Im dichten Wald fällt die Walnuss vom Baum. Wird sie nicht vom Wildschwein gefressen, keimt sie auf natürliche Weise am Boden und verbreitet sich, um die nächste Generation zu sichern. Die Natur braucht keinen Spiegel, wie der Mensch sich ständig seiner wandelnden Identität, als Wankelmütiger, der seine Präsenz täglich im Abbild des Spiegels bestätigt sehen will. Der Mensch hadert sein Leben lang mit dem Gefühl, ein Opferlamm zu sein. Nur sein lyrisches Ich könne die Welt durch sein Wort für die Ewigkeit erlösen und damit den Mikrokosmos seiner selbst im Universum als bleibende Spur im Granitstein festzuhalten. Dem Wind ist es gleichgültig, ob der Mensch glaubt, seit Anbeginn der Zeit der Schöpfer aller von Menschenhand geschaffenen Dinge zu sein.
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