Radierungen
mit Delphinen
in einer Ausstellung,
auch abstrakte Kunst
von einem Mann,
der seiner Werke
nicht weiss.
Radierungen
mit Delphinen
in einer Ausstellung,
auch abstrakte Kunst
von einem Mann,
der seiner Werke
nicht weiss.
Die Vernunft, das Denken, strebt danach, die Wahrheit über das Wirkliche, das Geheimnis des Lebens, zu ergründen und ihm als Zweck, als Dasein, habhaft zu werden. Das Innere, der Mikrokosmos des Menschen, bleibt diesem Versuch, es bis ins Letzte zu verstehen, bis heute verborgen. Das Denken dominiert alles und arbeitet nur selten mit dem Gefühl und allen Sinnen zusammen. Von außen versuchen die Wortmächtigen, die Unmündigen zu bekehren. Der Kern, umfasst von der Seele, bringt die Botschaft im Traum jedem Menschen, der ab einem Überich an die Dogmen und Lehrsätze glaubt, in die Quere. Daher denke ich, dass alles richtig ist, was das Gefühl und den Verstand als persönliches Ereignis in der eigenen Erfahrung zusammenarbeiten lässt.
Die Erde lässt uns
in unserer kurzen Zeit
die Zuneigung
zu anderen gedeihen
der Kosmos
anerkennt in seiner Ordnung
in den riesigen Gebilden die sich
über die Lichtgeschwindigkeit hinaus
voneinander entfernen
kein Liebesgeflüster
wie das vom Menschen gemeint
die Erde die sich
um die Sonne
gehorsam dreht
selbst der Mond
sich Jahr für Jahr
sich von der Erde
weiter entfernt
unser Leben
bis heute beeinflusst
in einem später
nimmermehr
mitsamt der Sonne
und der Erde untergeht
in herunter
gekommenen Häusern
bei einem Paar
zur Bleibe eingeladen
das schreiende Kind
wird durch eine Luke
in der Holzwand
ruhig gestellt
in den Nachbar Wohnungen
Ist eine wilde Jugend
gegen Abend eingezogen
Die Klimakatastrophe haben wir alle auf dem Gewissen. Es gibt kein gemeinsames Haus. Jeder Mensch, ob arm oder reich, ob gut oder böse, lebt in seiner Haut. Der Mensch lebt seine kurze Zeit, während dessen soll er von innen, nicht von außen zu besseren Einsichten kommen und das Bessere, da wo er steht, tagtäglich wagen.
hält Träume zurück
wo sie sonst
jede Nacht
dem Träumer
ein unendliches
Drama eröffnet
fällt ein Spielball
dem Mann
der sich in die Wiese gelegt
in seine linke Hand
steht nach Mitternacht auf
der Betreuer
fühlt sich ihm nicht gewachsen
ein alter Mitarbeiter
übernimmt die Wache
ein kleines braunes Huhn
geht durch die Wohnung
der Alte nimmt es in die Hand
ein Hase hüpft herbei
eine Katze im Wintermantel
ist auch dabei
alle drei picken dem Mann
in seine Hand
am Morgen zum Gespräch
die Liste der Traktanden
liegt dem Kreis vor
abwesend die Frau des Hauses
ein Asiate liest ein Mantra vor
im sonnigen Süden
zwei Männer
treten ins Sonnenlicht
aus der Nacht
in das Forum
einer antiken Stadt
der eine
er will zur Zeit
den Weg nach Norden
zu Fuss über die Alpen beschreiten
er wird im Traum
in den Gassen
von Kirchen
einem grossen Dom
auf schmalem Weg umfasst
darin öffen sich Altäre
davor Priester im Messgewand
in Ecken und Nischen
verschiedener Religionen
denen er über
sein senkrechte Stiege
aus Eisen
nicht ausweichen kann
an die Tür
der Koch zieht
seine Weste an
er hat sich verschlafen
draussen wartet
ein Jungkoch
der auf ihn wartet
den Verstorbenen
bis zu seiner Todesstunde betreut
nun muss der Tote
an einen Versammlungsort
an der aufgestellten Bahre
an seinem dunkeln
violetten Sarg vorbei