Mittwoch, 4. März 2026

Jetzt mal langsam

 Jetzt mal langsam“ – genau das sollte man in geopolitischen Fragen tatsächlich sagen. Aber die Behauptung, die USA hätten in der Region „mit Weitblick und Umsicht die Dinge schon immer zum Guten gewendet“, hält einer nüchternen Betrachtung kaum stand.


Ein Blick auf den Iraq War zeigt, wie eine Intervention mit dem erklärten Ziel von Stabilität und Demokratie langfristig massive Instabilität, hunderttausende Tote und die Stärkung extremistischer Gruppen zur Folge hatte. Auch in Afghanistan endete ein zwanzigjähriger Einsatz mit einem überstürzten Abzug und der Rückkehr der Taliban an die Macht.


Noch weiter zurück reicht die Unterstützung autoritärer Regime während des Kalten Krieges – etwa im Zusammenhang mit dem Iranian coup d’état. Kurzfristige strategische Interessen wurden damals höher gewichtet als demokratische Prinzipien, mit Folgen, die bis heute nachwirken.


Das heißt nicht, dass jede amerikanische Initiative per se falsch ist oder dass andere Akteure automatisch bessere Lösungen anbieten. Aber eine pauschale Annahme, die USA hätten „immer“ mit Weitblick gehandelt und „zum Guten“ gewirkt, ist historisch schlicht nicht belegbar. Außenpolitik ist selten altruistisch – sie folgt Interessen. Das gilt für Washington genauso wie für andere Hauptstädte.


Gerade deshalb ist kritisches Hinterfragen kein Anti-Amerikanismus, sondern Ausdruck politischer Mündigkeit. Vertrauen sollte sich an konkreten Zielen, Transparenz und überprüfbaren Ergebnissen orientieren – nicht an Wunschbildern oder Gewohnheit.

Dieser Beitrag wurde mit dem ChatGPT System moderiert und an rainerkern8 auf WordPress weiter geleitet.


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