Gefangenschaft

 Ich gehe mit der Angst seit meiner Kindheit Hand in Hand. Das Verlangen, die Begierde hat mich nicht frei gemacht. Ich bin ein Gefangener meiner selbst, trotzdem versuche ich, das zu machen, was mir gefällt.

überdenken

 Dem Undenkbaren unter die Röcke schauen kann helfen, die Dinge und Sachen im Nichtsein mit dem Verstand, je nach dem, was der Mensch dort zu sehen bekommt, zu beschreiben und zu überdenken.

Schuldzuweisung

 Schuldzuweisung hilft niemand, der Fingerzeig auf andere macht mich nicht zum besseren Menschen.

Die Bassgeige

 Die Gedanken kommen zum Menschen, nicht wir zu ihnen. Im Gebrauch legen wir Sachen und Dinge in Begriffen fest, sodass wir sagen, ich bin mir selbst. Der Verstand sei weit ab unter aller Vernunft. Wir vermuten dem Wort eine Wertung zu, der Zweifel spielt die Bassgeige dazu.

Wahrheit

 Die Wahrheit ist mitten unter uns, in uns, nur niemand kommt sie mit Händen zu fassen.

Die Begegnung

 Nichts ist null und nichtig, wenn dem einfachsten Menschen, mit Würde begegnet wird.

Leben und Zeit

 Die Vernunft will Leben und Zeit in eine denkbare Form bringen, um damit dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu kommen. Wir müssen die universelle, unteilbare, absolute Menschenwürde als höchstes Prinzip anerkennen. Wir sind Natur in der Natur. Wir können das Weltall, das sich dem Denken des Menschen entzieht, nicht mit undenkbaren Gedanken den Sinn des Lebens damit begreifbar machen. Das Unendliche bleibt dem Menschen, Gott in uns, so nah und verborgen. Sein und Zeit, zwei Begriffe, die der Mensch in seine Erfahrung in ein momentanes Ereignis bringt. Das Leben kann nicht alles wollen, es muss sich der Härte der Außenwelt ständig anpassen. Dazu gehört die Menschwerdung, die bis heute und in Zukunft im Gange bleibt. Die Ewigkeit ist im Hier und Da, sie bleibt trotz aller Bemühungen des Menschen, den Moment in einer Vollkommenheit zu verbringen unvollendet. Die Zukunft kommt auch ohne den Menschen aus, wie das Universum sein Ende finden wird, das weiß niemand. Seit der Mensch ein Bewusstsein hat, meint der Mensch, er könne den Tod mit einer anderen Sinngebung, die der Wirklichkeit widerspricht, enteilen. Die Sachverwalter ihres Gottes und die Männer, die die ganze Wahrheit für sich beanspruchen wollen, sich dem Tod, der die einzige Tatsache ist, nicht beugen. Sie wollen nicht verstehen, dass das eigene Leben ein Kreuz ist, das jeder Mensch auf seine Weise zu tragen hat.

Prinzipien

 Die Vernunft behauptet sie könne das Denken damit überhöhen, indem es auf etwas Höheres hinweist. Das ich, auch das hat der Mensch nicht zu Besitz. Das Denken bezieht sich darauf, und entwickelt daraus Prinzipen, die es dem Unmündigen, in seiner Einfachheit abspricht.

Das Denken

Das Denken will seit dem Postulat „Ich denke, also bin ich“, des Weiteren, „Der reinen  autonome Vernunft“, nichts mehr mit den Niedrigkeiten, zu aller Begrifflichkeit, die das Denken dem instinkthaften, es so benennt und zuteilt, dem Sein, im da zu tun haben; anstatt, daran zu denken, dass jeder Menschen, damit in eigener Verantwortung steht, sich mit den Widersprüchlichkeiten zur Wirklichkeit des Lebens, auseinander zu setzen hat, um damit zu neuer Einsicht zu kommen.

Verruf

 Der Traum ist so alt wie die Menschheit selbst, nur ist er durch die autonome Vernunft in Verruf gekommen.

Scham

Nach einer intimen Begegnung 
mit einer Frau
setzt sich eine unbekannte Frau
neben dem Mann 
an den Tisch

ihr wildes blondes Haar
ihre Nähe 
fordert ihn heraus

er schämt sich
in seinen Unterhosen
haben sich
runde Schlacken festgesetzt 

er flieht das Rasthaus
springt in einen nahen Teich
er bringt damit
die Flecken nicht weg
und wagt sich deswegen
rund um den Teich
nicht wieder unter die Leute

Nach dem Sport

Bei einem Wettrennen
da wundert sich der Alte
und seine Frau
ist er fünfter geworden 

der Rang wird 
mit den Sporthemden
an Bügeln 
in der Freiluft
an einer Stange ersichtlich 

der Alte 
will die nächst Etappe
nicht beschreiten

sie beide nehmen sich
eine Unterkunft 
um Liebe zu machen

zwei junge Männer
zuerst der eine 
dann der andere
legen sich währenddessen
in ein Bett nebenan

sie schlafen bald ein
sie lassen sich
durch das Liebesspiel
des Paares nicht stören

dem einen fällt
im Schlaf
ein Mundschoner
auf das Kissen

Die Reinigung

 Er hat das Badezimmer
geputzt und gescheuert 
seine Frau
nimmt sich die Badewanne 
unter die Lupe
sie putz dem ganzen nach
aus ganzen Leibeskräften

Dienstag, 16. Dezember 2025

Licht

 Jeder Mensch trägt, von Geburt an, bis zum Ende, im Innersten, sein eigenes Licht.

auch den Männern

 Die universelle, unteilbare, absolute Menschenwürde, gilt allen Frauen, Kinder, auch den Männern, die Weisheit allein für sich in Anspruch nehmen.

Der Traum

 Der Traum träumt mich 
an Ort und Zeit 
inmitten von Lebenden 
und Verstorbenen.