Dienstag, 28. Juli 2020

Der Möglichkeit

Züge durchbrechen

Alpen 


Schienenstränge

binden sich

in ruhiger

Landschaft

aneinander


das zum Ziel

in ein fremdes

hinab 


dass irgendwann

der Möglichkeit 

zu finden sei





Zur Einsicht

Es gibt mir

kein Ziel

kein Zentrum


zur Einsicht

dem besseren

zum nächsten

Schritt


es ist mir

im Bemühen

ein zu früh

ein zu spät

zugleich





Der Herzschlag

Der Herzschlag

öffnete das

Tor zum

eigenen Leben


unter den Menschen

die mir wünschten

mir klagten

mich verwünschten

mich züchtigten


zwischen 

Seele und Welt





Gedanken

Gedanken
nicht bändigen
nicht ver – rücken

das Schwere
in uns
will umarmt
will getröstet sein

wer würde sich
sonst um unseren
aufdringlichen
unzumutbaren
Schatten

sein brennendes Feuer
in uns kümmern?


****

thoughts
don't tame
do not move

the heavy
in us
wants to hug
wants to be comforted

who would
otherwise ours
intrusive
unreasonable
shadow

his burning fire
care in us?






Er sitzt

Wir alle haben Geist
er dient uns allen

als Mensch 
in dieser Welt
meinen eigenen Weg

nicht jener
der anderen

auf ihren Füssen
zu stehen
ihn so zu finden

Geist kann man
nicht schöpfen
nicht besitzen
nicht haben

er sitzt in unseren
Herzen 
zum Schutz
aller Seelen



In Zeiten

Es gibt mir

kein Obdach


keine 

geistige Nahrung


in Zeiten

die meinen Moment


den Wirrwarr 

meine Verzweiflung

mein Sosein


meine Seele

mich nicht

als das

was ich bin

mich anerkennt





Aus dem Dunkeln

Aus dem Dunkeln der Seele
wächst das wahre Licht




Montag, 27. Juli 2020

Sonntag, 26. Juli 2020

Zum Gebrauch

Ich kann Liebe 
nicht haben
zum Gebrauch

ob die Sonne
mein Begreifen mag
ich weiss es mir nicht

eine Frau hat
meine Seele
ohne der wirklichen Berührung
in ihrem Besitz

ob sie dem weiss
oder nicht
geht sie in mir
täglich ein und aus

die Türe in meinem
Herzen ist offen
ich kann sie 
vor ihr
nicht schliessen




Sturzbach

Die wachsamen

Augen der

inneren Richter

lassen Tatsachen

der eigenen

Geschichte

nicht den

Sturzbach

hinab spülen





Wenig bekannt

Es ist noch 
wenig bekannt
dass Gott 
in uns ist
bei allem 
und jedem




Im Schutz

Dem Geist

aus eigenem

Antrieb ein

neues Gesicht


im Schutz

von Gleichgesinnten

aus Menschenhand

zu geben


nicht jede

Pille schlucken

die das Glück

verheisst 


die taub macht

der Begierden

von anderen





Das Fahrzeug

Das Fahrzeug

der Seele

geht seinem

ohne Rücksicht


den selbst 

verursachten

Fehlern

mit dem Sprung

zur Rettung

auf seinem nackten

Weg


der Passion

Im Bemühen

zum Besseren

an warnenden

an zugeneigtem 


dem unbestimmten

Wunsch nach

einem Zuhause

dem vorbestimmten

Ziele zu





Die Anpassung

Die Anpassung

an die Welt

unter den

eigenen Hut

zu bringen


die Erziehung

das Begehren

innen und aussen

zu zähmen


um in Freundschaft

mit dem 

Dunkel den

Fluss des Lebens

täglich beobachten

begehen





Am Fluss

Die Mumie

der schwarzen

Katze


aus dem

braunen Papiersack

gehoben


dort unten

sie selbst

am Fluss


sie in schwarzer

Erde setzen





Die Reise

Die Reise ins Nichts

in ein Land im Innern
dass mit dem Ufer
an die Wirklichkeit von Welt
an die Seele verbunden ist

ich schaue Dich
pflücke Deine Blicke
aus meiner Vergangenheit

Du hast mit Deinem Wesen
mein Dasein in mir
täglich neu besetzt

in meinem Leib
Dein täglich
Deiner süssen Lippen Wort




Hohe See

Meine Seele wandert
durch die Hohe See
verdichtet mir Bilder
der Vergangenheit
und mehr

von der Insel 
zu meinem Bewusstsein
zwischen schäumender
Brandung

hast Du
mit Deinen Augen
von dort 
mein Ichsein 
gebunden gebannt

seitdem bin ich
auf den Wellen
im Salzwasser 
im Licht der 
Sterne der 
mir selbst unauffindbar

der Sonne 
am Tag aufgelöst




In Mutlosigkeit

In Mutlosigkeit
sich selbst
in der 
eigenen Schwachheit
sie auszuhalten
für sich 
in allem
auf eigenem Weg
dem was 
kommen mag
täglich
auf sich nehmen




Eine Träne

Der Frieden
mit sich selbst beginnt
da wo es nichts 
zu lachen gibt

das Unerträgliche
zu schultern
damit es niemand
anders tragen muss

ein Kind weiss
eine Träne
mehr zu schätzen
als ein 
vorgeschobenes Lachen





In der Wirklichkeit

Ich gehe jeden Tag
ob gut ob schlecht mit mir

Niemand kann mir sagen
wo Gott ist als im
Verborgenen in mir

Ich muss mich täglich
kümmern um meine Seele in mir
damit ich mich wirklich in Demut kümmern kann
den anderen in meiner kleinen Welt 

Menschen sind weder absolut gut noch böse
ohne ihre Hilfe wäre ich nicht
das geworden was ich mir bin

Ich will zufrieden sein
dass ich mein Leben habe und leben darf
nicht da wo ich stark bin
meine Schwächen will ich umarmen

Das Glück ist, dass ich eine kurze Spanne
aus der Dunkelheit in meine Zeit erwachen durfte
in den Händen meiner Mutter
in den Händen anderer
die alle, die Bösen und die Guten
die Kinder Gottes sind 

Mein Fehl schmerzt mich täglich
spornt mich an 
meinen Weg zu gehen
so gut ich es vermag und kann

Meine Schwierigkeiten behindern mich
so ich mich nicht ändern kann
die anderen
es geht mir  nicht um Wert und Unwert
ich versuche, wozu ich bestimmt bin
das zu geben, so gut ich es vermag und kann

Ich versuche Gottes Wille in mir 
zu erahnen und ihm zu folgen
so gut ich es, als einfacher Mensch
mit meinen Möglichkeiten
mit meinen Fehlern es mir kann

Gott ist in mir
auch wenn ich ihn nicht sehen
nicht hören kann
so, wie in allen anderen
ist er lebendig
in der Wirklichkeit
der Seele, ist er in uns da








Samstag, 25. Juli 2020

Zuneigung und Widerspruch

Verlorene 

Bekanntschaft


die grauen Haare

hinter der

Fensterscheibe


mein ich


hat sie damals

gemieden 


das nicht wissen

wohin mit sich

in allem angepasst


von Zuneigung

und Widerspruch


den anderen

hilfreich


mit mir selbst

vielleicht später

ins Reine

zu kommen





Morgentisch

Im Schlaf
entmannt

im erwachen

der Saal
ist aufgeräumt

ich höre
noch die Stimmen
die sich vom
Morgentisch
entfernen

mir bleibt nur
das Wasser 
für den Kaffee
zu wärmen







Samstag, 11. Juli 2020

Das Wasser

Im Schlaf

entmannt


im erwachen

der Saal

ist aufgeräumt


ich höre

noch die

Stimmen

die sich vom

Morgentisch

entfernen


mir bleibt

das Wasser

für den Kaffee

zu wärmen





Ein Plastikhirn

In der Manteltasche

greife ich

ein Plastikhirn

in dunkelgrüner Farbe


an der Garderobe

der Garderobier

gibt mir 

zwei Franken fünfzig 

dafür zurück 


ein Kunde

liest auf ihm

die kleine Schrift


für was es soll

bleibt mir

ein Geheimnis 





Das Mädchen

Das Mädchen

mit dunklem Gesicht


ich sage ihm

dass an einem

zu feinen Ort 

der Stadt 

zu rundlich sei


es legt sich vor

meine Füsse

lässt sich berühren


da formt sich

unter ihrem Lachen

von einer Stimme 

unterstützt


die Schlankheit

im Werden 

zur erwachsenen Frau