Montag, 6. April 2026

Ewiges Feuer

 


Der Tag macht sich nichts aus den queren Gedanken eines Poeten, die in ihm aufsteigen, ob er dem will oder nicht. Der Federkiel in den Händen des Träumers hat die Botschaft des Traums nicht erfasst. Er hat sich um gut schlafen zu können, Augen und Ohren mit Zuckerwatte verpasst. Die eigenen Knochen bringt er eigenhändig nicht in die Retorte, ins Glas, das über dem Fegefeuer, rot brennt wie die Sonne. Er möchte sich in einen embryonalen Zustand versetzen, indem er mit dem Skalpell Hinwendungen seziert, um den Humunculus zu beleben. Nicht nur der Poet ist von Narben durchdrungen, ob er sie für sich allein in Anspruch nimmt oder auch nicht. Am Ende landet alles im ewigen Feuer.

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